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1.Die Offenbarung

Wer war Johannes?

EIN KURZER BERICHT OBER SEIN LEBEN UND SEINE ZEIT.

Das Buch der Offenbarung wurde von Gottes „Knecht Johannes“ geschrieben. Offb. 1,1.

Johannes war kein allgemeiner Name in der Zeit des NT. Es gibt überzeugende Beweise, daß der Johannes, der die Offenba­rung schrieb, der wohlbekannte Jünger Jesu war. Siehe DEINE FRAGEN BEANTWORTET. Johannes war auf dem Ölberg, als Jesus die Fragen nach der Zerstörung des Tempels, seiner Wieder­kunft und dem Ende der Welt beantwortete.

Neun Tatsachen verdienen unsere Aufmerksamkeit, ehe wir sein Buch studieren.

1. SIEHE, DAS IST GOTTES LAMM!

Johannes sah Jesus zum ersten­mal, als er in der Menschenmenge stand und Johannes dem Täufer zuhörte, der im Jordan taufte. Johannes sah, wie der Täufer plötz­lich seine Rede unterbrach, seine Hand erregt ausstreckte und auf einen fremden Mann wies und wie ein Herold ausrief: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt,“ Joh. 1,29.

Die Bezeichnung „Lamm Gottes“ beeindruckte Johannes tief. Täglich, und besonders am Passahfest, wurden Gott Lämmer geopfert für die Sünden des Volkes, Indem Johannes überzeugt war, das Jesus wirklich Gottes „Lamm“ war, wies er auf ihn 29 Mal in der Offenbarung mit diesem Ausdruck hin.

2. DER JÜNGER, DEN JESUS LIEBTE.

Als Johannes Jesus zum ersten­mal sah, kann er kaum mehr als ein Teenager gewesen sein. Neben ihm in der Menge stand sein Freund Andreas, der Bruder des Simon Petrus. Als Johannes der Täufer Jesus das „Lamm Gottes“ nannte, entschlossen sich Johannes und Andreas sogleich, Jesus näher kennenzulernen. Joh. 1,35-40.

Es scheint, dass der Kontakt des Johannes mit Jesus in den nächsten Monaten sporadisch gewesen ist. Wahrscheinlich besuchte er die Hochzeit zu Kana, auf der Jesus Wasser zu Wein verwandelt hatte. Joh. 2,1-11. Während der meisten Zeit waren Johannes und sein älterer Bruder Jakobus mit Andreas und seinem Bruder Petrus auf dem See Genezareth. Hier verdienten sie sich durch Fischfang ihren Lebensunterhalt. Als Jesus dann eine längere Reise durch Galiläa antrat, lud er die vier jungen Freunde ein, ihre Boote zu verlassen, um ihn zu begleiten. Er wollte sie zu Menschenfi­schern machen. Mt, 4,18-22.

Unter den zwölf Jüngern Jesu bildeten drei dieser vier Freunde, Petrus, Jakobus und Johannes, einen engeren Kreis. Es war nicht wegen einer Begünstigung durch Jesus, sondern weil diese drei Freunde sich enger an Jesus anschlossen, als es die anderen taten. Von diesen drei Jüngern wurde Johannes besonders bekannt als der „Jünger, den Jesus lieb hatte.“ Joh. 20,2; 21,7.20.

3. NAHE BEIM KREUZ.

Johannes war mit Petrus und Jakobus in dem Zimmer, als Jesus die Tochter des Jarius vom Tode auferweckte. Luk. 8,49-56. Er war mit Jesus auf dem Berg der Verklärung. Mt. 17,1-8. Er war nahe bei Jesus im Garten Gethsemane. Mt. 26,36- 45. Als der Haufe der Kriegsknechte und der Pöbel kamen und die anderen Jünger flohen, wagten nur Petrus und Johannes es, Jesus zu folgen und in den Hof des Palastes zu gehen, wo Jesus verhört wurde. Joh. 18,15. Als Petrus den Mut verlor und leugnete, dass er ein Jünger Jesu war, blieb Johannes alleine fest. Johannes war auch am Kreuz, als Jesus starb. Joh. 19,25-27. Am Auferste­hungstag liefen Petrus und Johannes zum leeren Grab. Joh. 20, 1-4. Es war Johannes, der Jesus so liebte, dass Gott ihm die „Offen­barung Jesu Christi“ anvertraute.

4. „ICH WILL WIEDERKOMMEN.“

Beim letzten Abendmahl teilte Johannes die Besorgnis der anderen Jünger, als Jesus sagte: „Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen.“ Joh.13,33. Johannes verstand nicht, wohin Jesus gehen würde. Er konnte auch nicht die folgende Verheißung verstehen: “ …wenn ich hingehe, will ich wieder kommen.“ Joh. 14,3.

