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Die Botschaft von Offenbarung 4 und 5 – EInführung

Vier apokalyptische Reiter. Ein Löwe, der zugleich ein Lamm ist. Ein geheimnisvoller Engel versiegelt die Knechte Gottes. Seelen unter einem Altar rufen laut: „Wie lange?“ Eine Stimme vom Himmel befiehlt vier Engeln, die vier Winde festzuhalten.

Die vier Kapitel, die sich von Offb. 4,1 bis 8,1 hinziehen, schil­dern Christi Fürsorge für seine Gemeinde, die einer immer stärker werdenden Not ausgesetzt ist. Als wir den Aufbau der Offenbarung untersuchten (Seite 35 bis 44), haben wir diesen Abschnitt „Christus schützt sein leidendes Volk“ genannt. Dieser Abschnitt enthält die sieben Siegel und zwei Szenen, in denen endzeitliche Zusiche­rungen gegeben werden. Das alles wird eingeleitet durch eine außer­ordentliche Schau des himmlischen Heiligtums. Siehe dessen Gliederung auf der nächsten Seite. Obwohl die Heiligtums-Szene hauptsächlich dazu dient, uns die sieben Siegel vorzustellen, hat sie doch große Bedeutung um ihrer selbst willen und nimmt zwei ganze Kapitel ein: Offb. 4 + 5. Im Hinblick auf die Wichtigkeit werden wir uns Zeit nehmen, dies getrennt zu besprechen und Offb. 6, 1 bis 8, 1 und die sieben Siegel für später aufheben.

Die Existenz des himmlischen Heiligtums und die Gegenwart Christi dort bei seinem Vater werden im Hebräerbrief gelehrt. Siehe besonders Hebr. 8,1-2 und Band I, Daniel 8, (Hyperlink) Im weiteren Verlauf unseres Offenbarungs-Studiums werden wir bemerken, dass Johannes in den ersten Kapiteln die Aufmerksamkeit zunächst aufs Heilige des himmlischen Heiligtums lenkt, in Verbindung mit den sieben Gemeinden, den sieben Siegeln und den sieben Posaunen. Später wird seine Aufmerk­samkeit in Verbindung mit den sieben Szenen des Großen Kampfes auf das Allerheiligste gelenkt. Siehe Seiten 136 + 161. (Hyperlink)

Offenbarung 4 beginnt mit den Worten: „Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme , die ich mit mir hatte reden hören wie eine Po­saune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll. Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer.“ Verse 1-2.

Die „erste Stimme,“ die Johannes hatte mit sich „reden hören wie eine Posaune,“ war die Stimme Jesu. Er hatte sie gehört, als er „am Tag des Herrn vom Geist ergriffen“ worden war, und zwar auf der „Insel, die Patmos heißt.“ Offb. 1,9-10.

Das war kurz zuvor geschehen. Nun, bei dieser neuen Gelegenheit, hört er Christi Stimme wieder und wird wieder vom Geist ergriffen. Wir haben keinen Beweis dafür, dass sich dieses neuerliche Erlebnis am Tage des Herrn zutrug. Vielleicht war Johannes auch nicht mehr auf der Insel Patmos. Doch wurde er vom Geist ergriffen. Wir können seinem Bericht vertrauen.

Jesus sagt: „Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.“ Christus war im Begriff, dem Johannes – und durch ihn auch uns – sein Vorherwissen über das Leiden seines Volkes zu enthüllen. Leiden, die sein Volk in den kommenden Jahrhunderten durchmachen sollten. Außerdem wollte er Johannes und auch uns einen Bruchteil seiner Tätigkeit zeigen: Sein Beschützen und Vorausplanen, auch dann, wenn wir uns ganz verlassen fühlen, Bevor er ihm dies offenbarte, lud Jesus den Johannes zunächst ein, an der offenen Himmelstür zu stehen und die Vorgänge im Thronsaal Gottes zu schauen.

Was für ein Ausblick! Johannes hatte keinen Grund zum Zweifeln, dass da EINER die Zügel des Universums in der Hand hält. EINER, der voll verantwortlich und kompetent ist,

Offb, 4 + 5 lesen sich leicht und erklären sich im allgemeinen selbst. Das Kapitel 4 stellt Gott in das Scheinwerferlicht, wie er auf seinem Thron sitzt, umgeben von intelligenten Wesen, die ihn zutiefst bewundern. Zu diesen Wesen gehören auch die „vier Gestalten,“ „die vierundzwanzig Ältesten“ und „vieltausendmal tausend“ Engel. Offb. 4,4; 5,6,11, Im Griechischen heißt es: „mu­riades muriadon:“ Zehntausendmal zehntausend; Unendlich. Als Johannes wie gebannt zuschaute, stimmten die Ältesten und die vier Gestalten zur Ehre Gottes eine herrliche Hymne an.

