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1. Was gebot Gott durch Mose dem Volk Israel?

2.Mo. 25,8
„Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne!“

2. Was wurde in diesem Heiligtum geopfert?

Hebr. 9,9
„… in welcher Gaben und Opfer dargebracht werden.“

3. Aus wie vielen Teilen bestand dieses Heiligtum?

2.Mo. 26,33
„Der Vorhang soll für euch eine Scheidewand sein zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten.“

4. Was war in der ersten Abteilung, dem Heiligen?

Hebr. 9,2
„… in dem sich der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote befanden; dieses wird das Heilige genannt.“
2.Mo. 40,26; Siehe auch 2.Mo. 30,1-6
„Und er stellte den goldenen Altar in die Stiftshütte, vor den Vorhang.“

5. Was war in der zweiten Abteilung des Heiligtums?

Hebr. 9,3-4; siehe auch 2.Mo. 40,20-21
„Hinter dem zweiten Vorhang aber befand sich das Zelt, welches dasAllerheiligste genannt wird; zu diesem gehört der goldene Räucheraltar und die Bundeslade, überall mit Gold überzogen, und in dieser war[en] … die Tafeln des Bundes.“

6. Wie wurde der Deckel der Lade benannt?

2.Mo. 25,21 Lu84
„Und du sollst den Gnadenthron oben auf die Lade tun und in die Ladedas Gesetz legen, das ich dir geben werde.“

7. Wo wollte Gott mit Israel zusammentreffen?

2.Mo. 25,22
„… vom Gnadenthron aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, zwischenden beiden Cherubim will ich mit dir alles reden.“

8. Was befand sich in der Lade unter dem Gnadenthron?

5.Mo. 10,4.5 Lu84
„Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die Zehn Worte … Und ich wandte mich und ging vom Berge herab und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte.“

9. Wann diente der Priester in der ersten Abteilung des Heiligtums?

Hebr. 9,6 Lu84
„Da dies alles so eingerichtet war, gingen die Priester allezeit in den vorderen Teil der Stiftshütte und richteten den Gottesdienst aus.“

10. Wer allein betrat die zweite Abteilung, wie oft und wozu?

Hebr. 9,7 EÜ
„In das zweite Zelt aber geht nur einmal im Jahr der Hohepriester alleinhinein, und zwar mit dem Blut, das er für sich und für die Vergehen des Volkes darbringt.“

11 Was mussten die Sünder tun, die Vergebung erlangen wollten?

3.Mo. 4,27-29 Lu84
„Wenn aber sonst jemand aus dem Volk aus Versehen sündigt, dass ergegen irgendeines der Gebote des HERRN handelt, was er nicht tun sollte, … so soll er zum Opfer eine Ziege bringen ohne Fehler für die Sünde, die er getan hat, und soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und es schlachten an der Stätte des Brandopfers.“   Anmerkung. Wenn also ein Mensch in Israel sündigte, so übertrat er eines der Zehn Gebote, die in der Lade unter dem Gnadenthron waren. Diese Gebote sind die Grundlage der Regierung Gottes. Sie zu übertreten bedeutet eine Sünde zu begehen und dem Tod verfallen sein. 1.Joh. 3,4; Röm. 6,23 Aber über diesen heiligen und gerechten Geboten war der Gnadenthron errichtet. In seiner Gnade gewährt Gott dem Sünder das Vorrecht, seine Sünden zu bekennen und einen Stellvertreter zu bringen, um den Forderungen des Gesetzes zu entsprechen und auf diese Weise Gnade zu erlangen.

12. Was wurde mit dem Blut des Opfers getan?

3.Mo. 4,30 Lu84
„Und der Priester soll mit seinem Finger etwas von dem Blut nehmen und an die Hörner des Brandopferaltars tun und alles andere Blut an den Fuß des Altars gießen.“

Anmerkung. Nachdem ein Mensch in dem Gesetz, das den Tod des Übertreters forderte, seine Sünde erkannt hatte, brachte er zuerst sein Opfer herbei. Dann bekannte er seine Sünde, indem er seine Hände auf das Haupt des Opfers legte, und übertrug sie dadurch auf das Opfer. Das Opfer wurde dann im Vorhof, dem äußeren Teil des Heiligtums, getötet und sein Blut wurde auf die Hörner des Altars getan und dann auf den Boden des Altars gegossen. So wurden im vorgeschatteten Gottesdienst die Sünden vergeben und in das Heiligtum übertragen.