Genau sechs Wochen später lernte Johannes, was Jesus wirklich meinte: „wenn ich hingehe“. Johannes war mit den anderen Jüngern versammelt, als Jesus ihnen ein letztes Lebewohl sagte: er sah, wie Jesus sich allmählich von der Erde erhob und eine Wolke ihn aufnahm „vor ihren Augen weg.“ Apg. 1,9.

Als sie beinahe von Trostlosigkeit überwältig waren, fühlten Johannes und seine Freunde neue Hoffnung, als zwei Männer in weißen Kleidern erschienen und sie in ihrer Besorgnis unterbra­chen: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, WIRD SO WIEDERKOMMEN, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“ Apg. 1,11.

Jetzt verstand Johannes die Worte Jesu: „Wenn ich hingehe, … will ich wieder kommen.“ Er verstand jetzt auch besser, was Jesus auf dem Ölberg gesagt hatte: „…und werden sehen den Menschen­sohn kommen auf den Wolken des Himmels…“ Mt. 24,30.

Ist es verwunderlich, dass Johannes, als er Jesus in der ersten Vision der Ottenbarung sah, schrieb: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen?“ Offb. 1,7. Am Schluss des Buches betete er: „Amen, ja, komm, Herr Jesus! “ 22,20.

5. EIN PLATZ IM KÖNIGREICH.

Johannes und sein Bruder Jakobus waren als „Donnersöhne“ bekannt. Mk. 3,17. Sie müssen sehr heftig gestritten haben. Als junge Gegner der römischen Ungerechtigkeit, waren sie zuerst von Jesus angezogen worden, weil sie dachten, er würde die römische Herrschaft überwinden. Sie wollten mit ihm kämpfen und dann mit ihm herrschen.

Ihre Mutter Salome veranlassten sie, Jesus zu bitten: „Lass diese meine beiden Söhne sitzen in deinem Reich einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken.“ Mt. 20,21. Welch eine Herausforderung muß diese Bitte für die anderen Jünger gewe­sen sein!

Aber Jesus sah Liebe zu ihm in ihrer selbstsüchtigen Bitte. Er schalt sie nicht, sondern fragte sie: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?“ Vers 22,

Johannes und Jakobus meinten, Jesus wolle ihre Willigkeit prüfen, sich im Kampf einzusetzen, und antworteten eitrig JA, Sie verstanden nicht, dass Jesu Kelch SELBSTVERLEUGNUNG war. Mt. 26,39, Sie verstanden nicht, dass Jesus wollte, dass sie den Bedürf­nissen anderer Menschen in einem Geist mutiger Demut dienten, mannhaft, gütig und mit edler Geduld, dass die Bereitschaft für das Königreich nicht Kampfesmut ist, sondern die Willigkeit, zu tei­len, zu dienen, zu leiden und zu vergeben. und, wenn nötig, auch für andere zu sterben. Mt. 25,31-46; 10,38,39,

6. Ein MACHTVOLLER, VERFOLGTER MITARBEITER.

Johannes sagte, dass er willig sei, den Kelch zu trinken, und Jesus befähigte ihn dazu. Nach Christi Himmelfahrt betete Johannes mit den 120 Gläubigen in jenem Hause bis zum Pfingsttag, als der Heilige Geist sie alle erfüllte. Apg. 1,12-14; 2,1-4, Er gab freudig Zeug­nis von Jesus in den Straßen von Jerusalem und im Tempelvorhof vor allem Volk. Er und Petrus wurden verhaftet und vor die Ober­sten gebracht. Als ihnen befohlen wurde, nichts mehr von Jesus zu sagen, antworteten sie mit den anderen: „Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben,“ Apg. 4,20. Die Obersten waren erstaunt, dass „ungelehrte und ein­fache Leute“ so kühn sein konnten, und sie wussten auch von ihnen, „dass sie mit Jesus gewesen waren.“ Vers 13,

Sein Bruder Jakobus wurde später gefangen und enthauptet. Apg. 12,1-2. Aber Johannes lebte weiter, um seinem Meister zu  dienen und den „Kelch“ zu trinken, Es scheint, dass er eine Zeit­lang in Jerusalem lebte, aber später die Stadt verließ und an anderen Orten wirkte,

Welche Gedanken mögen sein Herz gebrochen haben, als er die Nachricht bekam, dass die Römer im Jahre 70 n.Chr. Jerusalem und den Tempel zerstörten? Johannes sah, dass Christi Königreich tat­sächlich „nicht von dieser Welt“ ist. Joh. 18,36,

Johannes, der Donnersohn, wurde der Apostel der Liebe, Er schrieb das Evangelium, und 3 seiner Briefe sind auch im NT bewahrt,

Das Thema seiner Briefe ist die LIEBE. „Darin besteht die Liebe,“ so schreibt er in 1.Joh.4,10, „nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Ver­söhnung für unsere Sünden.“ „Ein neu Gebot gebe ich euch,“ erin­nert er sich an Jesu Worte, „dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe.“ Joh. 13,34.

