Menü

„Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden.“
Heb. 13,4

1. Was sagte Gott, nachdem er den Menschen geschaffen hatte?

„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.“ 1.Mo. 2,18a  

 

2. Was wollte Gott deshalb tun?

„… ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht.“ 1.Mo. 2,18b

Anmerkung: „… ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.” Elb Nicht eine Gehilfin im Sinne einer Handlangerin oder Sklavin, sondern eine Begleiterin, die ihm ebenbürtig ist. Beide sollten ihren gegenseitigen Bedürfnissen entsprechen.

 

3. Wurde eine solche Gehilfin unter den Geschöpfen gefunden?

„Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach, fand er nicht.“ 1.Mo. 2,20 EÜ

 

4. Was tat deshalb Gott der Herr?

„Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Und Gott der Herr bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen.“ 1.Mo. 2,21-22

Anmerkung: Wie schön ist in der ganzen Fülle seiner Bedeutung dieser einfache und doch so inhaltsreiche Bericht, über den die Ungläubigen nur höhnisch lächeln. Gott stellte den Menschen nicht auf eine Rangstufe mit den Tieren, sondern er machte ihn zu seinem Ebenbild. Auch erwählte Gott die Gehilfin des Menschen nicht aus einer Ordnung anderer Wesen, sondern er nahm sie vom Mann – von demselben Stoff. Er nahm diesen Stoff nicht von den Füßen des Mannes, so dass dieser eine Entschuldigung hätte, wenn er sie mit den Fü.en treten und zur Sklavin herabwürdigen würde; noch nahm er ihn von dem Haupt des Mannes, so dass sie sich die Herrschaft über ihn anmaßen würde, sondern er nahm sie von der Seite des Mannes, nahe dem Herzen, dem Sitz der Liebe, damit die Frau dem Mann ebenbürtig zur Seite stehen, und in Gemeinschaft mit ihm und mit Gottes Hilfe den Zweck und die Bestimmung der menschlichen Rasse zur Ausführung bringen würde. Edel und würdevoll ist der starke Mann, voller Mitgefühl und Liebe die schwächere Frau. Wieviel erhebender und begeisternder ist dieser Glaube im Vergleich mit der Ansicht, dass der Mensch sich aus dem Tier entwickelt habe.

 

5. Was sagte Adam, als er seine Frau von Gott erhielt?

„Da sagte der Mensch: Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch; diese soll Männin heißen, denn vom Mann ist sie genommen.“ 1.Mo. 2,23 Elb

 

6. Welche große Wahrheit wurde damals ausgesprochen?

„Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden. 1.Mo. 2,24

 

7. Wie erklärte Jesus die Ehe als eine göttliche Einrichtung?

„So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!“ Mt. 19,6

Anmerkung: Die Ehe war von Gott im Garten Eden eingesetzt worden, noch ehe der Mensch gesündigt hatte. Genauso wie der Sabbat ist sie uns überliefert, mit dem paradiesischen Tau himmlischen Segens der noch auf ihr ruht. Sie wurde nicht nur eingesetzt, um die Erde zu bevölkern und die menschliche Rasse zu erhalten, sondern sie sollte auch die gesellschaftliche Ordnung und die menschliche Glückseligkeit fördern, nicht erlaubte Zuneigung verhindern und durch wohlgeordnete Familien Wahrheit, Reinheit und Heiligkeit von Zeitalter zu Zeitalter übermitteln. In der Ehe vereinen sich die reinsten und höchsten Freuden für den Menschen. Wenn der göttliche Ursprung der Ehe erkannt wird, und wenn den göttlichen Grundsätzen, die sie beherrschen sollen, gehorcht wird, dann ist die Ehe in der Tat ein Segen. Werden diese Grundsätze aber missachtet, dann werden sicherlich unzählige Übel folgen. Das, was recht angewandt ein großer Segen ist, wird, wenn böse angewandt, zum größten Fluch.

