Menü

„Wo ist Weh? Wo ist Leid? … Wo man lange beim Wein sitzt.“

Sprüche 23,29.30

1. Was wird in der Heiligen Schrift vom Wein gesagt?

„Der Wein macht zum Spötter, das starke Getränk macht wild, und keiner, der sich damit berauscht, wird weise.“ Sprüche 20,1

Anmerkung: Alle alkoholischen Getränke haben eine täuschende Wirkung. Sie scheinen Stärke zu geben, aber tatsächlich verursachen sie Schwäche. Sie scheinen Hitze zu erzeugen, aber sie erniedrigen die Körpertemperatur. Sie scheinen Lebenskraft mitzuteilen, aber zerstören das Leben. Sie scheinen das Glück zu fördern, verursachen aber das größte Unglück und Elend. Der Unmäßigkeit kann viel von dem Elend der Welt zugeschrieben werden.  

 

2. Was ist eine der Folgen von Unmäßigkeit?

„Sei nicht unter den Säufern und Schlemmern; denn die Säufer und Schlemmer verarmen.“ Sprüche 23,20-21 Lu84

 

3. Was sind andere schlimme Folgen der Unmäßigkeit?

„Hurerei, Wein und Most nehmen den Verstand weg.“ Hos. 4,11 Elb „Aber auch diese taumeln vom Wein und schwanken vom Rauschtrank: Priester und Prophet sind vom Rauschtrank berauscht, vom Wein benebelt, sie taumeln vom Rauschtrank; sie sehen nicht mehr klar, urteilen unsicher.“ Jes. 28,7

Anmerkung: „Eine der trügerischsten Wirkungen dieses vielseitigen Stoffes ist die, dass er ein Verlangen nach mehr davon erzeugt, während er gleichzeitig den Willen schwächt, der diesem Verlangen widerstehen könnte.” Dr. Williams

 

4. Zu welcher Art von Sünden wird die Trunkenheit gerechnet?

„Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und Ähnliches mehr.“ Gal.  5,19-21 EÜ

 

5. Was begleitet gewöhnlich die Unmäßigkeit?

„Wo ist Weh? Wo ist Leid? Wo ist Zank? Wo ist Klagen? Wo sind Wunden ohne jeden Grund? Wo sind trübe Augen? Wo man lange beim Wein sitzt und kommt, auszusaufen, was eingeschenkt ist.“ Sprüche 23,29.30 Lu84

 

6. Welche Wirkung haben alkoholische Getränke auf die Leute?

„Schau nicht darauf, wie der Wein rötlich schimmert, wie er im Becher perlt! Er gleitet leicht hinunter; zuletzt aber beißt er wie eine Schlange und sticht wie eine Otter!“ Sprüche 23,31-32

Anmerkung: Die Wirkungen alkoholischer Getränke werden im „American Prohibition Year Book” von 1912, S. 26-27, folgendermaßen beschrieben: „Auf die Person: Alkoholische Getränke, ob gegoren, gebraut oder destilliert, sind giftig, vermehren sehr die Möglichkeit des ungünstigen Ausgangs in Krankheitsfällen, schwächen und zerrütten den Verstand, verunreinigen die Neigungen, verhärten das Herz, verderben die Sitten und hinterlassen der Nachkommenschaft einen entarteten Körper und Charakter.” „Auf die Familie: Stören und vernichten ihren Frieden, ihren Wohlstand und ihr Glück und entfernen somit die Grundlage einer guten Regierung und nationalen Gedeihens.” „Auf das Gemeinwesen: Erzeugen Sittenverderbnis, Laster und Gottlosigkeit, vereiteln die Wirksamkeit religiösen Wirkens und aller angewandten Mittel zur geistlichen Erhebung, Sittenreinheit, gesellschaftlichen Glücks und dem ewigen Wohlergehen der Menschen.” „Auf den Staat: Fördern Verbrechen und Armut, lähmen Sparsamkeit und Fleiß, verderben die Politik, die Gesetzgebung und die Durchführung der Gesetze.” Alkohol trägt dazu bei, die höheren Formen der Zellen, diejenigen, die Direkt in den Lebensvorgang einbegriffen sind, besonders die zarten Gehirnzellen, zu zerstören und sie mit unbrauchbarem, schädlichem Zellgewebe zu ersetzen. „Die Nachkommen von solchen, die Alkohol konsumieren, weisen eine hoffnungslos zerrüttete Lebenskraft auf, wie körperliche Verunstaltungen und Nervenkrankheit, die die ernsten Formen von Chorea major, Kinderkrämpfen, Epilepsie oder Wahnsinn annehmen mag.” „Alcohol”, von Dr. Williams, S. 40

