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„Ich sah … wollte es haben und nahm es an mich … .“
Josua 7,21

1. Wie warnt Jesus vor dem Geiz?

„Habt acht und hütet euch vor der Habsucht! Denn niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an Gütern hat.“ Lk. 12,15  

 

2. Welches Gebot verbietet diese Sünde?

„Du sollst nicht begehren.“ 2.Mo. 20,17

Anmerkung: Geizig: gelüstend, habsüchtig sein; ein unnatürliches Verlangen, eine außerordentliche Begierde haben, zu erhalten und zu besitzen (besonders Geld).

 

3. Wie zeigte sich diese Eigenschaft sehr stark in dem reichen Mann, der schon Überfluss hatte?

„Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freue dich des Lebens!“ Lk. 12,18-19 EÜ

 

4. Was sagte Gott zu ihm?

„Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?“ Lk. 12,20 EÜ

 

5. Welche Anwendung machte der Heiland von diesem Gleichnis?

„So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott!“ Lk. 12,21

 

6. Wie nennt Paulus den Geiz?

„Darum tötet, was irdisch an euch ist: die Unzucht, die Schamlosigkeit, die Leidenschaft, die bösen Begierden und die Habsucht, die ein Götzendienst ist.“ Kol. 3,5

Anmerkung: „Wate nicht weit hinaus in den gefährlichen See der Bequemlichkeit dieser Welt. Nimm das Gute, das Gott dir gegeben hat; aber sage davon: ‚Es vergeht’; denn es ist in der Tat nur ein zeitlicher Vorrat für ein zeitliches Bedürfnis. Lass deine Güter nie dein Gott werden.” Spurgeon

 

7. Was bringen diese Dinge über die Menschen?

„Um solcher Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams.“ Kol. 3,6 Lu84

 

8. Welcher doppelte Dienst, so sagt Jesus, ist unmöglich?

„Kein Knecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!“ Lk. 16,13

 

9. Welcher Sünde machten sich die Pharisäer schuldig?

„Das alles hörten aber auch die Pharisäer, die geldgierig waren, und sie verspotteten ihn.“ Lk. 16,14

 

10. Was erwiderte Jesus darauf?

„Und er sprach zu ihnen: Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen, aber Gott kennt eure Herzen; denn was bei den Menschen hoch angesehen ist, das ist ein Gräuel vor Gott.“ Lk. 16,15

 

11. Wie verhält sich der Geizige zum Herrn?

„Denn der Gottlose rühmt sich der Gelüste seines Herzens, und der Habsüchtige sagt sich los vom Herrn und lästert ihn.“ Ps. 10,3

 

12. Wozu verleitete der Geiz den Achan?

„Ich sah unter der Beute einen kostbaren babylonischen Mantel und 200 Schekel Silber und einen Goldbarren, 50 Schekel schwer; da gelüstete mich danach, und ich nahm es; und siehe, es ist in meinem Zelt in der Erde vergraben, und das Silber darunter!“ Jos. 7,21

 

13. Wozu wurde Judas vom Geiz verleitet?

„Da ging Judas Ischariot, einer von den Zwölfen, hin zu den obersten Priestern, um ihn an sie zu verraten. Sie aber waren erfreut, als sie das hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte eine gute Gelegenheit, um ihn zu verraten.“ Mk. 14,10-11

 

14. Warum werden die letzten Tagen als schlimm bezeichnet?

„Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig.“ 2.Tim. 3,1-2

 

15. Welches Gleichnis erzählte Jesus, um die falsche Ansicht der Pharisäer zu korrigieren, dass der Reichtum ein Zeichen von besonderer Gunst Gottes sei?

Vom reichen Mann und armen Lazarus. siehe Lk. 16,19-31

 

16. Auf welche Gefahr wies er dabei hin?

„Da blickte Jesus umher und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes eingehen! Die Jünger aber erstaunten über seine Worte. Da begann Jesus wiederum und sprach zu ihnen: Kinder, wie schwer ist es für die, welche ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, in das Reich Gottes hineinzukommen!“ Mk. 10,23-24

Anmerkung: Wie schwer wird es den Reichen, nicht auf ihren Reichtum zu vertrauen.

 

17. Welche Menschengruppe nimmt meistens das Evangelium an?

„Hört, meine geliebten Brüder: Hat nicht Gott die Armen dieser Welt erwählt, dass sie reich im Glauben würden und Erben des Reiches, das er denen verheißen hat, die ihn lieben?“ Jak. 2,5

 

18. Wie schwer wird es einem Reichen, ins Reich Gottes zu kommen?

„Es ist leichter, dass ein Kamel durch das Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.“ Mk. 10,25

 

19. Warum war der reiche Jüngling, der selig werden wollte, nicht bereit, das Seine zu verkaufen und es den Armen zu geben?

„Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.“ Mt. 19,22 EÜ

 

20. Als was wird der Geiz bezeichnet?

„Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht.“ 1.Tim. 6,10

 

21. Von welchen Übeln werden die befallen, die reich werden wollen?

„Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstricke und viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen.“ 1.Tim. 6,9

 

22. Wer gibt einem Menschen die Kraft, Vermögen zu erwerben?

„So gedenke doch an den Herrn, deinen Gott – denn Er ist es, der dir Kraft gibt, solchen Reichtum zu erwerben –, damit er seinen Bund aufrechterhält, den er deinen Vätern geschworen hat, wie es heute geschieht.“ 5.Mo. 8,18

 

23. Wie können alle, – Reiche und Arme –, Gott ehren?

„Ehre den Herrn mit deinem Besitz und mit den Erstlingen all deines Einkommens!“ Sprüche 3,9

 