13. Welcher Gottesdienst fand jährlich am zehnten Tag des siebenten Monats statt, nachdem sich die Sünden während des Jahres in dieser Weise angesammelt hatten?

3.Mo. 16,29.30 Lu84
„Auch soll euch dies eine ewige Ordnung sein: Am zehnten Tage des siebenten Monats sollt ihr fasten … Denn an diesem Tage geschieht eure Entsühnung, dass ihr gereinigt werdet; von allen euren Sünden werdet ihr gereinigt vor dem HERRN.“

14 Wie wurde das Heiligtum selbst gereinigt und dazu die Sünden des Volkes endgültig entfernt?

3.Mo. 16,5-8 Lu84
„Er soll von der Gemeinde der Israeliten zwei Ziegenböcke entgegennehmen zum Sündopfer … danach zwei Böcke nehmen und vor den HERRN stellen an der Tür der Stiftshütte und soll das Los werfen über die zwei Böcke: ein Los dem HERRN und das andere dem Asasel.“  Anmerkung. Das Wort Asasel ist ein Eigenname und bezieht sich nach Ansicht der ältesten Hebr. und Christen auf Satan oder den Engel, der sich empörte und in seiner Empörung und Sünde verharrte.

15. Was geschah mit dem Blut des Bockes, auf den das Los des Herrn fiel?

3.Mo. 16,15 Lu84
„Danach soll er den Bock, das Sündopfer des Volks, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun, wie er mit dem Blut des Stieres getan hat, und etwas davon auch sprengen gegen den Gnadenthron und vor den Gnadenthron.“

16. Warum war diese Versöhnung nötig?

3.Mo. 16,16
„So soll er Sühnung erwirken für das Heiligtum wegen der Unreinheiten der Kinder Israels und wegen ihrer Übertretungen und aller ihrer Sünden, und er soll dasselbe tun mit der Stiftshütte, die sich mitten unter ihren Unreinheiten befindet.“   Anmerkung. Die Sünde wurde während des ganzen Jahres durch das Blut der an der Tür der Stiftshütte täglich dargebrachten persönlichen Sündopfer auf das Heiligtum übertragen. Hier blieben sie liegen bis zum Versöhnungstag, an dem der Hohepriester mit dem Blut des Bockes, auf den das Los des Herrn fiel, in das Allerheiligste ging. Dort trug er die während des Jahres angesammelten Sünden vor den Gnadenthron, versöhnte sie symbolisch und reinigte so das Heiligtum.

17. Was tat der Hohepriester, nachdem er im Allerheiligsten das Volk versöhnt hatte?

3.Mo. 16,20.21
„Und wenn er die Sühnung vollendet hat für das Heiligtum und die Stiftshütte und den Altar, so soll er den lebendigen Bock herzubringen. Und Aaron soll seine beiden Hände auf den Kopf des lebendigen Bockes stützen und über ihm alle Schuld der Kinder Israels und alle ihre Übertretungen in allen ihren Sünden bekennen, und er soll sie dem Bock auf den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereitsteht, in die Wüste fortschicken.“

Anmerkung. Das Opfer des Bockes des Herrn reinigte das Heiligtum. Durch dieses Opfer wurden die Sünden des Volkes, die sich während des Jahres dort angesammelt hatten, im Vorbild versöhnt. Doch sie wurden durch dieses Opfer nicht gänzlich weggetan oder vernichtet. Der Bock für Asasel, der Satan darstellt, den großen Versucher und Urheber der Sünde, wurde in das Heiligtum gebracht, und auf seinem Haupt all diese Sünden gelegt, die die Kinder Gottes infolge der Versuchungen Satans begangen hatten.

