Menü
Maleachi 2,10-16
Mal 2,10 Haben wir nicht alle einen Vater? Hat uns nicht ein Gott erschaffen? Warum sind wir denn so treulos, einer gegen den anderen, und entweihen den Bund unserer Väter?

Mal 2,11 Juda hat treulos gehandelt und einen Gräuel verübt in Israel und Jerusalem; denn Juda hat das Heiligtum des HERRN entweiht, das er liebte, und hat die Tochter eines fremden Gottes geheiratet.

Mal 2,12 Der HERR wird dem Mann, der so etwas tut, ausrotten aus den Zelten Jakobs, was sich regt und redet, auch den, der dem HERRN der Heerscharen eine Opfergabe darbringt!

Mal 2,13 Und zum anderen tut ihr auch das: Ihr bedeckt den Altar des HERRN mit Tränen, mit Weinen und Seufzen, sodass er sich nicht mehr zu der Opfergabe wenden und sie nicht mit Wohlgefallen aus euren Händen annehmen mag.

Mal 2,14 Und ihr fragt: »Warum?« Weil der HERR Zeuge war zwischen dir und der Frau deiner Jugend, der du nun untreu geworden bist, obwohl sie deine Gefährtin und die Frau deines Bundes ist!

Mal 2,15 Und hat Er sie nicht eins gemacht, ein Überrest des Geistes für Ihn? Und wonach soll das eine trachten? Nach göttlichem Samen! So hütet euch denn in eurem Geist, und niemand werde der Frau seiner Jugend untreu!

Mal 2,16 Denn ich hasse die Ehescheidung, spricht der HERR, der Gott Israels, und dass man sein Gewand mit Frevel bedeckt, spricht der HERR der Heerscharen; darum hütet euch in eurem Geist und werdet nicht untreu!

Gegenstand der Betrachtung: Maleachi 2,10-16.

 Die Botschaft des Propheten Maleachi für Gottes Endzeitgemeinde

10 aktuelle und provokative Fragen und Antworten

Einleitung:
Liebe Leser und Leserinnen, unser Studientext für diese Bibelausarbeitung ist Mal. 2,10-16.  Dieser Text befasst sich mit einem sozialen Verhalten, das in der modernen Gesellschaft immer weniger beachtet wird. Es geht um die eheliche Treue, um Scheidung und das Zusammenleben mit ungläubigen Partnern. Wir werden heute Nachmittag die Ehe im Lichte Gottes betrachten.

Wenn wir bedenken, daß z.B. in Deutschland jede zweite Ehe geschieden wird und immer häufiger ältere Männer ihre Frauen verstoßen, um wesentlich jüngere Frauen zu heiraten, dann erkennen wir, wie wichtig dieses Thema ist. Wie oft gehen Ehen auseinander, von denen ,man glaubte, sie würden für immer halten. Die Scheidungsquote beträgt nahezu 50 Prozent. Die klassischen Dichter sprachen noch davon, wer heiraten wolle, strebe dem Hafen der Ehe zu. Heute sieht es so aus: Kaum angekommen, beginnen die Hafenrundfahrten. Oder anders ausgedrückt: Viele Partner landen gar nicht mehr im Hafen, sondern bleiben bei Wind und Wellen auf hoher See. Und dort kommt es vielfach zum Kentern.

Ich freue mich, dass ihr bereit seid, um Gottes Wort zur Ehe und sein Urteil über eheliche Untreue zu lesen und zu bedenken. Möge unser heutiges Studium für jeden von uns eine göttliche Wegweisung zu einem glücklichen und gesegneten Eheleben werden.

I. Gott wünscht keine Ehe mit Ungläubigen

Die Ehe hat bei allen Völkern eine soziale Bedeutung für das gesellschaftliche Leben und die Wohlfahrt des Staates. Ist die Ehe nicht intakt, ist sie gefährdet oder gar zerstört, so ist das ganze Volk in Gefahr. Doch für das Volk Gottes hat die Ehe eine viel größere Bedeutung. Gott schloß mit seinem Volk einen Bund. Das Volk Gottes hat darum nicht nur an seinen äußeren Bestand zu denken. Es ist zur Bundestreue gegenüber Gott aufgerufen.