24. Welche Warnung wird betreffs des Reichtums gegeben?

„Wenn der Reichtum sich mehrt, so hängt euer Herz nicht daran!“ Ps. 62,11

 

25. Kann denn Reichtum schaden?

„Es gibt ein schlimmes Übel, das ich unter der Sonne gesehen habe: Reichtum, der von seinem Besitzer zu seinem Unglück aufbewahrt wird.“ Pred. 5,12 Elb

 

26. Was wird den Reichen geboten?

„Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuss darreicht. Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen, damit sie das ewige Leben ergreifen.“ 1.Tim. 6,17-19

 

27. Was macht reich ohne Mühe?

„Der Segen des Herrn macht reich, und eigene Mühe tut nichts hinzu.“ Sprüche 10,22 EÜ

 

28. Wie wird wahrer Reichtum erlangt?

„Der Lohn der Demut und der Furcht des Herrn ist Reichtum, Ehre und Leben.“ Sprüche 22,4

 

29. Wie achtete Mose die Schmach Christi?

„… indem er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens; denn er schaute auf die Belohnung.“ Heb. 11,26 Elb

 

30. Welche zwei Gruppen von Reichen werden in der Bibel erwähnt?

„Mancher stellt sich reich und hat doch nichts, ein anderer stellt sich arm und hat großen Besitz.“ Sprüche 13,7 EÜ

Anmerkung: In Lk. 12,16-20 finden wir ein Beispiel von der ersten Gruppe; in Apg. 4,34-37 ein solches von der zweiten.

 

31. Welche feierliche Warnung ergeht an die Reichen, die in den letzten Tagen Schätze aufgehäuft und die Armen unterdrückt haben?

„Wohlan nun, ihr Reichen, weint und heult über das Elend, das über euch kommt! Euer Reichtum ist verfault und eure Kleider sind zum Mottenfraß geworden; euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis ablegen und euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen! Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euch die Felder abgemäht haben, der aber von euch zurückbehalten worden ist, er schreit, und das Rufen der Schnitter ist dem Herrn der Heerscharen zu Ohren gekommen!“ Jak. 5,1-4

 

32. Wird Silber und Gold am Tag des Zorns erretten können?

„Weder ihr Silber noch ihr Gold wird sie retten können am Tag des Zornes des Herrn, und durch das Feuer seines Eifers soll das ganze Land verzehrt werden; denn eine Vernichtung, einen plötzlichen Untergang wird er allen Bewohnern des Landes bereiten.“ Zephanja 1,18; siehe auch Sprüche 11,4

 

33. Was werden die Reichen dann mit ihrem Geld tun?

„Sie werfen ihr Silber auf die Straße und ihr Gold ekelt sie an. Ihr Silber und Gold kann sie nicht retten am Tag des Zornes des Herrn. Sie werden damit ihre Gier nicht sättigen und ihren Bauch nicht füllen; denn all das war für sie der Anlass, in Sünde zu fallen.“ Hes. 7,19 EÜ

Anmerkung: Als der Dampfer „Central America”, mit beinahe 600 Personen an Bord, am 12. Sept. 1857 bei Kap Hatteras in einem furchtbaren Sturm scheiterte, entledigten sich viele der Passagiere, die von den Goldbergwerken Californiens zurückgekehrte Goldgräber waren, ihrer Goldgürtel und streuten das Gold auf den Fußboden ihrer Kajüte umher, damit nicht das Gewicht des Goldes an ihrem Körper sie in den Tod hinab ziehen würde. Sie sagten allen, die da wollten, es nur aufzuheben. „Volle Geldbeutel, in einigen Fällen mit Tausenden von Dollars angefüllt, lagen unberührt umher. Reisetaschen wurden geöffnet, und das glänzende Metall wurde auf den Fußboden ausgegossen mit der Verschwendung der Verzweiflung des Todes. Einer der Passagiere öffnete eine Tasche und warf 20.000 Dollar Goldstaub in die Kajüte und hieß den, der seine Goldgier befriedigen wollte, ihn nur zu nehmen. Aber er wurde nicht angerührt, wie die wahren Schlacken.” „Our First Century”, S. 642,643 „Als infolge eines Zusammenstoßes das Dampfschiff „Arctic” am 20. September 1854 unterging, bot ein Passagier 30.000 Pfund Sterling oder 150.000 Dollar, wenn die Rettungsboote zurückkommen und ihn retten würden. Sie lenkten um, aber er versank, ehe sie ihn erreichten.” „Our First Century”, S. 614

 

34. Was sollen wir als Haushalter der Gaben Gottes tun?

„Auch ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn ihr Mangel habt, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten!“ Lk. 16,9 „Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes!“ 1.Petr. 4,10

15Bibelstudie Teil 15: Ermahnungen und Warnungen
15.1Stolz
15.2Selbstsucht
15.3Geiz und Habsucht
15.4Schulden
15.5Ansehen der Person
15.6Abfall
15.7Unglaube
15.8Richten
15.9Schwatzen und Verleumden
15.10Neid, Eifersucht und Haß
15.11Heuchelei
15.12Gefahr der Verwerfung des Lichts
15.13Die gerechte Belohnung
Quellenverzeichhnis
  • Bibellesungen für den Familienkreis. Ein Studium der Bibel nach Gegenständen, systematisch geordnet für öffentlichen und privaten Gebrauch ; enthält 200 Lesungen, in denen beinahe 4000 Fragen über wichtige religiöse gegenstände beantwortet werden. Von einer großen Anzahl Bibelforschern ausgearbeitet (1923). neue, umgearb. und verm. Aufl. Brookfield, Ill. [u.a.]: Pacific Press.