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Maleachi 3,13-24

Mal 3,13 Ihr habt harte Worte gegen mich ausgestoßen!, spricht der HERR. Aber ihr fragt: »Was haben wir untereinander gegen dich geredet?«

Mal 3,14 Ihr habt gesagt: »Es ist umsonst, dass man Gott dient, und was nützt es uns, seine Ordnung zu halten und vor dem HERRN der Heerscharen in Trauer einherzugehen?

Mal 3,15 Und nun preisen wir die Übermütigen glücklich; denn die, welche Gesetzlosigkeit verüben, stehen aufrecht, und die, welche Gott versucht haben, kommen davon!«

Mal 3,16 Da besprachen sich die miteinander, welche den HERRN fürchteten, und der HERR achtete darauf und hörte es, und ein Gedenkbuch wurde vor ihm geschrieben für die, welche den HERRN fürchten und seinen Namen hoch achten.

Mal 3,17 Und sie werden von mir, spricht der HERR der Heerscharen, als mein auserwähltes Eigentum behandelt werden an dem Tag, den ich bereite; und ich will sie verschonen, wie ein Mann seinen Sohn verschont, der ihm dient.

Mal 3,18 Dann werdet ihr wieder sehen, was für ein Unterschied besteht zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.

Mal 3,19 Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein, und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der HERR der Heerscharen, sodass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt.

Mal 3,20 Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung [wird] unter ihren Flügeln [sein]; und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall!

Mal 3,21 Und ihr werdet die Gesetzlosen zertreten; denn sie werden wie Asche sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde!; spricht der HERR der Heerscharen.

Mal 3,22 Gedenkt an das Gesetz Moses, meines Knechtes, das ich ihm auf dem Horeb für ganz Israel befohlen habe, an die Satzungen und Rechte!

Mal 3,23 Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des HERRN kommt;

Mal 3,24 und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muss!

Gegenstand der Betrachtung: Maleachi 3,13-24. 

Die Botschaft des Propheten Maleachi für Gottes Endzeitgemeinde

10 aktuelle und provokative Fragen und Antworten

Liebe Leser, Liebe Leserinnen ich freue mich, über euer reges Interesse an der Botschaft, die Gott uns durch Maleachi gesandt hat. Möge Gott uns erneut durch die Betrachtung seiner Endzeitbotschaft segnen. Mögen wir dadurch vorbereitet werden, dem Herrn im Frieden und mit Freuden zu begegnen, wenn er wiederkommt. Das Thema dieser Betrachtung lautet: Trostwort für Angefochtene.

Der Studientext für diese letzte Studie ist Mal. 3,13-24

Dies ist das letzte Gespräch, das Gott mit seiner Gemeinde durch seinen Boten Maleachi führte. Wir stellen fest, es hat sich nichts geändert. Gott offenbart denen, die sich für fromm halten, ihre Versäumnisse und Schuld und die Beschuldigten fragen beleidigt und entrüstet zurück.

Gott sagt: “Ihr habt freche Reden gegen mich geführt. Und nun fragt ihr noch: “Was haben wir denn gegen dich geredet?” (Bruns) Eine andere Übersetzung sagt: “Ihr redet überheblich und anmaßend über mich, den Herrn. Doch ihr fragt: ‘Was sagen wir denn über dich?’”(Hfa). Gottes Urteil lautet: “Hart sind eure Worte gegen mich!”

Gott belauscht die heimlichen Gedanken und das Geflüster der Menschen untereinander. Es ist ihm nicht egal, was wir von ihm denken und wie wir über ihn reden. Der Psalmbeter sagt in Ps. 139,2; 4 zu Gott:“Du kennst meine Gedanken von ferne. Siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht schon wüßtest.”

Eigentlich hätte Gott schon längst das Gespräch abbrechen müssen. Ich hätte schon längst die Geduld verloren. Doch ich bin tief ergriffen, wie langmütig der Herr ist. Wie er immer wieder auf die provozierenden Gegenfragen seiner Kinder eingeht und ihnen antwortet. Obwohl bei ihnen keine Einsicht besteht, hat er noch Geduld mit ihnen. Obwohl sie ihn mit ihren Reden anklagen und belästigen, spricht er noch zu ihnen, setzt er sich noch mit ihren Gedanken und Argumenten auseinander. Noch einmal appelliert er an das Gewissen derer, die er immer noch liebt. Noch wirbt Gott um sein Volk.