Welch große Bedeutung die Ehe für Gott hat, zeigt sich darin, dass er sie zum Sinnbild für sein Verhältnis zu uns Menschen gemacht hat. Gott selbst vergleicht und beschreibt sein Bundesverhältnis zu dem von ihm erwählten Volk mit einer Ehe. Wir wollen uns dieses einzigartige Liebes- und Treueverhältnis Gottes zu seiner Gemeinde etwas genauer ansehen:

In besonders schöner und ergreifender Weise wird dieses eheliche Liebesverhältnis Gottes zu seinem Volk durch den Propheten Hosea ausgesprochen. Hos. 2,21-22:

Die Ehe, die ich an diesem Tag mit dir, Israel, schließe, wird ewig bestehen. Ich schenke dir Liebe und Barmherzigkeit, ich schütze dich und helfe dir, immer werde ich dir treu sein und dich nie verlassen. Daran wirst du erkennen, daß ich der HRR bin!” (Hfa).

Durch den Propheten Jesaja spricht Gott in Kp. 54,5.10. “Denn der Herr, der dich erschaffen hat, ist dein Ehemann. Er heißt “der Herr, der allmächtige Gott”. Er ist der heilige Gott Israels, dein Erlöser, und der Gott der ganzen Welt. Meine Liebe zu dir wird nie erschüttert und mein Friedensbund mit dir wird niemals wanken. Das verspreche ich, der Herr, der dich liebt!” (Hfa).

Und in Jesaja 62 wird diese wunderbare Liebesgemeinschaft zwischen Gott und seiner Gemeinde in den Versen 4 und 5 noch einmal bezeugt: Gott spricht: “Du heißt dann meine Liebste… Denn der Herr wird dich lieben und sich über dich freuen…Wie ein Bräutigam sich an seiner Braut freut, so wird dein Gott sich über dich freuen.” (Hfa).

Die Ehe als Sinnbild für die Beziehung Gottes zu seiner Gemeinde finden wir auch im Neuen Testament. Hier erscheint Christus als der himmlische Bräutigam und die Gemeinde als seine Braut. Der Apostel Paulus schrieb an die Gemeinde in 2. Kor. 11,2:  “Wie eine Braut sollt ihr nur einem einzigen Mann gehören. Denn ich habe euch mit Christus verlobt, dem ich euch wie ein Brautvater zuführen möchte.” (Hfa).Der Apostel ergänzt diese Aussage in Eph. 5,32 mit den Worten: “Das ist ein großes Geheimnis. Denn für mich zeigt sich an der Ehe beispielhaft die Verbindung zwischen Christus und seiner Gemeinde.”

In der Offenbarung wird deshalb die erlöste Gemeinde als die Braut des Lammes bezeichnet, die sich über den Hochzeitstag freuen darf, der die endgültige

Vereinigung mit Christus bringen wird. Offb. 19,7: “Wir wollen uns darüber freuen, jubeln und Gott ehren. Jetzt ist der große Hochzeitstag des Lammes gekommen; seine Braut ist bereit! In feines, strahlend weißes Leinen durfte sie sich kleiden.” (Hfa).

Die zarten Liebeslieder, die wir im Hohenlied Salomos finden, wären niemals in den biblischen Kanon des Alten Testamentes aufgenommen worden, hätte man nicht schon in ältester Zeit in diesen Texten eine bildhafte Beschreibung der Beziehung gesehen, die der himmlischen Bräutigam zu seiner Gemeinde hat.

Als Angehörige der Gottesfamilie haben wir eine besondere Würde und eine große Verpflichtung. Wir haben unserem Bundesgott unter allen Umständen die Treue zu halten. Wer den Bund mit Gott bricht, der handelt auch treulos gegen seinen Bruder und gegen die ganze Gemeinde des Herrn. Wer den Ehebund bricht, der ein Sinnbild für Gottes Liebesbund zu seiner Gemeinde ist, der bricht damit auch den Bund, den Gott mit seinem Volk geschlossen hat. Wir müssen erkennen, dass Sünde keine Privatsache ist, die niemand etwas angeht. Der untreue Ehepartner belastet mit seiner Untreue die ganze Gemeinde. Gottes Heiligtum wird entweiht, wenn Glieder des auserwählten Volkes eine Ehe mit heidnischen, ungläubigen Frauen eingehen. Jede Ehe mit einem Ungläubigen ist Verrat an Gottes Sache, weil dadurch sein Volk unter den Einfluß fremder Götter und eines fremden Geistes kommt. Eine solche Ehe bringt die Gefahr des Abfalls, der inneren Entfremdung von Gott mit sich.