Johannes hatte öl in seiner Lampe (Siehe Seite 20 Hyperlink)! Der Jünger, den Jesus liebte, war umgewandelt durch den Herrn, den er liebte.

7. AUS GUTEM HAUSE.

Johannes kam aus einer gläubigen Familie. Sein Vater Zebedäus lehrte ihn das Arbeiten. Diese drei Männer, Zebedäus, Jakobus und Johannes arbeiteten an ihren Fischnetzen, als Jesus die jungen Männer aufforderte ihm zu folgen. Seine Mutter Salome zeigte ein geringes Urteilsvermögen, als sie für ihre beiden Söhne eine besondere Gunst erbat, es zeigt aber auch das Interesse, dass sie an ihren Söhnen hatte. Es scheint, dass Salome mit ihren Söhnen ging, als diese Jesus nachfolgten. Zusam­men mit einigen anderen Frauen dienten sie Jesus und seinem Jün­gerkreis. Mk.15,40: Mt. 27,56: 4,21.

Salome war mit Johannes am Kreuz, als Jesus Johannes bat, sich seiner Mutter anzunehmen. Jesus wusste, dass er seine Mutter einem Mann anvertrauen konnte, der seine eigene Mutter liebte.

Solange wie sein Bruder Jakobus lebte, müssen· sie beinahe untrennbar gewesen sein. Später konnte Johannes mit Autorität schreiben: „Wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht?“ 1.Joh. 4,20.

8. DIE ENTWICKLUNG DES RÖMISCHEN REICHES.

Johannes muss etwa um 10 n. Chr. geboren sein, als Augustus der erste römische Kaiser, noch im Amt war. Ihm folgte 14 n. Chr. Tiberius, 37 n. Chr. Cali­gula, 41 n. Chr. Claudius, 54 n. Chr. Nero.

Kaiser Nero war noch jung, als er Paulus enthaupten ließ. Er zündete auch Rom an in dem Versuch, einen freien Platz für seinen neuen Palast zu schaffen. Das Feuer nahm aber überhand und vernichtete zehn der 14 Bezirke Roms. Hundertausende von Menschen verloren ihre Heime und Geschäfte und waren darüber außer sich vor Zorn. Um sie zu besänftigen, beschuldigte Nero die Christen der Brandstiftung. Eine Anzahl Christen ließ er in Tierhäute einnähen und von scharfen Hunden zerreißen, andere ließ er kreuzigen, noch andere lebendig angezünden, um wie Fackeln zu leuchten.

Nero starb 68 n.Chr. Noch ehe das Jahr 69 zu Ende war, hatten meuternde Soldaten im ganzen Reich 3 neue Herrscher erwählt: Galba, Otho und Vitellius. Ein vierter Kaiser, Vespasian, regier­te zehn Jahre. Zuvor aber führte er in dem Krieg gegen die Juden. Als er 79 starb, folgte ihm sein Sohn Titus auf dem Thron. Titus hatte die Eroberung Jerusalems durchgeführt und war der „Liebling der Römer“. 81 n. Chr. kam Titus älterer Bruder Domitian zur Macht. Der Kaiser Titus ein reizender, glücklicher und erfolgrei­cher Herrscher. Der Kaiser Domitian war mürrisch, ein geborener Verlierer, dazu dumm. Als die römische Gesellschaft ihm den Respekt verweigerte, den er forderte, erklärte er sich selbst göttlich und forderte Anbetung. Er bezeichnete sich selbst als „Herr“ und „Gott“. Unterwürfige Dichter nannten sogar den Fisch , den er aß, als „heilig“.

Nero’s Verfolgung hatte die Christen nur in Rom getroffen. Domitian’s Wahnsinn reichte weiter. Christen in vielen Orten wurden aufgefordert von Domitian, Weihrauch darzubringen in Anbe­tung seiner Statue. Wenn sie sich weigerten, wurden sie bestraft, ins Exil geschickt oder in einigen Fällen auch hingerichtet. In seinem Zorn ging Domitian so weit, dass er seinen eigenen Ver­wandten, einen Vetter, den christlichen Konsul Clemens, tötete. Clemens christliche Frau, Domitilla, verbannte er auf eine Insel.

Johannes, der anscheinend in Ephesus lebte, als Domitian seine Verfolgung begann, wurde gefangen genommen und auf die Insel Patmos, die etwa 80 km südlich von Ephesus liegt, gebracht. Ein Jahrhundert später erinnert sich der christliche Schreiber Tertullian daran, dass er gehört habe, Johannes sei zuerst in Rom bestraft worden, indem man ihn in heißes Öl warf, ihm aber kein Leid geschah, und so sei er auf die Insel verbannt worden.

Johannes war nicht der einzige, der verfolgt wurde. Seinen· Lesern schreibt er: „euer … Mitgenosse an der Bedrängnis.“ Offb. 1,9.

Domitian’s Verfolgung begann 95 n.Chr. Sein Nachfolger Nerva folgte ihm 96 n.Chr. auf den Thron. Es wird angenommen, dass Johan­nes infolge einer allgemeinen Amnesty der Christen freigelassen wurde, und er nach Ephesus zurückkehrte.

