Ergebnisse einer Umfrage unter Lehrern hinweisen, die kontinuierlich durchgeführt wurde: Im Laufe der Jahre sind die Lehrer immer wieder gebeten worden, die Hauptprobleme an den Schulen Amerikas zu benennen. 1940 waren es diese: Reden, wenn man nicht gefragt ist; Kaugummi kauen; stören; Rennen im Flur; Dazwischenreden; Vergehen gegen die Kleiderordnung; Papier und Abfall herumwerfen. Auf dieselbe Frage antworteten Lehrer 1990: Drogenvergehen; Alkoholmissbrauch; Schwangerschaft; Selbstmord; Vergewaltigung; Raub; Gewaltverbrechen.
Wir haben es in den USA mit einer alarmierenden Kriminalstatistik zu tun, dichtgefolgt von vielen anderen Ländern. Dort findet alle zwei Sekunden ein ernstzunehmendes kriminelles Vergehen statt. Alle 23 Sekunden geschieht ein Mord, alle sechs Minuten eine Vergewaltigung, alle 58 Sekunden ein Raub, alle 28 Sekunden wird ein Auto gestohlen, alle acht Sekunden wird irgendwo eingebrochen. In anderen Ländern sind die Zahlen anders, aber die Tendenz ist ähnlich. Japan beispielsweise galt lange als ein Land mit hoher innerer Sicherheit. Vor nicht allzu langer Zeit berichtete Associated Press, dass auch dort die Kriminalstatistik explosionsartig steigt. Besonders bedrückend dabei ist, dass kriminelle Aktivitäten gerade unter Kindern und Jugendlichen zunehmen. Einer Umfrage unter Kindern zwischen sieben und zehn Jahren zufolge machen sich 63 Prozent von ihnen Gedanken darüber, dass sie jung sterben könnten. 71% haben Angst, zu Hause oder in der Schule erschossen oder erstochen zu werden. Der Vertreter einer Rechtsorganisation, die sich mit Kindern befasst, sagte: „Wir hören von den Jugendlichen, dass sie Angst haben, und die Statistik zeigt uns, dass sie allen Grund dazu haben.“ Auch 1998 haben jugendliche Gewalttäter in amerikanischen Schulen um sich geschossen, Klassenkameraden und Lehrer in den Tod gerissen und damit traurige Schlagzeilen gemacht.
Der Zusammenbruch von Moral bei der weltweiten Suche nach sexueller Freiheit. Nach einem Leitartikel der New York Times liegt der Grund für die hohe Zahl an Geschlechtskranken unter anderem daran, dass wir „früh mit Geschlechtsverkehr beginnen, spät heiraten und uns oft scheiden lassen.“ Hier noch ein paar Angaben aus den USA. 1870 kam auf 34 Eheschließungen eine Scheidung. 1900 gab es eine Scheidung auf 12 Eheschließungen, 1930 eine Scheidung auf sechs Eheschließungen. Von 1978 bis zur Gegenwart haben wir es mit einer Scheidung auf zwei Eheschließungen zu tun. Nahezu ein Drittel aller in Amerika geborenen Kinder werden außerhalb einer Ehe geboren. Dazu kommt, dass jeden Tag in diesem Land 4.200 ungeborene Kinder abgetrieben werden.
Im September 1995 fand die vierte Welt-Frauenkonferenz der Vereinten Nationen in Peking, China, mit 50.000 Delegierten aus 187 Ländern statt. Hier einige Titel der Workshops: „Lesbische Liebe für Neugierige“, „Geist und Tat: lesbische Aktivitäten aus interreligiöser Perspektive“, „Lesbische Flirt-Techniken“.
Es ist wichtig, mit diesen Zeichen der Zeit richtig umzugehen. Jesus sagt im Lukasevangelium: Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Lk 21,28) Wir sollen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern zuversichtlich in die Zukunft schauen und anderen diese Zuversicht weitergeben. Prophetie über die Endzeit und dazu gehören besonders auch die Zeichen der Zeit, sollen uns vor Fanatismus bewahren. Aber sich möchten uns auch helfen, die Situation auf unserer Welt realistisch und nüchtern einzuschätzen (nicht wie die 3 Affen: nichts sehen, nichts sagen, nichts hören).
Mt. 24,42-44