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„… wer borgt, ist der Knecht des Gläubigers.“
Sprüche 22,7

1. Welche allgemeine Regel nennt die Bibel zur Erfüllung unserer Verbindlichkeiten?

„Gebt allen, was ihr ihnen schuldig seid, sei es Steuer oder Zoll, sei es Furcht oder Ehre. Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer. Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt.“ Röm. 13,7-8 EÜ  

 

2. In welchem Zustand befindet sich der Mensch, der borgt?

„Der Reiche herrscht über die Armen, und wer borgt, ist der Knecht des Gläubigers.“ Sprüche 22,7

 

3. Bis zu welchem Grad ist man für das Geborgte verantwortlich?

„War der Eigentümer aber anwesend, so braucht der andere keinen Ersatz zu leisten. Ist er Taglöhner, so geht es von seinem Lohn ab.“ 2.Mo. 22,14 EÜ

 

4. Warum war der Jüngling zu Elisas Zeiten so besorgt wegen des Verlustes des Eisens der Axt?

„Und als einer einen Stamm fällte, fiel ihm das Eisen ins Wasser. Und er schrie: O weh, mein Herr! Und dazu ist‘s noch entliehen!“ 2.Kön. 6,5 Lu84

 

5. Welches Wunder wirkte Elisa zur Wiedererlangung des Eisens?

„Aber der Mann Gottes sprach: Wo ist‘s hingefallen? Und als er ihm die Stelle zeigte, schnitt er einen Stock ab und stieß dahin. Da schwamm das Eisen.“ 2.Kön. 6,6 Lu84

Anmerkung: Hieraus ersehen wir Gottes Bereitschaft, denen zu helfen, die aufrichtig darum bemüht sind, ihren Verbindlichkeiten nachzukommen.

 

6. Wie geht ein guter und barmherziger Mensch damit um?

„Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leiht und das Seine tut, wie es recht ist!“ Ps. 112,5 Lu84

 

7. Was sollten die gern annehmen, denen es an Vorsicht in geschäftlichen Angelegenheiten fehlt?

„Wer Zucht verwirft, gerät in Armut und Schande, wer aber auf Zurechtweisung achtet, kommt zu Ehren.“ Sprüche 13,18

Anmerkung: Diejenigen, die aus Mangel an natürlicher Fähigkeit in Geschäftsangelegenheiten beständig in Schulden geraten, sind weise, wenn sie sich bei solchen Rat einholen, die darin mehr Weisheit besitzen.

 

8. Welches Gleichnis Christi lehrt Vorsicht in Geschäftsangelegenheiten?

„Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er die Mittel hat zur gänzlichen Ausführung, damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und es nicht vollenden kann, alle, die es sehen, über ihn zu spotten beginnen und sagen: Dieser Mensch fing an zu bauen und konnte es nicht vollenden!“ Lk. 14,28-30

 

9. Wie wurden die Mittel für den Bau der Stiftshütte aufgebracht?

„Mose redete: Bringt aus eurer Mitte eine freiwillige Gabe für den Herrn; jeder, den sein Herz dazu treibt, der soll sie bringen, die freiwillige Gabe für den Herrn, nämlich Gold, Silber und Erz, blauen und roten Purpur und Karmesin, weißes Leinen und Ziegenhaar, rötliche Widderfelle, Seekuhfelle und Akazienholz, und Öl für den Leuchter und Spezerei für das Salböl und für wohlriechendes Räucherwerk, Onyxsteine und Steine zum Besatz für das Ephod und für das Brustschild. 2.Mo. 35,4-9

 

10. Welche Vorkehrung traf David für den Bau des Tempels?

„Ich aber habe mit all meiner Kraft für das Haus meines Gottes beschafft: Gold für goldene, Silber für silberne, Erz für eherne, Eisen für eiserne, Holz für hölzerne Geräte, Onyxsteine und Steine für Einfassungen, Steine zur Verzierung und farbige Steine und allerlei Edelsteine und weiße Marmorsteine in Menge.“ 1.Chronik 29,2

 

11. Wie reagierte das Volk darauf, zum Tempelbau beizusteuern?

„Da erzeigten sich die Obersten der Vaterhäuser, die Obersten der Stämme Israels, die Obersten der Tausendschaften und der Hundertschaften und die Obersten über die Geschäfte des Königs willig; … Und das Volk freute sich über ihr freiwilliges Geben; denn sie gaben es dem Herrn von ganzem Herzen, freiwillig. Und auch der König David war hocherfreut.“ 1.Chronik 29,6-9

 

12. Welche Vorkehrung traf der König Joas, um die notwendigen Mittel zur Wiederherstellung des Tempels zu bekommen?

„Und Joas sprach zu den Priestern: Alles Geld der Weihegaben, das in das Haus des Herrn gebracht wird: das Geld jedes Gemusterten, das Geld der Seelen, das jeder nach seiner Schätzung gibt, auch alles Geld, das jemand freiwillig ins Haus des Herrn bringt.“ 2.Kön. 12,5

 

13. Was tat man, als es sich nach 16 Jahren herausstellte, dass mit der Wiederherstellung noch nicht begonnen worden war?