9. JOHANNES UND DANIEL.

Wenn Johannes bei der Taufe Jesu 27 n. Chr. etwa 17 Jahre alt war, dann war er ungefähr 85 Jahre alt, als er alleine auf der Insel Patmos war und durch den Geist Gottes vorbereitet wurde, die Offenbarung zu empfangen,

Daniel war ungefähr 17 Jahre alt, als er nach Babylon in die Gefangenschaft geführt wurde. Seine letzte Vision erhielt er, als er fast 90 Jahre alt war. Den beiden Propheten wurde ein umfassendes prophetisches Panorama gegeben. In aufeinanderfolgen­den Parallelen sahen sie den Lauf der Geschichte von ihren eigenen Tagen bis zum Ende der Zeit. Beiden Propheten wurden Botschaften gegeben, die reich an Symbolen sind. Beide haben wiederholt unsere Aufmerksamkeit auf den herrlichen Tag gelenkt, wenn Gott die volle Herrschaft über unseren Planeten übernehmen wird. Beide sahen Gottes Interesse, uns täglich zur Seite zu stehen. Beiden wurde offenbart, wie sehr GOTT SORGT.

Hast du die Offenbarung schon einmal ganz durchgelesen? Hast du sie vielleicht schon wiederholt durchgelesen?

Wie dem auch ist; es besteht die Möglichkeit, dass du von den starken Bildern und großartigen Verheißungen tief beeindruckt worden bist. Vielleicht hast du dich aber auch gefragt, wie all die Teile des Buches zusammenpassen.

Auf den ersten Blick, und vielleicht auch auf den zehnten Blick, scheint die Offenbarung vielen Lesern das schwerstverständ­liche Buch der ganzen Bibel zu sein. Wenn dies auch dir so geht, wird es dich überraschen zu erfahren, daß die Offenbarung wirklich eine sehr gute innere Ordnung hat. Die Offenbarung ist in der Tat das best-geordnete Buch der ganzen Bibel!

Um mit der Grundordnung der Offenbarung bekannt zu werden, wird nur wenige Seiten beanspruchen, und diese Seiten zu lesen, wird die Mühe wert sein. In kurzer Zeit können wir leicht die verständliche Symmetrie verstehen, die Ordnung, die alle scheinba­re Verwirrung vergessen lässt. Dabei gewinnen wir einen wertvollen Schlüssel, mit dessen Hilfe wir die Bedeutung des Buches verste­hen. Als eine extra Belohnung finden wir Antwort auf die oft gestellte Frage: „Was muss sich von den Prophezeiungen der Offen­barung noch erfüllen?•

Mit einer solchen reichen Belohnung vor uns, wollen wir einen Augenblick darüber nachdenken, wie die Offenbarung angeordnet ist.

PROPHETEN ALS POETEN.

Die Propheten im AT waren oft Poeten. Ein Beispiel dafür ist Dan. 9,24-27. Sie schrieben in ihrer eigenen Art von Poesie, natürlich nicht in der unseren. Sie ge­brauchten Parallelen und Kontraste, Akrostichons (die Anfangsbuch­staben, -silben oder -wörter der Verszeilen oder Strophen eines Gedichtes, die ein Wort oder einen Satz ergeben -z.B. das Lied: Befiehl du deine Wege… ), Chiasmen (Kreuzstellung von Satzglie­dern, z.B. ‚groß war der Einsatz, der Gewinn war klein‘; – nach dem griech. Buchstaben Chi = X: kreuzweise -) und ernste Wort­spiele. Manchmal drückten sie ihr Anliegen durch eine präzise Anzahl von Worten aus. In Dan. 9,24 gebraucht der Prophet 3 Zwei­ Worte-Phrasen, die er bedeutungsvoll mit 3 Drei-Worte-Phrasen verband. Das Verständnis literarischer Strukturen kann uns eine Hilfe sein beim Verstehen schwieriger Texte.

Es sollte uns nicht überraschen, daß Propheten Poeten sind. Poesie zu schreiben ist mit mehr Mühe verbunden als Prosa, und wenn es richtig geschieht, auch anziehender. Propheten, von

der Bedeutung ihrer Botschaften beeindruckt, gaben sich große Mühe, sie klar auszudrücken. Dazu half Gott, der sie mit den Botschaften inspirierte, ihnen bei der Abfassung derselben. Ver­gessen wir nicht, dass Johannes zu Pfingsten die Gabe der Sprache empfing. Apg. 1,12-14; 2,1-4. So ist es nicht verwunderlich, dass er sich gut ausdrücken konntet

Die Offenbarung ist keine Poesie im Sinne des Liedes „Eine feste Burg ist unser Gott.“ Sie ist ein literarisches Kunstwerk. Sie ist Beredsamkeit in Wohlgestalt. Sie ist Inspiration, in Ordnung und Eleganz ausgedrückt.