Die Menschen, zu denen er spricht, kennen das Gesetz und sie haben die Weisung Gottes durch die Propheten empfangen. Es fehlt ihnen nicht an Erkenntnis. Sie haben religiöses Wissen. Doch sie erkennen ihre Schuld nicht. Ihr Gewissen ist verhärtet und stumpf geworden. Darum können sie gegen Gott und sein Wort in ungezogener Weise reden.

Wie soll Gott denen noch eine Botschaft senden können, die alles besser wissen? Wie soll sein Geist noch an denen arbeiten und Veränderungen bewirken, die hart gegen  ihn reden? Der Apostel Paulus schrieb an seinen Mitarbeiter Timotheus (1. Tim.4,1-2), dass in den letzten Zeiten Menschen vom Glauben abfallen und zu Heuchlern und Lügenredner werden, weil sie ein Brandmal im Gewissen haben. Wenn Gottes Gebote und die Propheten nicht mehr der Maßstab für unser Denken und Handeln, für unser Glauben und Hoffen sind, werden wir in die Irre gehen und Gottes Handeln mit uns und dieser Welt nicht mehr verstehen. So erging es den Israeliten in den Tagen Maleachis.

Was für eine harte Rede führten sie denn gegen Gott?

Es nützt nichts, daß man Gott dient!  Sie könnte auch als Frage formuliert werden: Welchen Gewinn bringt es, Gott zu dienen?

Wir sind gewohnt, scharf zu kalkulieren. In der modernen Welt wird alles von der Kosten-Nutzung-Rechnung bestimmt. Der wirtschaftliche Nutzen ist Trumpf. Was sich nicht rechnet, was uns keinen Gewinn bringt, wird verworfen. Die Frage nach dem Nutzen ist die Frage nach dem eigenen Vorteil. Diese Frage wird bei vielen Unternehmungen immer zuerst gestellt. Was habe ich davon? Was bringt es mir persönlich ein? Kein Wunder, daß auch im religiösen Leben nach dem eigenen Nutzen oder Vorteil gefragt wird. Welchen Gewinn bringt mir mein Glaube? Was habe ich davon, einer bestimmten Kirche anzugehören?

Wir alle haben schon so gefragt und gedacht.
Muss ich denn alles halten und tun, um ein Jünger Jesu zu sein und den Segen Gottes zu empfangen? Ist das nicht vielleicht etwas billiger zu haben? Die Evangelien berichten von einem jungen Mann, der zu Jesus kam und ihn fragte: “Was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?” Dieser Mann ist davon überzeugt, das ewige Leben durch gute Werke erwerben zu können. Für ihn ist das ewige Leben nicht ein Gnadengeschenk Gottes, sondern der Lohn für anständiges soziales Verhalten. Jesus richtete deshalb eine harte Forderung an ihn. Er sagte: “Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach!” (Mt.19,16ff).

Die Bibel sagt: “Als der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon; denn er hatte viele Güter.” Er hatte blitzschnell die Kosten-Nutzen-Rechnung aufgestellt, hat Irdisches und Himmlisches verglichen. Eine Situation, die wir auch aus unserem Glaubensalltag kennen. Wir geraten immer wieder in Situationen, in denen wir versucht sind, unsere christlichen Grundsätze um eines augenblicklichen irdischen Vorteiles oder Genußes wegen aufzugeben. Wir tauschen sie ein, weil die Angebote der Welt so verlockend klingen und uns einen sofortigen Gewinn versprechen. Erst später erkennen wir, daß wir unser himmlisches Erbe für ein Linsengericht hergegeben haben.

Was nützt mir mein Frommsein? Wenn ich dadurch eine gewünschte Arbeitsstelle nicht bekomme? Wenn ich deshalb gesellschaftlich geächtet werde? Wenn ich deswegen auf manche Lustbarkeit verzichten muß? Auch die Jünger Jesu stellten einmal die Frage, ob es sich lohne, um Jesu willen alles aufzugeben. Petrus sprach wohl für alle anderen, als er Jesus aufgeregt fragte:“Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt, was wird uns dafür gegeben?” (Matt. 19,27). War es nicht etwas dreist, hier den Nutzen so deutlich herauszustellen? Tatsache ist, die Jünger haben bei ihrer Berufung bedenkenlos sofort alles aufgegeben, um mit Jesus in eine für sie noch ungewiße Zukunft zu gehen. Ihre materielle Sicherheit, ihre familiären Bindungen, ihren Besitz, alles ließen sie hinter sich zurück. Das tun nur wenige Menschen.