Darum gab Gott bereits durch Mose folgende Anordnung für den Umgang mit den heidnischen Völkern – 5.Mo. 7,3: F0 7 “Geht keine Ehe mit ihnen ein! Verheiratet eure Töchter nicht mit ihren Söhnen, und nehmt ihre Töchter nicht als Frauen für eure Söhne! Sonst werden sie eure Kinder dazu verführen, dem Herrn den Rücken zu kehren und anderen Göttern zu dienen.” (Hfa). In 2.Mo. 34,15-16 steht: “Schließt niemals einen Bund mit den Bewohnern des Landes! Denn sie haben sich ihren Götzen an den Hals geworfen und bringen ihnen Opfer dar. Sie könnten euch einladen, an ihren Opfermahlzeiten teilzunehmen. Ihr würdet vielleicht eure Söhne mit ihren Töchtern verheiraten, und diese Frauen würden eure Söhne dazu verführen, den anderen Göttern nachzulaufen” (Hfa).

Irrglaube und Unglaube stecken an. Von Salomo wird berichtet, wie er durch die Heirat von heidnischen Frauen zum Abfall von Gott verführt wurde. In 1.Kön. 11,1; 4-5 lesen wir: “Der König Salamo liebte viele ausländische Frauen….und als er nun alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden Göttern zu, so daß sein Herz nicht ungeteilt bei dem Herrn, seinem Gott, war. So diente Salomo der Göttin Astarte und dem Milkom, dem greulichen Götzen der Ammoniter.” Salomos Verhältnis zu Gott zerbrach, als er sich durch die heidnischen Frauen beeinflussen ließ.

Diese Frauen waren “Töchter eines fremden Gottes”. Sie waren nicht Kinder des lebendigen Gottes, des Bundesgottes Israels. Sie hatten einen anderen Ursprung und brachten andere Verpflichtungen, Traditionen und Gewohnheiten mit. Sie besaßen ein falsches Gottesbild, das ihr tägliches Leben beeinflußte und auch das Denken derer veränderte, die mit ihnen zusammenlebten.

Die Ehe ist eben nicht nur eine leibliche Gemeinschaft oder eine Gütergemeinschaft. Die Ehe ist nicht nur ein Bund zweier Menschen, die einander zugeneigt sind. Die Ehe ist zutiefst auch eine Gemeinschaft des Glaubens. Es gilt hier, folgende wichtige Erkenntnis festzuhalten: Ein Kind Gottes muss bei der Wahl des Ehepartners darauf achten, dass seine Ehe nicht einen anderen Geist in sein Leben bringt. Die irdische Liebe ersetzt nicht das Feuer des Geistes, das Jesus durch den Heiligen Geist in seinen Nachfolgern entzündete.

Wer den Bund mit Gott eingegangen ist, wer ein Kind Gottes geworden ist, weil er Jesus im Glauben aufgenommen und ihm sein Leben übergeben hat, der wird bei der Wahl des Ehepartner darauf achten, dass seine Beziehung zu Gott nicht durch eine falsche Partnerwahl gefährdet oder gar behindert wird. E.G. White schrieb: „Der Teufel weiß zu gut, dass der Hochzeitstag vieler junger Menschen gleichzeitig das Ende ihrer Glaubenserfahrung und geistlichen Brauchbarkeit ist.“

Der Apostel Paulus hat darum in unmissverständlichen Worten die Gemeinde vor einer unerlaubten Verbindung mit den Ungläubigen gewarnt. Siehe 2.Kor. 6,14-18

Wie rechtfertigten die Menschen in Maleachis Tagen ihre Eheschließung mit heidnischen Frauen? Mal. 2,10  “Haben wir nicht alle einen Vater? Hat uns nicht ein Gottgeschaffen?” Aus dieser Erkenntnis leiteten sie das Recht ab, auch heidnische Frauen heiraten zu dürfen. Doch das Wissen um Gottes Liebe gibt uns nicht das Recht zum Ungehorsam gegen Gottes Gebot. Dieser Ungehorsam bleibt nicht ohne Folgen. Gott erklärt unmißverständlich, was mit denen geschieht, die den Bund mit ihm brechen. Mal. 2,12Der Herr wird diese Männer mitsamt ihren Familien aus der Gemeinschaft seines Volkes ausschließen, auch wenn sie ihn, den allmächtigen Gott, mit Opfergaben gnädig stimmen wollen.“

