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Eine Reise zum bibelfundierten Glauben

Der zweite Glaubenspfeiler für den christlichen bibeltreuen Glauben bildet das Verständnis des Gottesbildes.

Wenn wir die Bibel nehmen, sie aufschlagen und von Anfang bis Ende lesen, dann werden wir schnell feststellen, dass der Begriff “Dreieinigkeit” so in dieser Form gar nicht vorkommt. Jetzt liegt das nicht daran, dass die Dreieinigkeit keine biblische Grundlage hat. Im Gegenteil, die Dreieinigkeit fasst vielmehr das zusammen, was wir in der Bibel vorfinden.

Wenn wir die Bibel anschauen und das, was sie unter Gott versteht oder wiedergibt, dann sehen wir, dass Gott jemand ist, der unsterblich, allmächtig, allwissend, allgegenwärtig und so weiter ist. Jedoch auch, dass dieser Gott sich offenbart, in 3 unterschiedlichen Personen, nämlich in Vater, Sohn und Heiliger Geist. 

Wir werden jetzt ganz am Anfang der Bibel beginnen, wo dieser Begriff “Gott” zum ersten Mal vorkommt. Dort sehen wir etwas sehr Interessantes. In 1.Mo. 1,1 heißt es: “Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.” Was in unseren deutschen Bibeln mit “Gott” wiedergegeben oder übersetzt wird, heißt im Hebräischen “Elohim” und steht im Plural. Bemerkenswerterweise würde das, wenn wir es 1 zu 1 in Deutsche übersetzen würden, “die Gottheit” heißen. Das heißt, die Gottheit schuf am Anfang den Himmel und die Erde. Wenn wir ein paar Verse weitergehen zu 1.Mo. 1,26-27, erhalten wir einen weiteren interessanten Einblick. Dort heißt es nämlich:

“Lasset uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich. Und Gott schuf die Menschen in seinem Bild.”

Derjenige, der  erschuf, war  ja offensichtlich Gott. Moment mal – das heißt es “lasset uns” – im Plural. Wie passt das zusammen? Ganz simpel, wenn wir nicht davon ausgehen, dass es sich nur um eine Person handelt, sondern um eine Gottheit. 

Wenn wir jetzt ein bisschen weitergehen ins Neue Testament, erhalten wir dort ein etwas volleres Bild von der Dreieinigkeit – nämlich dass es 3 Personen gibt: Vater, Sohn, Heiliger Geist. Jetzt lasst uns ein paar wenige Verse anschauen, die uns aufzeigen, dass unter der Gottheit Vater, Sohn und Heiliger Geist verstanden wird. Ich werde diese Verse nur so zusammenfassen, damit wir nicht den ganzen Abschnitt lesen müssen.

Im Grunde genommen fangen wir an beim Vater.

Der Vater ist Gott: 

  • Ps. 89,27: “Sie werden rufen: Mein Vater und mein Gott”.

  • Jes. 63,16: Der Vater, der Herr und Erlöser 

  • Mt. 6,26: Euer Vater und Gott ernährt euch vom Himmel. 

Interessant ist auch, dass wir uns im Hinterkopf behalten müssen, dass wenn im Neuen Testament von Gott die Rede ist, es sich in der Regel auf den Vater bezieht. 

 

Nichtsdestotrotz sehen wir auch deutliche Texte, die aufzeigen, dass der Sohn Gott ist, beispielsweise:

Der Sohn ist Gott:

  • Joh. 1:1-3 und 1:4-14: Dort sehen wir, dass das Wort, das am Anfang bei Gott war, Gott ist und dass Gott selbst Fleisch wurde.

  • Wir sehen auch in Joh. 20,28, dass Thomas zu Jesus sagt “Mein Herr und mein Gott” 

  • Phil. 2,5-8: Jesus ist Gott gleich 

  • Kol. 2,9: In Christus wurde die ganze Gottheit leibhaftig 

  • und schließlich Hebräer 1,6-8: Die Engel werden Jesus anbeten und der Vater nennt Jesus selbst Gott, 

Man könnte noch viele andere Texte dem Ganzen anreihen, aber wird schon aus diesen Texten deutlich, dass Jesus Gott ist. Ich komme zum Heiligen Geist. Dort sieht es ähnlich aus:

Der Heilige Geist ist Gott:

  • Wenn wir beispielsweise Jes. 6,8-9 vergleichen mit Apg. 28,25-27 dann sehen wir, dass der Heiligkeit Geist mit Gott gleichgesetzt wird. 
  • In Apg. 5,3 beispielsweise belügen die Menschen den Heiligen Geist und das wird gleichgesetzt mit einer Lüge gegen Gott. 