 

7. Inwieweit ist die Unmäßigkeit die Ursache von Verbrechen?

Anmerkung: Ein Oberrichter Englands hat erklärt: „Wenn bis auf die wirkliche Ursache zurückgeführt, können neun Zehntel der in England und Wales begangenen Verbrechen auf das Trinken zurückgeführt werden.” „Alcohol”, von Dr. Williams

 

8. Was kann vom Tabakgenuss gesagt werden?

Dass der Tabak ein starkes Gift und sein Gebrauch äußerst schädlich ist.

Anmerkung: „Das Tabakgift ist außer der Blausäure das gefährlichste Gift, das die Chemiker kennen.” M. Orfila, Vorsteher der medizinischen Akademie, Paris „Der Tabak ist in unseren Schulen und Kollegs verheerend, er hindert Körper und Geist am Wachstum.” Dr. William Parker „Ich zögere nicht, den Tabak bei jungen Männern als ein Übel und nur als ein Übel zu bezeichnen, sowohl körperlich, geistlich und auch sittlich.” Edward Hitchcock von Amherst College „Der Gebrauch von Zigaretten beeinflusst das Nervensystem und zerstört die Fähigkeit des jungen Menschen, der Versuchung zu widerstehen, und deshalb wird er leicht ein Opfer jener Angewohnheiten, die nicht nur seinen Geist und seine Seele zerstören, sondern ihn auch unwiderstehlich zur Übertretung der staatlichen Gesetze verleiten.” Geo. Torrance, Vorsteher des Staatsgefängnisses in Illinois Der Gebrauch von Tabak ist allgemein von entsittlichender Wirkung und führt zur Bildung eines Verlangens nach alkoholischen Getränken. Er stammt von den Eingeborenen Nordamerikas, den Indianern, her. Als Kolumbus im November 1492 die Insel Kuba entdeckte, sandte er zwei Matrosen ans Land, um sie auszukundschaften, die bei ihrer Rückkehr außer vielen befremdlichen und merkwürdigen Entdeckungen berichteten, dass die Eingeborenen angezündete Feuerbrände bei sich trugen und Rauch aus ihrem Mund und ihrer Nase bliesen, und dass sie dachten, dass dies die Art und Weise sei, in der die Wilden sich parfümierten. Später erklärten sie, dass sie sahen, wie „die nackten Wilden große Blätter zusammen drehten und wie Teufel rauchten.” Die Angewohnheit des Rauchens, die von den wilden Barbaren Amerikas herstammte, wurde einige Jahre später in Europa eingeführt und nicht nur von den unteren Gesellschaftsschichten sondern auch von den hohen schnell angenommen, so dass sich selbst Fürsten und Edle dieser neuen Berauschung hingaben. Seither ist sie allgemein üblich geworden.

 

9. Wo fängt oft die Unmäßigkeit an?

Die Unmäßigkeit fängt oft im Heim an. Viele, die nicht daran denken würden, Weine oder andere alkoholische Getränke von irgendeiner Sorte auf ihren Tisch zu stellen, belasten sich mit Speisen, die einem Durst nach starken Getränken erwecken – mit starken Tee und Kaffee, schädlichen Gewürzen, reichhaltigem Backwerk, stark gewürzten Speisen und dergleichen mehr.

 

10. Was werden die Trunkenbolde samt den anderen Übeltätern einmal nicht ererben?

„Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben.“ 1.Kor. 6,9-10

17Bibelstudie Teil 17: Gesundheit und Mäßigkeit
17.1Gute Gesundheit
17.2Christliche Mäßigkeit
17.3Die Übel der Unmäßigkeit
17.4Der Fluch der Welt
17.5Biblische Ermahnungen
17.6Wahre Mäßigkeitsreform
Quellenverzeichhnis
  • Bibellesungen für den Familienkreis. Ein Studium der Bibel nach Gegenständen, systematisch geordnet für öffentlichen und privaten Gebrauch ; enthält 200 Lesungen, in denen beinahe 4000 Fragen über wichtige religiöse Gegenstände beantwortet werden. Von einer großen Anzahl Bibelforschern ausgearbeitet (1923). Oben verwendete Quelle wurde von Gihon Publishing (2013) überarbeitet.