 

8. Welches Gebot ist zum Schutz der Ehe gegeben worden?

„Du sollst nicht ehebrechen. … Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgend etwas, das dein Nächster hat!“ 2.Mo. 20,14; 17

 

9. Welche neutestamentliche Aussage wird betreffs der Ehe gemacht?

„Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden und das Ehebett unbefleckt; die Unzüchtigen und Ehebrecher aber wird Gott richten!“ Heb. 13,4

Anmerkung: Viele haben eine leichtsinnige Auffassung von der Ehe und machen sogar Witze darüber. Ihre göttliche Herkunft, ihr großes Ziel, ihre Möglichkeiten und ihre zum Guten oder Bösen führenden Einflüsse werden wenig bedacht. Daher kommt es, dass viele oft mit sehr wenig Verständnis für die Verantwortung und den heiligen Verpflichtungen, die sie übernehmen, in den Ehestand treten. Die Ehe wird in der Schrift häufig als ein Gleichnis benutzt für die innige Verbindung, die zwischen Gott und seinem Volk besteht. Siehe Röm. 7,1-4; 2.Kor. 11,2; Hos. 2,19-20; Offb. 19,7

 

10. Was für Ehen schloss man nach dem Sündenfall, und welche üblen Folgen entstanden daraus?

„Und es geschah, als sich die Menschen zu mehren begannen auf der Erde und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen.“ 1.Mo. 6,1-2

Anmerkung: Nicht nur die Vielweiberei war üblich, die an sich selbst ein Übel ist, sondern „die Söhne Gottes”, die Nachkommen Seths, heirateten die Töchter der Menschen, die Nachkommen der götzendienerischen Linie Kains. Auf diese Weise wurde die göttliche Linie oder die Gemeinde Gottes verdorben. Alle gegen die Sünde errichteten Schranken wurden niedergerissen. Bald war das ganze menschliche Geschlecht verdorben, Gewalttätigkeit füllte die Erde, und die Sintflut folgte.

 

11. Welchen Einschränkungen legte Gott für das Volk Israel bezüglich der Eheschließungen fest?

„Das ist das Wort, das der Herr den Töchtern Zelophchads gebietet und spricht: Sie können denjenigen heiraten, der in ihren Augen gut ist; jedoch sollen sie nur unter dem Geschlecht ihres väterlichen Stammes heiraten.“ 4.Mo. 36,6

 

12. Welches Verbot gab Gott seinem auserwählten Volk über die Heirat mit den darum herum wohnenden heidnischen Völkern? Warum gab er dieses Verbot?

„Du sollst dich mit ihnen nicht verschwägern; du sollst deine Töchter nicht ihren Söhnen [zur Frau] geben noch ihre Töchter für deine Söhne nehmen; denn sie würden deine Söhne von mir abwendig machen, dass sie anderen Göttern dienen; und dann wird der Zorn des Herrn über euch entbrennen und euch bald vertilgen.“ 5.Mo. 7,3-4

Anmerkung: Die Heirat mit den Ungläubigen war der Fehler, den das bekennende Volk Gottes vor der Flut beging, und Gott wünschte nicht, dass das Volk Israel diese Torheit wiederhole.

 

13. Welche Unterweisung wird im Neuen Testament über die Heirat mit Ungläubigen gegeben?

„Beugt euch nicht mit Ungläubigen unter das gleiche Joch! Was haben denn Gerechtigkeit und Gesetzwidrigkeit miteinander zu tun? Was haben Licht und Finsternis gemeinsam? Was für ein Einklang herrscht zwischen Christus und Belial? Was hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen gemeinsam?

Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Wir sind doch der Tempel des lebendigen Gottes; denn Gott hat gesprochen: Ich will unter ihnen wohnen und mit ihnen gehen. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein.“ 2.Kor. 6,14-16 EÜ