Konnte Jesus  ihnen zürnen, wenn sie dieses Opfer nun erwähnten? Jesus verstand seine Jünger. Er nahm ihnen ihre Frage nicht übel. Er antwortete ganz konkret. Mt. 19,29:“Jeder, der sein Haus, seine Geschwister, seine Eltern, seine Frau, seine Kinder oder seinen Besitz zurückläßt, um mir nachzufolgen, wird dies alles hundertfach zurückerhalten und das ewige Leben empfangen.” Jesus ist also bei der Frage nach dem Nutzen der Nachfolge nicht auf beiden Ohren taub. Doch wir sollen verstehen, die Nachfolge ist kein Spekulationsobjekt und kein verdienstliches Werk. Sie ist kein Gewinnspiel. Wer Jesus nachfolgt soll und darf nicht damit rechnen, dadurch einen sofortigen Nutzen zu haben. Wer so rechnet, hat sich verrechnet.

Wer nach dem Nutzen der Frömmigkeit fragt, rutscht schnell und unerwartet in allzu irdische Bewertungen ab. Wir vergleichen unser Ergehen mit dem der weniger Frommen oder gar der Gottlosen. Wir messen daran die Vorzüge oder Nachteile unsres Glaubenslebes. Das macht uns unzufrieden, bitter und kritisch. Es hat einmal jemand gesagt: Alle Not kommt aus dem Vergleich. Die Frommen in den Tagen Maleachis stellten einen solchen Vergleich an. Sie kamen zu dem Ergebnis: Es bringt nichts, Gott zu dienen. Wir haben nichts davon, daß wir uns nach seinen Weisungen richten. Ja nicht einmal unsere Buße beeindruckt Gott. Es nützt nichts, daß wir in Trauerkleidern einhergehen und ihm dadurch zeigen, daß wir unsere Taten bereuen. So kommen sie zu der Ansicht, daß es dumm ist, Gottes Gebote zu halten.

Was ist die Ursache für diese Gesinnung?

Sie betrachteten das Leben der Gottlosen und kamen zu der Ansicht, daß es diesen besser gehen würde als ihnen. Mal. 3,15: “Wie gut haben es die Menschen, die sich gegen den Herrn auflehnen! Seit sie ihm den Rücken gekehrt haben, geht es ihnen viel besser. Sie kommen ungestraft davon, obwohl sie Gott frech die Stirn bieten!” Es handelt sich um die schon von Asaph in Psalm 73 erwähnte Anfechtung. Asaph sah das scheinbare Glück der Gottlosen und konnte nicht verstehen, warum es den Gottesverächtern so gut ging. Er bekennt: “Ich hätte beinahe an Gott gezweifelt, fast hätte ich den Glauben aufgegeben.” Aber Asaph gehörte zu den wahren Gottesfürchtigen. Er sagte: “Ich versuchte zu begreifen, warum es den Gottlosen gut und den Frommen schlecht geht, aber es war viel zu schwer für mich. Da ging ich in Gottes heiligen Tempel, und dort wurde mir auf einmal klar: entscheidend ist, wie ihr Leben endet!”

 

Die wahren Gottesfürchtigen

Diese wahren Gottesfürchtigen erwähnt auch das Buch Maleachi. Mal. 3.16 sagt:Dann aber redeten diejenigen miteinander, die noch Ehrfurcht vor dem Herrn hatten, und der Herr hörte ihnen zu” (Hfa). Andere Übersetzungen sagen: “Aber die Gottesfürchtigen trösten sich untereinander: Der Herr merkt und hört es” In Mal. 3,16 wird zum erstenmal jene Gruppe als Gemeinde in der Gemeinde sichtbar, die trotz aller Glaubensfragen und aller mitmenschlichen Probleme an Gott festhält. “Aber die Gottesfürchtigen”… Mit dieser Formulierung sind jene Glieder der Gottesgemeinde angesprochen, die trotz des scheinbaren Glückes der Gottlosen an ihrer Treue und an ihrem Vertrauen zu Gott festhalten. Diese Gottesfürchtigen sprechen mit Asaph zu Gott: “Dennoch bleibe ich immer bei dir, Du hältst mich bei der Hand. Du führst mich nach deinem Plan und nimmst mich am Ende in Ehren auf. Herr, wenn ich nur dich habe, bedeuten Himmel und Erde mir nichts. Selbst wenn alle meine Kräfte schwinden und ich umkomme, so bist du doch, Gott, allezeit meine Stärke – ja, du bist alles, was ich habe” (Ps. 73,23-26 Hfa).