ZAHLENMUSTER.

Beim Lesen der Offenbarung fällt uns das häufige Vorkommen der Zahl SIEBEN auf. Sieben Gemeinden, sieben Engel, sieben Siegel, sieben Posaunen, sieben Plagen, und weitere andere Sieben, einschließlich ungenannter, verborgener Sieben. Du könn­test dir eine eigene Aufstellung darüber machen: Zuerst die deut­lichen Vorkommnisse und dann die verborgenen.

Die DREI, VIER und ZWöLF spielt ebenfalls eine besondere Rolle. Die Siegel und Posaunen sind in Gruppen von 3 und 4 geteilt. Kap. 6 bis 11. Drei multipliziert mit vier ergibt zwölf Tore des Neuen Jerusalems. Kap. 21. Zwölf Stämme multipliziert mit zwölftausend die 144 000 in Kap. 7.

Bei unserem weiteren Studium werden wir in das innere Kunstwerk der einzelnen Abschnitte und Lieder schauen und die Bedeutung der dramatischen Symbole kennenlernen. Aber vielleicht ist der überzeugendste Beweis für die literarische Qualität der Offenb­arung die durchgehend angeordnete Darstellung in der Form eines  CHIASMUS.

OFFENBARUNG ALS EIN CHIASMUS.

Ein Chiasmus ist ein doppelte liste von verwandten Themen, in der die Ordnung der zweiten Liste in Opposition zur Ordnung der ersten Liste steht. In biblischer Zeit waren literarische Chiasmen sehr bekannt und wurden viel bewundert.

Wenn wir die Offenbarung am Ende von Kapitel 14 in zwei nicht ganz gleiche Hälften teilen, und wenn wir jede Hälfte in mehrere Abschnitte einteilen, finden wir, dass die Einteilungen jeder Hälfte angeordnet werden können in Paare, die einander verwandt sind, sich aber doch unterscheiden.

Um mit dem Chiasmus der Offenbarung bekannt zu werden, beginnen wir mit der Einführung zum Buch, dem Prolog, und mit dem Schluss, dem Epilog. Indem wir beide miteinander vergleichen, finden wir mehrere auffällig ähnliche Phrasen und Sätze, die in jedem von ihnen erscheinen.

Die Ähnlichkeiten sind nicht genau Wort für Wort gleich. Z.B. gibt es im Epilog eine Warnung, die nicht im Prolog gefunden wird. Christi Verheißung der Wiederkunft findet sich zweimal im Epilog aber nur einmal im Prolog. Wir haben es mit literari­schen Ähnlichkeiten und nicht mechanischen zu tun. Bedeutende Schreiber folgen einer Methode, aber sie lassen ihre Methode nicht wichtiger als ihre Botschaft werden.

PROLOG: 1, 1-8

Einführung

  • Zeugnis Jesu. 1,2
  • Gesegnet ist der liest. 1,3
  • Siehe, ER kommt. 1,7
  • Ich bin das A und O. 1,8

EPILOG 22,8-17

Ausklang

  • Ich, Jesus, bezeuge. 22,16
  • Selig ist der bewahrt. 22,7
  • Siehe, ICH komme bald. 22,12.20
  • Ich bin das A und O. 22,13

Viele Ausleger haben das enge Verhältnis bemerkt, das zwischen der ersten Einteilung nach der Einführung besteht und der letzten Einteilung vor dem Ausklang. Die erste Einteilung enthält die Briefe an die sieben Gemeinden (1,10-3,22), die letzte Einteilung beschreibt das Neue Jerusalem. Sieh dir den überblick an. In der ersten Einteilung findest du Gottes Gemeinde in sieben symbo­lischen Städten zerstreut, stark versucht und verfolgt. In de r letzten Einteilung findest du Gottes Gemeinde vereint in einer einzigen Stadt, dem herrlichen Neuen Jerusalem. In der ersten Einteilung führt die Gemeinde Krieg gegen die Sünde in dieser gegenwärtigen Welt. In der letzten Einteilung lebt sie in Frieden und Ruhe, daheim bei Gott auf der zukünftigen neuen Erde. Und wie im Prolog und Epilog gibt es auffällig ähnliche Ausdrücke und Sätze in beiden Einteilungen. Unter anderem gibt es Hinweise auf den Lebensbaum, die offene Tür bezw. die Tore, die nie mehr geschlossen werden, und das Neue Jerusalem, das vom Himmel herniederkommt.

Lass es dich nicht stören, dass unsere „Einteilungen“ nicht mit den Kapiteln übereinstimmen. Die Kapitel in der Offenbarung wurden nicht von Johannes so eingeteilt. In ihrer jetzigen Form erschienen sie erst mehr als tausend Jahre nach Johannes Tod. Die Einteilung in Kapitel ist wohl sehr nützlich, aber nicht inspiriert. Mehr darüber am Schluss dieses Kapitels.