18. Was wurde schließlich mit den Sünden des Volkes getan?

3.Mo. 16,22 Lu84
„… dass also der Bock alle ihre Missetat auf sich nehme und in die Wildnis trage; und man lasse ihn in der Wüste.“

19. Was war das irdische Heiligtum und seine Abfolge von Gottesdiensten?

Hebr. 9,9
„Dieses ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit.“

20. Von welchem Heiligtum ist Christus ein Diener?

Hebr. 8,2 Lu84
„… und ist ein Diener am Heiligtum und an der wahren Stiftshütte, die Gott aufgerichtet hat und nicht ein Mensch.“

21. Wovon war das Blut all der in früheren Zeitaltern dargebrachte Opfer nur ein Schatten?

Hebr. 9,12; siehe Epheser 5,2
„… auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt.“

Anmerkung. Durch die zum Altar des irdischen Heiligtums gebrachten Gaben und Opfer sollte der bußfertige Gläubige die Verdienste Christi ergreifen, dem zukünftigen Heiland. In dieser Weise, und nur dadurch, waren die Opfer wirksam.

22. Welche wundervolle Begebenheit beim Tod Christi deutete an, dass der Priesterdienst im irdischen Heiligtum beendet war?

Matthäus 27,50.51
„Jesus aber schrie nochmals mit lauter Stimme und gab den Geist auf. Und siehe, der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei.“

Anmerkung. Der Schatten hatte das Wesen erreicht. Christus, das große Opfer, war erschlagen worden und stand im Begriff, sein letztes Werk als unser großer Hohepriester im himmlischen Heiligtum anzutreten. Der Priesterdienst im irdischen Heiligtum war ein Abbild von dem Dienst Christi im himmlischen Heiligtum. Im irdischen wurde die Versöhnung am letzten Tag des Zeremonialjahres vollzogen. Alle, die dann nicht für ihre Sünden Versöhnung erlangten, wurden „ausgerottet“, und das Lager von Sünde gereinigt. Der Versöhnungstag war für Israel tatsächlich ein Tag des Gerichts, und alle, deren Sünden versöhnt wurden, waren frei von Sünde und konnten vor Gottes Augen rein dastehen und die Dienste des neuen Jahres beginnen. Dieses Werk wiederholte sich jedes Jahr wieder. Im himmlischen Heiligtum wird das Opfer nur einmal dargebracht, und es kann nur eine Versöhnung oder Reinigung des himmlischen Heiligtums ausgeführt werden. Die findet zu der Zeit statt, die Gott dafür bestimmt hat. Und wenn die große Versöhnung oder Reinigung des himmlischen Heiligtums vollzogen ist, wird Gottes Volk auf immer frei sein von Sünde und das Schicksal aller Gottlosen wird auf immer besiegelt sein. Siehe Offb. 22,11 Dies wird, wie schon im Schattendienst, auch ein Tag des Gerichts sein. Der Dienst im irdischen Heiligtum war ein Gottesdienst. Er hatte es mit den Sünden des Volkes zu tun. Das Blut der dargebrachten Opfer konnte an sich selbst die Sünden nicht wegnehmen, denn es heißt ausdrücklich, dass es dies nicht tun konnte. Hebräer 10,4 Aber durch die Opfer zeigten die Israeliten ihren Glauben an die Wirksamkeit des Blutes Christi, das vergossen werden würde, und worauf der Dienst Christi ihre Blicke hinlenken sollte. Der Dienst dort war ein Abbild oder ein Schatten von dem Erlösungswerk Christi, und als solcher war er von einer Bedeutung, die nicht übersch.tzt werden kann. Von einem richtigen Verständnis des Schattens hängt ein richtiges Verständnis des Wesens ab. Der ganze Heiligtumsdienst war ein Anschauungsunterricht von einer äußerst wichtigen und wesentlichen Evangeliumswahrheit – der Erlösung des Menschen und der Versöhnung der Sünden.

23. Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem irdischen und himmlischen Heiligtum?