Maleachi sagt von den Gottesfürchtigen, sie trösteten sich untereinander, sie redeten miteinander, und besprachen sich. Sicher taten sie das, um sich gegen den Druck von außen zu stärken und sich gegenseitig zu ermutigen. Dies mag ein Hinweis dafür sein, dass die Gottesfürchtigen nur eine kleine und wenig einflußreiche Gruppe in der Gemeinde bildeten. Wer zu dieser Gruppe gehörte, litt unter denen, die sich zwar für fromm hielten, aber eigentlich unbekehrt waren und deshalb freche Reden gegen Gott führten und seine Gerechtigkeit bezweifelten. Diesen Gottesfürchtigen gilt nun der besondere Zuspruch des Herrn. Von den anderen wendet er sich ab. Sie verfallen dem Gericht.

Es wird uns nicht gesagt, was die Gottesfürchtigen untereinander reden. Sie mögen einander gewarnt, gestärkt und ermutigt haben. Aber auch ihre Gespräche sind Gott nicht verborgen. Ist es nicht tröstlich, zu wissen, daß Gott auf das Reden der Gottesfürchtigen hört und es vernimmt? Im Urtext steht: “Jahwe horchte auf”!

Vielleicht denkt mancher: “Na endlich! Endlich ist das unfruchtbare Debattieren zum Ende gekommen. Endlich befaßt sich Gott nicht mehr mit denen, die nur mit ihm diskutieren, sich aber nicht bekehren wollen. Endlich horcht er auf das, was die Gottesfürchtigen sagen. Wenn jemand aufhorcht, dann hört er genau hin und fühlt sich angesprochen. Das Aufhorchen Gottes gibt den Gottesfürchtigen die Gewißheit, daß er nun einschreiten und zu ihrer Rechtfertigung handeln wird.

 

Das Gedenkbuch Gottes

Gott hört nicht nur auf das Reden seiner angefochtenen Kinder. Er geht noch einen Schritt weiter. Er läßt ein Gedenkbuch schreiben für die, die den Herrn fürchten und seinen Namen nicht in den Schmutz ziehen. Er handelt an ihnen, wie die Perserkönige mit denen zu tun pflegten, denen sie günstig gesonnen waren. Es gab am Königshof ein Gedenkbuch, in dem die Namen von Menschen eingeschrieben wurden, die zum Wohl des Reiches beitrugen. Ihre Werke sollten nicht vergessen werden und zur gegebenen Zeit sollten sie ihren Lohn empfangen.

Gott führt also für diejenigen, die ihn ehren und ihm vertrauen, ein Buch, in dem er ihren Glauben, ihr Hoffen und ihre Standhaftigkeit zum ewigen Gedenken einträgt. Schon Mosewußte um dieses Buch, in dem Gott die Namen der Menschen aufgeschrieben hat, die zu ihm gehören. 2. Mose 32,32. Der Psalmbeter erwähnt in Ps. 69,29 auch dieses Buch und sagt, daß darin die Namen der Menschen aufgezeichnet sind, die nach Gottes Willen leben. Der Prophet Daniel nennt in Dan. 12,1 dieses Buch und schreibt, daß alle errettet werden, deren Namen in diesem Buch stehen. Und Jesus sagte zu  seinen Jüngern nach Lk. 10,20 “Freut euch darüber, daß eure Namen im Himmel eingetragen sind!”

 

Rettung aus dem Gericht

In Mal. 3,17 steht eine großartige Zusage Gottes: “An dem Tag, wenn ich mein Urteil spreche, werden diese Menschen zu mir gehören. Ich will sie verschonen, wie ein Vater seinen Sohn verschont, der zu ihm gehalten hat. Dann werdet ihr den Unterschied sehen zwischen einem Menschen, der mir die Treue hält, und einem Gottlosen; ihr werdet erkennen, welche Folgen es hat, ob jemand mir dient oder nicht.”

Ja, es ist ein Unterschied, ob jemand Gott dient oder ob er ihm nicht dient. Mit dieser schlichten Feststellung beschreibt Gott den Unterschied zwischen Gerechten und Gottlosen. Die Gerechten sind keine fehlerlosen Menschen. Die Gottlosen sind nicht alle Bösewichte. Aber an einem entscheidenden Punkt sind sie beide total verschieden voneinander. Die einen stehen im Dienst Gottes, sie sind sein Eigentum, seine Diener, über die er verfügen kann. Die andern sind vielleicht auf ihre Weise religiös. Aber sie denken und handeln so, als ob Gott ihnen zu dienen habe. Darum sie sind anspruchsvoll. Und wenn Gott sie nicht so behandelt und segnet, wie sie es von ihm erwarten, machen sie ihm Vorwürfe. Sie hadern mit ihm über seine Wege und seine Entscheidungen. So können sie Gott nicht gefallen. Im Gericht wird ihre Gesinnung offenbar werden.