„Da nahm Jojada, der Priester, eine Lade und bohrte ein Loch in ihren Deckel, und er stellte sie zur rechten Hand neben den Altar, wenn man in das Haus des Herrn geht. Und die Priester, welche die Schwelle hüteten, legten alles Geld hinein, das zum Haus des Herrn gebracht wurde.“ 2.Kön. 12,10

 

14. Was tat man mit dem Geld, das in dieser Wiese zusammengebracht wurde?

„Wenn sie dann sahen, dass viel Geld in der Lade war, dann kamen die Schreiber des Königs und der Hohepriester herauf und banden das Geld zusammen und zählten, was im Haus des Herrn gefunden wurde.“ 2.Kön. 12,11

Anmerkung: Diese Beispiele geben uns gute Lehren betreffs der Unterstützung von Missionsunternehmungen mit Geldmitteln. Es ist bemerkenswert, dass in jedem hier angeführten Fall die Mittel aufgebracht wurden, ehe man mit dem Bauen begann. Es entstanden deshalb auch keine Schulden. Dies ist ein ausgezeichneter Plan, der bei allen Geschäftsangelegenheiten befolgt werden sollte. „Schulden! Nichts wirkt verderblicher auf den Charakter als gerade dies. Die traurigen Berichte von Veruntreuungen, Unterschlagungen und betrügerischem Bankrott, denen wir so beständig in der Tagespresse begegnen, sind oft, ja meistens, die Folge von dem verderblichen Einfluss der Schulden und den darauf folgenden verzweifelten Versuchen, von denselben loszukommen. Die finanziellen Stützen haben nachgegeben. Schulden ruinieren so viele Haushalte und zerstören so viele feine Charaktere wie der Alkohol. Sie sind die Hypothek des Teufels auf die Seele, und er steht bereit, sie für verfallen zu erklären. Bezahlt eure Rechnungen. Seht jedermann ins Angesicht mit dem Bewusstsein, dass ihr der Welt nicht mehr schuldet als sie euch schuldet. Schuldet nichts als Liebe, und selbst dann seht danach, dass ihr mit Liebe zahlt und dass die Zahlungen häufig gemacht werden.” Talmage   „Dieses Schuldenmachen ist eine große Ursache der Unehrlichkeit. … Junge Männer sind im Schuldenmachen ziemlich unverschämt, und das Übel verbreitet sich durch alle Gesellschaftsschichten. Die Wünsche werden immer ausschweifender und luxuriöser, ohne dass eine entsprechende Zunahme an Mitteln da ist, um sie zu befriedigen. Aber sie werden dennoch befriedigt, und es werden Schulden gemacht, die später wie ein Mühlstein am Hals hängen. … Das Sicherste ist, man kauft nichts auf Rechnung und macht nie Schulden; und sollte man doch Schulden haben, so suche man dieselben so schnell wie möglich loszuwerden. Ein Mensch, der Schulden hat, ist nicht sein eigener Herr; er ist dem Gläubiger auf Gnade und Ungnade ergeben. Kein Mensch kann frei sein, der Schulden hat. Die unausbleibliche Wirkung von Schulden ist nicht nur eine Beeinträchtigung der persönlichen Unabhängigkeit, sondern mit der Zeit auch sittliche Erniedrigung. Der Schuldner ist beständigen Demütigungen ausgesetzt.” „Thrist”, von Samuel Smiles, S. 243.247  Eine Dame aus Chicago, die 50 Jahre lang glücklich verheiratet war, hat folgendes über dieses Thema zu sagen: „Ich weiß, warum John und ich 50 Jahre in einer glücklichen Ehe gelebt haben. Zuerst haben wir es uns zur Regel gemacht, keine Schulden zu machen. Ich habe 68 Jahre in Chicago gewohnt und habe während dieser Zeit keiner Person auch nur einen Cent geschuldet. … Ich glaube, dass viel Elend dadurch verursacht wird, dass man mehr ausgibt, als man verdient. Wir haben die Regel befolgt, zu kaufen, was wir uns gut leisten können, aber nicht mehr.”

15Bibelstudie Teil 15: Ermahnungen und Warnungen
15.1Stolz
15.2Selbstsucht
15.3Geiz und Habsucht
15.4Schulden
15.5Ansehen der Person
15.6Abfall
15.7Unglaube
15.8Richten
15.9Schwatzen und Verleumden
15.10Neid, Eifersucht und Haß
15.11Heuchelei
15.12Gefahr der Verwerfung des Lichts
15.13Die gerechte Belohnung
Quellenverzeichhnis
  • Bibellesungen für den Familienkreis. Ein Studium der Bibel nach Gegenständen, systematisch geordnet für öffentlichen und privaten Gebrauch ; enthält 200 Lesungen, in denen beinahe 4000 Fragen über wichtige religiöse gegenstände beantwortet werden. Von einer großen Anzahl Bibelforschern ausgearbeitet (1923). neue, umgearb. und verm. Aufl. Brookfield, Ill. [u.a.]: Pacific Press.