Die nächste Einteilung nach den sieben Gemeinden bringt uns zu den sieben Siegeln (4,1-8,1). Die nächste Einteilung vom Neuen Jerusalem zurück bringt uns zu dem Abschnitt der Tausend Jahre und den begleitenden Ereignissen (19,11-21,8). Sieh dir besonders Kap. 6,9. 10 in den sieben Siegeln an. Dort hörst du die Seelen der verfolgten Märtyrer Gott bitten um das Gericht ihrer Feinde.

Während der Tausend Jahre sitzen die Märtyrer, die jetzt von den Toten auferstanden sind, auf Thronen und richten mit Gott über ihre Feinde (20,4). Beide Einteilungen beginnen mit einem Hinweis , dass der Himmel geöffnet ist. In beiden Einteilungen spielt ein Reiter auf einem weißen Pferd ein besondere Rolle. Und in beiden Einteilungen bitten Könige, Militärbefehlshaber und Menschen aller Art darum getötet zu werden oder werden tat­sächlich getötet bei Jesu Wiederkunft.

7 Gemeinden: 1,10-3,22

  • Christi Rat an seine Gemeinde, im Kampf, zerstreut in viele Städte
  • Christus wandelt unter den sieben Leuchtern: 2,1
  • Baum des Lebens: 2,7
  • Offene Tür: 3,8
  • Christus sitzt auf seines Vaters Thron: 3,21
  • Neues Jerusalem kommt vom Himmel hernieder: 3,12
  • ICH komme bald: 3,11 –

    Neues Jerusalem: 21,9-22,9

    • Christus belohnt seine Gemeinde, im Frieden, in einer Stadt vereint
    • Christus ist das ewige Licht: 21,23
    • Baum des Lebens: 22,2
    • Tore nie geschlossen: 21,25
    • Thron Gottes und des Lam­mes: 22,1.3.
    • Neues Jerusalem kommt vom Himmel hernieder: 21,10
    • ICH komme bald: 22,7

     

    7 Siegel: 4,1-8,1

    • Christus schützt sein leiden­des Volk
    • Himmel geöffnet: 4,1
    • Reiter auf weißem Pferd folgen Reiter auf farbigen Pferden: 6,2-8
    • Seelen der Märtyrer, unter dem Altar, bitten um das Gericht: 6,9-10
    • Weiße Kleider: 6,11; 7,9-14
    • Könige, Generale und andere wollen getötet werden: 6,15-16

      Tausend Jahre: 19,11-21,8

      • Christus erhöht seine aufer­weckten Gläubigen
      • Himmel geöffnet: 19,11
      • Reiter auf weißem Pferd folgen Reiter auf weißen Pferden: 19,11-16
      • Seelen der Märtyrer, aufer­weckt, als Richter auf Thronen: 20,4-6
      • Weiße Kleider: 19,14
      • Könige, Hauptleute und andere werden getötet:19,17-21

       

      Indem wir uns der Mitte des Buches nähern, finden wir viel­leicht das auffälligste Beispiel von Chiasmus. Die sieben Posaunen (8,2-11,18) und die sieben letzten Plagen (15,1- 16,21) sind in mehrfacher Weise sehr unterschiedlich. Besonders unterscheiden sie sich in ihrer Stärke, die Plagen sind sehr viel schwerer als die Posaunen-Gerichte, Aber sieh sie dir ein wenig näher an, Du wirst finden, dass fünf von den ersten sechs Posaunen und ebenso fünf von den ersten sechs Plagen im Prinzip die gleichen Ziele in derselben Reihenfolge treffen: Erde, Meer, Flüsse, Himmelskörper und der Strom Euphrat, Die sieben Posaunen stellen ernste Gerichte dar, die den bösen Menschen zur Warnung gesandt sind, dass sie sich von ihrem gottlosen Wandel bekehren. Die sieben letzten Plagen stellen sehr schwere Gerichte dar, um die bösen Menschen zu bestrafen, weil sie sich geweigert haben, ihr Verhalten zu ändern.

      7 POSAUNEN: 8,2-11,18

      Schwere Gerichte, um die Welt zu warnen

      1. Erde: 8,7
      2. Meer: 8,8,9
      3. Ströme + Brunnen: 8,10.11
      4. Sonne, Mond, Sterne: 8,12
      5. Finsternis, Abgrund, Heuschrecken: 9, 1-11
      6. Strom Euphrat: 9,13-21
      7. Laute Stimmen: Das König­reich ist Christi: 11,15-18

        7 LETZTE PLAGEN: 5,1-16,21

        SEHR schwere Gerichte strafen die Welt

        1. Erde: 16,2
        2. Meer: 16,3
        3. Ströme + Brunnen: 16,4
        4. Sonne: 16,8.9
        5. Finsternis auf dem Thron des Tieres: 16, 10.11
        6. Strom Euphrat: 16, 12.16
        7. Eine laute Stimme: Es ist geschehen! 16,17-21

          In der Gesamtübersicht der Chiasmen finden wir die Einteilungen „Sieben Posaunen“ und „7 letzte Plagen“ verbunden mit den Einteilungen „Großer Kampf“ und „Fall Babylons“. Dafür gibt es gute Gründe. Unmittelbar nachdem wir über die sieben Posaunen gelesen, haben, lesen wir von einer Frau, in weiß gekleidet, eine wahre Mutter, deren Kinder GOTTES GEBOTE HALTEN; und unmittelbar nachdem wir über die 7 letzten Plagen gelesen haben, lesen wir von einer Frau, die in Purpur geklei­det ist, eine Ehebrecherin, deren Kinder auch Huren sind.