Das abschließende Gericht, werden alle unbeschadet überstehen, die im Buch des Lebens stehen. Der Herr verspricht, daß er ihrer gedenkt und dass sie an diesem Tage sein Eigentum sind. Er wird sich über sie erbarmen wie ein Vater über seinen Sohn. Im Gedenkbuch Gottes stehen die Namen der Menschen, die Ehrfurcht haben vor dem Herrn, die seinen Namen nicht beschmutzen, die Gott lieben und gehorchen, die unter der Sünde leiden, die auf Jesu Kommen warten.

An jenem Tage wird niemand übersehen können, daß es einen abgrundtiefen Unterschied gibt zwischen Gerechten und Gottlosen. In Psalm 1,6 steht: “Gott kennt den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergeht.” Wer dem Wort des Herrn trotzig sein Herz verschließt, der rennt in sein ewiges Verderben. Der Apostel Petrus schrieb in 2. Petrus 2,9: “Der Herr weiß die Gottseligen aus der Versuchung zu erlösen, die Ungerechten aber zu behalten zum Tage des Gerichts.” Gott sagt durch Maleachi: alle Verächter und Gottlosen werden an jenem Tage wie Stroh sein, das von den Flammen restlos verbrannt wird. In Psalm 1,4.5 steht: “Alle, denen Gott gleichgültig ist, sind wie dürres Laub, das der Wind verweht. Vor Gottes Gericht können sie nicht bestehen. Weil sie ihn abgelehnt haben, sind sie von seiner Gemeinde ausgeschlossen.” Am Ende wird also ganz deutlich, wem Gottes JA gehört. Die Gottlosen werden also erst bei der Endabrechnung und nicht vorher vom Feuer verzehrt. Eine gegenwärtige Hölle gibt es nicht. Erst an jenem großen Gerichtstag wird das Feuer vom Himmel fallen und alle zu Recht verurteilten Menschen für immer vernichten. Die Gottesfürchtigen erhalten aber eine großartige Zusage: Mal. 3,20! “Für euch aber, die ihr mir die Treue gehalten habt, wird an jenem Tage die Rettung kommen, wie am Morgen die Sonne aufgeht. Ihr werdet endlich Hilfe finden und vor Freude springen wie Kälber, die aus dem Stall auf die Weide hinaus dürfen!” (Hfa).

Wer schon einmal ein Lamm oder Kälbchen kurz nach der Geburt mit allen Vieren zugleich in die Luft springen sah, der weiß, es gibt kaum einen schöneren Vergleich für überschäumende Freude. Wenn Gottes großer Tag kommt, wird die Nacht der Sünde für immer vorüber sein. Gottes Herrlichkeit wird alles durchstrahlen und einen neuen Tag bringen, der keine Nacht mehr kennt. So wie die Strahlen der Sonne der Erde Wärme, Licht, Leben, Wachstum und Gesundheit schenken, so wird die ewige Sonne der göttlichen Gerechtigkeit alle Wunden heilen und alle Macht der Finsternis überwinden. Mit diesem Ausblick auf das ewige Heil tröstet Gott die Angefochtenen, damit sie in der gegenwärtigen Zeit nicht an seinem endgültigen Sieg und an seiner Gerechtigkeit irrewerden. Das ist ein Ausblick, der auch uns anspornt, in Treue und Liebe Gott zu dienen und voller Mut und Zuversicht auf Jesu Wiederkunft zu warten.

 

Gottes letzte Mahnung

Die letzten drei Verse im Buch Maleachi enthalten Gottes letzte Mahnung an seine Gemeinde, die den Tag des Gerichts zu erwarten hat. Gott fordert uns auf, unseren Glauben unverrückbar auf das Gesetz und die prophetische Weisung zu gründen. Im großen Perserreich begann der synkretistische Prozeß der Reigionen. Damals wurde zum erstenmal der gigantische Versuch unternommen, alle Religionen u einer Welteinheitsreligion zu verschmelzen. In dieser Religion konnte dann jeder nach seiner Fasson selig werden.