Indem wir dann zu Kap. 5 kommen, merken wir, wie Gott in seiner Güte die Aufmerksamkeit von sich weg auf Jesus Christus hin lenkt. Er bringt eine geheimnisvolle Schrittrolle hervor, die mit sieben Siegeln verschlossen ist und keiner – außer Christus – öffnen kann. Als Jesus hinaufgeht, um die Rolle in Empfang zu nehmen und die Siegel zu öffnen, singen die Gestalten und die 24 Ältesten erneut, diesmal aber ein anderes Lied, bis die himmlischen Gewölbe widerhallen. Ihre Musik ist zu ergreifend, zu mitreißend, als daß sich die zuschauenden Engel nur daran erfreuen könnten. Sie wollen mitsingen. Ja, es scheint dem Johannes, als wollte jeder und jedes im ganzen Universum mitsingen.

Und das tun sie auch, mit einer „großen Stimme,“ und das war zweifellos eine sehr laute, durchdringende Stimme, und eine herrliche dazu: „Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewig­keit!“ singen sie (5,13).

Händel benutzte diese Worte, wie sie in der engl. King James Version wiedergegeben werden, in seinem MESSIAS. Vielleicht hat er auch ihre himmlischen Melodien übernommen. Er sagt uns, er hätte, während er den Messias schrieb, was ihn nur 23 wundervolle Tage in Anspruch nahm, oftmals das Empfinden gehabt, wie Johannes die Engel singen zu hören.

Dann ist der Gesang der Engel verklungen. Eine ehrfürchtige Stille folgt. Das Universum ist von der Herrlichkeit und Schönheit wie ge­bannt, Danach sagen die vier Gestalten etwas, was christliche Anbeter seit eh und je nach einer eindrucksvollen Musikdarbietung aussprechen, Sie sagen „Amen!“

Auch wir sagen „A m e n ! “ Es ist gut und recht, dass das Lamm und der auf dem Thron Sitzende gelobt werden sollen. Auch wir wollen sie loben und preisen,

Jetzt wird es Zeit, die Kap. 4 + 5 einmal zu lesen. Aber warte noch einen Augenblick. Dieses Buch, das du gerade liest, „GOTT SORGT,“ soll uns zu der Erkenntnis verhelfen, wie die Bücher Daniel und Offen­barung unser Leben im Heim und in der Familie verbessern können. überlege einen Moment: „Was bedeutet Loben in der Familie?“

Douglass Cooper, ein Alaska-Pilot, hat eine Art des Lobens im Familienkreis auf eine bezaubernde Art und Weise ausgedrückt, In seinem köstlichen Büchlein „Freude am Leben“ (Saatkorn-Verlag,Hamburg) sagt er: „Wenn mir das Essen gut geschmeckt hat, kann ich ein Danke­schön murmeln und mich danach hinter meiner Zeitung vergraben. Das ist durchaus eine Art von Dank, Ich kann meine Frau aber auch in den Arm nehmen und sagen: ‚Schatz, das Essen war prima, Du bist eine ausgezeichnete Köchin. Man merkt, daß du mit Liebe kochst, Kann ich dir beim Abwasch helfen?‘ Das ist echter Dank, der die Qualitäten des anderen hervorhebt. Es ist nicht so sehr die Dankbarkeit dafür, was mir der andere geschenkt hat, als vielmehr für das, was mir die­ser Mensch IST,“ Seite 65, (Hyperlink)

Danke, dass du diese Unterbrechung geduldet hast. Nun kannst du Ka­pitel 4 + 5 lesen:

Anordnung Offenbarung 4-8 | Struktur
Quellenverzeichhnis
  • Gott Sorgt. Band 2. Die Botschaft der Offenbarung für Dich und Deine Familie. Von C. Mervyn Maxwell Ph. D. Originaltitel: GOD CARES, Vol. 2. Copyright für die Übersetzung, Advent-Verlag Kratlingen, CH-3704 Kratlingen, Schweiz. Mit freundlicher genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Website: Advent-Verlag Schweiz.