          Beide Frauen verbringen eine Zeitlang in der Wüste zu. Beide Frauen haben es mit einem Tier zu tun, das 7 Häupter und 10 Hörner hat. In jeder dieser Einteilungen – und nirgends sonst in der Offenbarung – hören wir den geheimnisvollen Ruf: „Sie ist gefallen, sie ist gefallen Babylon, die große Stadt!“

          Große Kampf: 11,19-14,20

          • Prüfungen der wahren Mutter und ihrer Kinder
          • Die wahre Mutter, in weiß gekleidet: 12,1-2
          • Ihre Kinder halten die Gebote Gottes: 12,17
          • Frau in der Wüste: 12, 14
          • Tier mit 7 Häuptern und 10 Hörnern: 12,3; 13, 1
          • Gefallen ist Babylon: 14,8
          • Das Zeugnis Jesu: 12,17

            Der Fall Babylon’s: 17,1-19,10

            • Der Fall der falschen Mutter
            • Die falsche Mutter, in Purpur gekleidet: 17 ,4
            • Ihre Kinder sind Huren: 17,5
            • Frau in der Wüste: 17,3
            • Tier mit 7 Häuptern und 10 Hörnern: 17,3
            • Gefallen ist Babylon: 18,2
            • Das Zeugnis Jesu: 19,10

              Wir benötigen nun eine Gesamtübersieht, die unsere Einteilungen alle auf einen Blick zeigt. Wir finden sie auf der anderen Seite. Jetzt können wir sehr klar die symmetrische oder chiasmische Anordnung des gesamten Buches der Offenbarung erkennen. Um einen guten Gewinn von dem Überblick zu haben, lies die linke Hälfte abwärts zur Mitte hin. Dann lies die rechte Hälfte zum Ende hin. Gleichzeitig lass deine Augen hin und her gehen, um die Ähnlichkeiten und Kontraste zu sehen, die zwischen den entsprechenden Paaren vorhanden sind.

              DER LOHN UNSERER LITERARISCHEN ANALYSE.

              Auf Seite 34 haben wir davon gesprochen, daß unser Studium über die innere Ordnung der Offenbarung uns helfen würde in der Beantwortung der oft gestellten Frage: „Was muss sich von den Prophezeiungen der Offenbarung noch erfüllen?“

              Wie viel IST noch zukünftig? Nun, die Gesamtübersicht zeigt, dass tatsächlich die gesamte zweite Hälfte noch zukünftig ist. Gewisslich ist das Herabkommen des Neuen Jerusalems noch zukünftig. Gewisslich sind auch die Tausend Jahre noch zukünf­tig. Gewisslich sind auch die 7 letzten Plagen noch zukünftig. Ebenso zukünftig ist auch der endgültige Fall der „Großen Babylon“. So ist tatsächlich die zweite Hälfte der Offenbarung noch zukünftig.

              Was ist aber über die erste Hälfte zu sagen? Als die Briefe an die sieben Gemeinden geschrieben wurden , waren die Christen in vielen Städten zerstreut. Viele Ausleger stimmen darin überein, dass die Briefe an die sieben Gemeinden eine Beziehung zu den Erfahrungen der Gemeinde als ganze während des christli­chen Zeitalters haben. Die Szenen des Großen Kampfes von Kap. 12 -14 beginnen mit Christi Geburt (12, 1.2.5), setzen sich fort in der langen Zeit der Verfolgung (12 ,6.13-1 6; 13,5- 8) , von Daniel in Kap. 7 und 8 geweissagt, und enden mit der Wiederkunft Christi (Offb. 14,14-20). Auf diese Weise umfassen die Szenen des Großen Kampfes, die die erste Hälfte der Offen­barung beschließen, die Geschichte der Gemeinde Christi. Die sieben Siegel und die sieben Posaunen lauten parallel mit den sieben Gemeinden und den Szenen des Großen Kampfes (genauso wie in Daniel die Visionen von Kap. 2, 7, 8 und 9 miteinander parallel laufen).