Anmerkung: Diese Unterweisung verbietet alle bloßstellenden Verbindungen. Die Verheiratung von Gläubigen mit Ungläubigen ist stets ein Fallstrick gewesen, mit dem Satan viele ernste Menschenseelen gefangen hat, die glaubten, dass sie den Ungläubigen gewinnen könnten. Aber in den meisten Fällen sind sie selbst vom festen Grund des Glaubens in Zweifel, Abfall und Verlust der Religion geraten. Das war eine der ständigen Gefahren Israels, gegen die er es wiederholt warnte. „So sollt ihr nun eure Töchter nicht ihren Söhnen zur Frau geben und ihre Töchter nicht für eure Söhne zur Frau nehmen, und ihr sollt ewiglich nicht ihren Frieden und ihr Wohlergehen suchen, damit ihr erstarkt und das Gut des Landes esst und es auf eure Kinder vererbt, auf ewige Zeiten!” Esr.9,12. Siehe auch 2.Mo. 34,14-16; Ri. 14,1-3; Esr.9 und 10; Neh. 13,23-27 Selbst Salomo kam unter dem Einfluss heidnischer Frauen zu Fall. Das inspirierte Wort hat folgenden melancholischen Bericht von ihm hinterlassen: „… da wendeten seine Frauen sein Herz anderen Göttern zu.” 1.Kön. 11,4 Kein Christ kann einen Ungläubigen heiraten, ohne in Gefahr zu kommen, sich auf feindlichen Grund und Boden zu begeben. Die Heilige Schrift lehrt nicht, dass man sich trennen soll, nachdem der Ehebund geschlossen ist. Siehe 1. Kor. 7,2-16 Aber der gesunde Menschenverstand sollte uns lehren, dass der Glaube am Besten erhalten und das Familienglück am Sichersten sein wird, wenn Mann und Frau gläubig und ein und desselben Glaubens sind. Deshalb sollten sowohl Prediger wie Eltern junge Leute vor unpassenden Eheschließungen warnen.

 

14. Welche Unterweisung gab Abraham seinem Knecht Elieser, als er ihn aussandte, um für Isaak eine Frau auszusuchen?

„Da sprach er zu mir: Der Herr, vor dem ich wandle, wird seinen Engel mit dir senden und deinen Weg gelingen lassen, dass du meinem Sohn eine Frau aus meiner Verwandtschaft und aus dem Haus meines Vaters nimmst.“ 1.Mo. 24,40

Anmerkung: Diese Stelle lässt erkennen, dass in frühen biblischen Zeiten Eltern allgemein mehr mit der Auswahl der Lebensgefährten ihrer Kinder zu tun hatten, als es heute der Fall ist. Junge Leute, die weise sind, werden sich den Rat ihrer Eltern einholen und vor allem den Willen Gottes zu erfahren suchen, ehe sie in dieses wichtige Verhältnis eintreten, das so ernste Verantwortungen und wichtige Folgen mit sich bringt.

 

15. Wie lange bindet das Ehegelübde die beiden möglichen Parteien?

„So ist die Ehefrau durch das Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er am Leben ist; wenn ihr Mann aber stirbt, ist sie frei von dem Gesetz, das die Frau an den Mann bindet.“ Röm. 7,2 EÜ; siehe 1.Kor. 7,39

 

16. Wann nur ist es erlaubt, die Ehe aufzulösen?

„Ich sage euch aber: Wer seine Frau entlässt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.“ Mt. 19,9

Anmerkung: Bürgerliche Gesetze anerkennen andere Gründe als ausreichende Ursachen zur Trennung, wie außerordentliche Grausamkeit, gewohnheitsmäßige Trunkenheit oder andere ähnliche grobe Verstöße. Aber nach Christi Worten gibt es nur ein Vergehen, das die vollständige Auflösung des Ehebundes rechtfertigt.

16 Bibelstudie Teil 16: Das Heim
16.1Die Ehe
16.2Ein glückliches Heim, und wie man es schaffen kann
16.3Religion im Heim
16.4Die den Eltern gebührende Ehre
16.5Kindererziehung
16.6Die Mutter
16.7Hundert biblische Geschichten, und wo sie zu finden sind
16.8Verheißungen für die Kinder
16.9Die Übel des Stadtlebens
16.10Reinheit
Quellenverzeichhnis
  • Bibellesungen für den Familienkreis. Ein Studium der Bibel nach Gegenständen, systematisch geordnet für öffentlichen und privaten Gebrauch ; enthält 200 Lesungen, in denen beinahe 4000 Fragen über wichtige religiöse gegenstände beantwortet werden. Von einer großen Anzahl Bibelforschern ausgearbeitet (1923). neue, umgearb. und verm. Aufl. Brookfield, Ill. [u.a.]: Pacific Press.