Wir sehen aber auch, dass der Heilige Geist alle göttlichen Eigenschaften hat, die Gott auszeichnen und auch Titel, die Gott auszeichnen. Und genauso sehen wir auch persönliche Eigenschaften, die der Heilige Geist besitzt, wie beispielsweise Hören, Reden, Senden und viele andere Dinge auch (2.Kor.13,14 => Gemeinschaft). Man könnte noch viele andere Texte anführen, die aufzeigen, dass auch der Heilige Geist Gott ist – wie die, die ich gerade genannt habe. 

 

Interessant ist auch, dass die Bibel aufzeigt, dass alle drei eigenständige Personen sind: 

  • Beispielsweise, wenn wir Röm. 8,26-27 lesen, sehen wir dort, dass der Heilige Geist nicht der Vater ist, sondern eine eigenständige Person. Es heißt dort, der Heilige Geist tritt bei Gott für uns ein, das heißt, der Heilige Geist bei Gott, dem Vater. Er ist  etwas eigenständiges und unabhängig von dem Vater. 

  • Wenn wir Joh. 14,16 anschauen, dann sehen wir auch, dass der Heilige Geist nicht der Sohn ist oder mit ihm nicht gleichzusetzen ist, sondern etwas Unabhängiges. Da heißt es nämlich, dass Jesus den Vater bittet um einen anderen Beistand. Das heißt, wir haben gesehen, dass der Heilige Geist nicht der Sohn ist, also nicht Jesus. Wir haben auch gesehen, dass der Heilige Geist nicht der Vater ist, dass also der Heilige Geist weder Vater noch Sohn ist. Dann musst er etwas Eigenständiges sein, also eine eigenständige Person. 

  • Wenn wir weitergehen in Mt. 3,13-17, wo es um die Taufe von Jesus geht, sehen wir auch dort, dass der Sohn nicht der Vater ist und der Vater auch nicht der Sohn. 

Alle drei sind eigenständige Personen, alle drei sind Gott und das ist es, was wir im Grunde genommen unter der Dreieinigkeit verstehen. 

Die Frage, die man sich jetzt stellen könnte, ist: Warum ist das überhaupt von Bedeutung, dass wir von der Dreieinigkeit sprechen, ob sie drei, zwei oder eins ist? Im Grunde macht es doch keinen Unterschied, oder? Lasst mich euch einen Grund nennen von vielen anderen, die man noch anführen könnte. Lasst uns das Beispiel der Liebe nennen, Wenn wir uns Liebe anschauen, dann wird sie in der Bibel definiert als etwas Selbstloses, als etwas, wo nicht mein Ich im Zentrum ist, sondern jemand anderes. In 1.Kor. 13,5 – dem Kapitel, wo es um die Liebe geht – heißt es: “Die Liebe sucht nicht das Ihre.” Das heißt, wenn Gott die Liebe ist und die Liebe selbstlos ist und auf den anderen schaut, dann muss es von Ewigkeit her immer drei Personen gegeben haben. Denn wenn es nur eine Person gegeben hat und sie wäre die Liebe – an wen richtet sie denn ihre Liebe? Es wäre im Grunde keine selbstlose Liebe. Das heißt: Wenn Gott die Liebe ist, muss es von Ewigkeit her mehrere Personen gegeben haben, sonst wäre Gott nicht die Liebe, sondern er würde zu Liebe werden. Deswegen ist die Dreieinigkeit so wichtig. 

Ich hoffe, dass wir durch diesen kurzen Exkurs einen etwas tieferen Einblick in die Dreieinigkeit bekommen haben. Ich hoffe auch, dass manche Aspekte vielleicht neu oder erfrischend waren, Falls noch Fragen offen geblieben sind, könnt ihr sie sehr gerne stellen.

Glaubenspunkt: Die Dreieinigkeit

Es ist ein Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist – drei in Einheit verbunden, von Ewigkeit her. Gott ist unsterblich, allmächtig und allwissend; er steht über allem und ist allgegenwärtig. Er ist unendlich und jenseits aller menschlichen Vorstellungskraft. Dennoch kann er erkannt werden, weil er sich selbst offenbart hat. In alle Ewigkeit gebührt ihm Ehre, Anbetung und der Dienst der ganzen Schöpfung.

5.Mo. 6:4Mt. 28:192.Kor. 13:13Eph. 4:4;61.Petr. 1:21.Tim. 1:17Offb. 14:7.