Hebr. 8,5
„Diese dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen, gemäß der göttlichen Weisung, die Mose erhielt, als er die Stiftshütte anfertigen sollte: »Achte darauf«, heißt es nämlich, »dass du alles nach dem Vorbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist!«“

24 Durch welchen Vergleich wird gezeigt, dass das himmlische Heiligtum gereinigt werden wird?

Hebr. 9,23
„So ist es also notwendig, dass die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese.“

25. Welche Ankündigung wird gemacht, wenn Christus sein priesterliches Vermittlungswerk beendet hat?

Offb. 22,11 Lu84
„Wer Böses tut, der tue weiterhin Böses, und wer unrein ist, der sei weiterhin unrein; aber wer gerecht ist, der übe weiterhin Gerechtigkeit, und wer heilig ist, der sei weiterhin heilig.“

26. Welches Ereignis steht in direktem Zusammenhang mit dem Austilgen der Sünden und der endgültigen Erquickung von Angesicht des Herrn?

Apg. 3,19-21
„So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den sende, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus, den der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von alters her geredet hat.“

27. Was wird Christus übergeben, während er noch beim Vater ist, entsprechend der Version, d ie Dan. gegeben wurde?

Daniel 7,13.14 Elb„Ich schaute in Visionen der Nacht: Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn. Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm.“

28. Was wird geschehen, wenn der Herr wiederkommt? .

1.Thess. 4,16-17
„Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.“ 

29. Welche direkt auf die Ankündigung in Offb. 22,11 folgende Aussage zeigt, dass ein Gericht stattgefunden hat, ehe Christus wiederkommt?

Offb. 22,12
„Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.“  Anmerkung. Der vorgeschattete Heiligtumsdienst wird in dem Werk Christi vollständig erfüllt. Wie der Versöhnungstag in alten Zeitaltern in Wirklichkeit ein Gerichtstag war, so schließt das Versöhnungswerk Christi die Untersuchung aller Fälle seines Volkes vor seiner Wiederkunft mit ein, bevor er sie zu sich nehmen will.

30. Fängt die Reinigung des himmlischen Heiligtums zu einer bestimmten Zeit an?

Dan. 8,14 Lu84
„Er antwortete mir: Bis 2300 Abende und Morgen vergangen sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden.“

31. Wie können wir wissen, dass sich dies nicht auf das irdische Heiligtum bezieht?

Dan. 8,17 EÜ
„Er sagte zu mir: Mensch, versteh: Die Vision betrifft die Zeit des Endes.“ Anmerkung. Die prophetische Zeitperiode der 2300 Tage (Jahre) reicht bis 1844 n. Chr., aber die von Gott eingesetzten Dienste des irdischen Heiligtums endeten schon am Kreuz. (Dan. 9,27; Matthäus 27,50.51) und das Heiligtum selbst wurde im Jahr 70 n. Chr. zerstört, als Titus Jerusalem eroberte. Eine Erklärung dieser hier erwähnten Zeitperiode ist in der vorhergehenden Bibellesung zu finden.



Weitere Bibelthemen:

6Bibelstudienreihe Teil 6: Das feste prophetische Wort
6.1Die Weissagung, warum gegeben?
6.2Nebukadnezars Traum
6.3Das Evangelium vom Reich
6.4Vier große Weltreiche
6.5Das Reich und Wirken des Antichristen
6.6Der Stellvertreter Christ
6.7Eine große prophetische Zeitperiode
6.8Die Versöhnung im Schatten und Vorbild
6.9Das Gericht
6.10Die Botschaft von der Zeit des Gerichts
6.11Der Fall des neuen Babylons
6.12Die letzte Evangeliumsbotschaft
6.13Satans Streit gegen die Gemeinde
6.14Eine große Verfolgungsmacht
6.15Dem Tier wird ein Bild gemacht
6.16Die sieben Gemeinden
6.17Die sieben Siegel
6.18Die sieben Posaunen
6.19Die orientalische Frage
6.20Die letzten sieben Plagen
6.21Das Geheimnis Gottes vollendet
6.0XGroße prophetische Zeitketten
Quellenverzeichnis:

  • Bibellesungen für den Familienkreis. Ein Studium der Bibel nach Gegenständen, systematisch geordnet für öffentlichen und privaten Gebrauch ; enthält 200 Lesungen, in denen beinahe 4000 Fragen über wichtige religiöse gegenstände beantwortet werden. Von einer großen Anzahl Bibelforschern ausgearbeitet (1923). neue, umgearb. und verm. Aufl. Brookfield, Ill. [u.a.]: Pacific Press.