              Die chiasmische Struktur der Offenbarung teilt auf diese Weise die Prophezeiungen des Buches in zwei große Hauptgruppen ; Solche, die beinahe ausschließlich Ereignisse der letzten Zeit betreffen (die zweite Hälfte des Buches), und solche Prophezeiungen, die sich mit den Erfahrungen des Volkes Gottes während des christlichen Zeitalters befassen (die erste Hälfte des Buches). Wir können die erste Hälfte des Buches geschicht­lich nennen und die zweite Hälfte eschatologisch. Das Wort kommt aus dem Griechischen – eschaton – und bedeutet „Ende“ . Es wird allgemein von Laien und Gelehrten gebraucht und be­zeichnet die Dinge, die mit dem Ende der Welt zu tun haben .

              Aber nicht alles von der geschichtlichen Hälfte des Buches hat sich schon erfüllt. Noch ist nicht die ganze christliche Geschichte Vergangenheit! Das siebte Siegel, die siebte Posaune und die Schlussereignisse des Großen Kampfes warten noch auf ihre Erfüllung. Wir haben bereits gesehen, dass die zweite Hälfte der Offenbarung eschatologisch ist. Jetzt können wir sagen, dass auch jede Einteilung von der ersten, der geschicht­lichen Hälfte der Offenbarung ,in eine eschatologische Entwick­lung mündet. (Siehe die Grafik auf Seite 42 -44).

              Wie viel von der Offenbarung ist jetzt noch unerfüllt? Eigentlich die ganze zweite, die eschatologische Hälfte ist noch unerfüllt. Dazu kommen die Schluss-Szenen jeder Einteilung der ersten, der geschichtlichen Hälfte des Buches, sie sind ebenso unerfüllt oder erst teilweise erfüllt.

              DIE INNERE ANORDNUNG DER EINTEILUNGEN.

              Ehe wir dieses Studium über die Anordnung der Offenbarung verlassen, ist noch ein weiterer literarischer Grundgedanke, den wir beachten müssen. Vier der Einteilungen, über die wir gerade gesprochen haben, folgen beinahe einer identischen inneren Anordnung. Jede Einteilung beginnt mit einer Vorbereitungs-Szene, die etwas im himmlischen Heiligtum darstellt. Jede hat auch einen Einschub zwischen dem sechsten und siebten Ereignis: Zwischen dem sechsten und siebten Siegel, der sechsten und siebten Posaune, der sechsten und siebten Szene in dem Großen Kampf, und zwischen der sechsten und siebten Plage gibt es ZWISCHEN­SZENEN, die wir auch nennen können : „Szenen der Endzeit-Bestim­mung und -Gewissheit. „

              Wir erwähnten auf Seite 36, dass bedeutende Schreiber bei ihrer Arbeit einem System folgen, es aber nicht zulassen, dass das System wichtiger wird als ihre Botschaft. In der Offen­barung hat Johannes in wunderbarer Weise die Botschaften ange­ordnet, die Gott ihm in der Vision gezeigt hat, aber er lässt Platz (zwischen 6 und 7) frei für inspirierte Informationen, die an anderer Stelle nicht gut einzugliedern sind. Seine Grup­pierung für die besprochenen vier Einteilungen sind wie folgt:

              1. Einführungs-Szene über das himmlische Heiligtum.
              2. Sechs von sieben Ereignisse (Siegel, Posaunen, usw. ) .
              3. Szenen der Endzeit-Bestimmung und -Gewissheit .
              4. Das siebte Ereignis (Siegel, Posaune, usw. ) .

              Blendende Bilde r vom Th ron Gottes, von den Heiligen in der Herrlichkeit und von anderen eindrucksvollen Vorstellungen erscheinen in der Offenbarung, scheinbar zufällig, willkürlich, ohne eine offensichtliche Verbindung zu dem, was unmittelbar vorher oder danach gesagt worden ist. Aber diese einfache Skizze nimmt sich vieler solcher Fälle an. Mit ihrer Hilfe und mit Hilfe der größeren übersieht, die wir gegeben haben, sind wir in der Lage, sofort zu erkennen, wohin solche schein­bar zufälligen Szenen gehören. Wir sind den Bibel-Auslegern dankbar, die diese Anordnung erkannten und unsere Aufmerksam­keit darauf lenkten. Es ist uns sehr hilfreich, wie wir von Zeit zu Zeit sehen werden. Siehe besonders unser Studium über Offenbarung 4 und 5, Seite 135 Hyperlink.

              Die Offenbarung ist ein inneres Kunstwerk, von Gott inspi­riert und mit liebevoller und intelligenter Hingabe komponiert. Auch die FORM, in der Gott und Gottes Diener Johannes es uns gegeben haben, hilft uns und stärkt uns in unserer Oberzeugung: GOTT  SORGT !

              Quellenverzeichhnis
              • Gott Sorgt. Band 2. Die Botschaft der Offenbarung für Dich und Deine Familie. Von C. Mervyn Maxwell Ph. D. Originaltitel: GOD CARES, Vol. 2. Copyright für die Übersetzung, Advent-Verlag Kratlingen, CH-3704 Kratlingen, Schweiz. Mit freundlicher genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Website: Advent-Verlag Schweiz.