Um dem gefährlichen Sog widerstehen zu können, sammelten die Juden die Schriften des Alten Bundes: Das Gesetz und die Propheten.In der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts nach Christus begann im römischen Reich der gleiche religiöse Verschmelzungsprozeß. Um sich gegen den Synkretismus, jene gefährliche Religiosmischerei zu schützen, und den Einfluß der Gnosis zu verhindern, sammelte die Gemeinde die Evangelien und die Briefe der Apostel im Kanon des Neuen Testamentes. So wurde die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes die alleinige Richtschnur für Glaube und Leben. Gottes Endzeitgemeinde ist aufgerufen, an dieser Grundlage des Glaubens festzuhalten, um der antichristlichen weltweiten Verführung widerstehen zu können.

Wohl dem, der allezeit mit dem Psalmbeter bekennt:“Ich will rühmen Gottes Wort. Auf Gott will ich hoffen und mich nicht fürchten” (Ps. 56,5) Jeder, der auf Gottes Wort hört und sich darauf verläßt und diesem Wort gehorcht, wird am Tage des Gerichts gerettet werden.

Der Tag, an dem Gott seine Gerechtigkeit im Gericht vor aller Welt bezeugen wird, kommt nicht ohne die Vorwarnung durch einen zweiten Elia. Gott sagt: “Noch bevor der große und schreckliche Tag kommt, an dem ich mein Urteil vollstrecke, sende ich den Propheten Elia zu euch. Er wird Eltern und Kinder wieder miteinander versöhnen, damit ich nicht das ganze Volk vernichten muß, wenn ich komme.”

Elia kommt nicht, um zu zerstören und zu vernichten. Elia kommt um ein rettendes Werk, der Erweckung, der Bekehrung und der Reformation zu vollbringen. “Er bekehrt das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu den Vätern”. Es geht um unser Herz. Das war allzeit Gottes Botschaft an sein Volk. In Jer. 4,14 steht: “Wasche dein Herz von deiner Bosheit”! In Jes. 29,13 steht die Klage Gottes: “Ihr Herz ist ferne von mir!” Und durch den Propheten Hesekiel verheißt Gott: “Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen.” (Hes.36,26). Das neue Herz ist jenes Herz, das den Willen Gottes gerne tut. Gott sagt: “Ich will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.”

 

EGW schrieb zu den Versen in Maleachi 3,23,24 folgenden Kommentar:

„Kurz vor dem Kommen Christi beruft Gott Männer, die ein Volk vorbereiten, am großen Tag des Herrn zu bestehen…. Unsere Botschaft soll nicht eine Botschaft des Friedens und der Sicherheit sein. Als ein Volk, das an die baldige Erscheinung Christi glaubt, haben wir eine Entscheidungsbotschaft zu verkündigen: Mache dich auf, begegne deinem Gott!… In diesen Tagen des weltweiten Abfalls ruft Gott seine Botschafter auf, sein Gesetz im Geist und in der Kraft des Elia zu verkündigen. So wie Johannes der Täufer ein Volk für das erste Kommen Christi vorbereitete, so müssen auch wir die Botschaft verkündigen, ‚Fürchtet Gott und gebet ihm die Ehre, denn die Zeit seines Gerichtes ist gekommen.‘ Mit dem Ernst, der den Propheten Elia auszeichnete, müssen wir kämpfen, den Weg für das zweite Kommen Christi vorzubereiten.“  (ABC) Band 7 A. Seite 118

Durch dieses reformatorische Werk der Bekehrung bereitet Gott sein Volk für Jesu Wiederkunft vor. Alt und Jung werden im Dienste Gottes vereint sein und das Kommen des Herrn verkündigen. Gott sei Dank, daß wir dieses Werk bei uns erleben und daran teilhaben dürfen.

Das heutige Studium machte uns erneut bewußt, daß es in Gottes Endzeitgemeinde am Ende der Tage zwei Gruppen geben wird, die einander gegenüberstehen werden.Diese beiden Gruppen unterscheiden sich deutlich voneinander. Die erste Gruppe hat folgende Merkmale: Von der 2.Gruppe wird gesagt:

sie dienen Gott nicht

sie verachten Gottes Weisung

sie bereuen ihre bösen Taten nicht

sie lehnen sich gegen den Herrn auf

sie kehren Gott den Rücken zu

 sie dienen Gott

sie haben Ehrfurcht vor Gott

sie halten Gott die Treue

sie richten sich nach Gottes Geboten

sie trösten sich untereinander

Zu welcher Gruppe gehörst du jetzt? Zu welcher Gruppe willst du am Ende der Tage gehören?