Röm. 10, 4: Das Wort für „Ende“ ist „telos“ kann auch mit „Ziel“ übersetzt werden. Damit besteht kein Widerspruch mehr, denn das Gesetz hat die Aufgabe, uns zu zeigen, dass wir Sünder sind und einen Erlöser brauchen.
Eph. 2,14-15: Der Hebräerbrief zeigt eindeutig, dass das Gesetz, das durch den Kreuzestod Jesu abgetan wurde, das Zeremonialgesetz ist. Hier heißt es, dass Christus den Zaun abgebrochen hat. Das ist eine Anspielung auf die Mauer zum Heiligen im Tempel, die kein Heide passieren durfte.
Mt. 22,36-40: Manchmal wird behauptet, dass die 10 Gebote durch dieses Gesetz der Liebe abgelöst wurden. Aber das kann nicht sein, denn dies sind ja 2 Zitate aus den 5 Büchern Mose, wo sie ganz sicher nicht als Ersatz, sondern als Grundlage der 10 Gebote verstanden wurden. Warum soll es heute anders sein? Wenn man sich die 10 Gebote anschaut, wird deutlich, dass die Gebote 1-4 die Beziehung zu Gott und die Gebote 5-10 die Beziehung zwischen Menschen darstellen. Wenn ich Gott liebe, kann ich von keinem der ersten 4 Gebote auch nur den geringsten Abstrich machen. Und wenn ich meine Mitmenschen liebe, ist es unmöglich, auch nur eines der letzten 6 Gebote zu übertreten. Die Liebe gebietet eine treue Befolgung der 10 Gebote bis ins letzte Detail.

Gott meint es wirklich gut mit uns, wenn er uns Gebote gibt. Die 10 Gebote stammen nicht aus der Feder eines Despoten, sondern sind das Geschenk unseres liebenden Vaters, der uns vor Bösem beschützen möchte.