Wieder müssen wir erkennen, wie eine äußere Erfüllung der Gebote Gottes keine Rettung aus dem Gericht bringt, sondern das Gericht noch verschärft. “…auch wenn er dem Herrn Zebaoth noch Opfer bringt!” Gott lässt sich nicht durch Rituale, Opfer und Zeremonien von uns täuschen. Er kennt unser Herz und fragt nach unserer Gesinnung. Bei ihm zählen Treue und Gehorsam, die Ausdruck unserer Liebe und Hingabe sind.

Doch die Ehe mit Ungläubigen, die Mischehe mit Heiden, ist nicht die einzige Not und Gefahr für Gottes Volk. Gott legt durch den Propheten Maleachi seinen Finger auf eine noch größere Wunde bei seinem Volk.

2. Ich hasse Ehescheidungen

Auf den ersten Blick scheint es so, als ob es im Volk zu einem Gesinnungswandel gekommen sei. Mal. 2,13 „Ihr weint und stöhnt, ihr tränkt den Altar des Herrn mit Tränen, weil der Herr von euren Opfern nichts mehr wissen will und sie nicht annimmt.“War es im Volk tatsächlich zu einer Veränderung gekommen? Ist hier nicht von frommen Regungen die Rede? Klingt das ganze nicht nach einem Bußgottesdienst? Weinen, Tränen und Schluchzen am Altar Gottes, sind das keine Zeichen für Reue und Umkehr? Sollten wir angesichts einer solch tiefgreifenden Gefühlsregung an der Aufrichtigkeit der Klagenden zweifeln? Sollten wir uns nicht vielmehr mitfreuen? Und doch kann man die ironische Tonart nicht überhören, wenn Maleachi die Gottesdienste der frommen Welle kommentiert.

Was ist denn der wahre Grund für die Klage des Volkes vor Gottes Heiligtum? Die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde mußte erfahren, daß Gott ihre zahlreichen Opfer nicht wohlgefällig annimmt, daß er ihnen seine Hilfe verweigert, weil schwerwiegende Verschuldung vorliegt. Doch sie fragen scheinheilig zurück. “Warum das?” Mit anderen Worten: “Wie kann das angehen? Wir tun doch wirklich alles, was du, o Gott, von uns willst!“ Tatsächlich brachten sie unzählige Opfer dem Allmächtigen dar. Doch sie führten ein heuchlerisches Doppelleben. Und der Prophet muß es ihnen im Namen Gottes sagen und ihre Verfehlungen schonungslos aufdecken.  Mal. 2,14-15 Hfa

“Der Herr hat genau gesehen, wie ihr Männer eure Frauen verstoßen habt, mit denen ihr seit eurer Jugend verheiratet wart. Ihr habt ihnen die Treue gebrochen, obwohl sie immer an eurer Seite waren und zu eurem Volk gehören, mit dem der Herr einen Bund geschlossen hat. Hat der Herr euch nicht zu einem Leib und einem Geist vereint? Und warum hat er das getan? Er wollte, daß eure Nachkommen zu seinem Volk gehören. Darum nehmt euch in Acht,und haltet den Eid, den ihr einst euren Frauen geschworen habt.”

Die Männer vergossen bei der Anbetung Gottes Tränen der Rührung, während sie zugleich ein ehebrecherisches Verhältnis unterhielten. Sie nahmen an feierlichen Gottesdiensten teil, aber das geistliche Leben in ihnen war bereits erstorben. Ihr Gewissen rührte sich nicht mehr. Ungeniert nahmen sie Verhältnisse mit Mädchen und Frauen auf, die Götzen verehrten und scheuten sich nicht, ihre eigene gläubige und langjährige Ehegefährtin, die Mutter ihrer Kinder, zu verstoßen.

Es ist bestürzend und beschämend, dass jemand im Privatleben so lieblos und ungeistlich handeln kann, zugleich aber die Gottesdienste besucht, dem Herrn voller Rührung Opfer bringt und so tut, als sei alles in bester Ordnung. Gott kann dazu nicht länger schweigen. Durch seinen Boten bringt er diese Heuchelei ans Licht. Scharf verurteilt er die Verletzung der Unantastbarkeit der von ihm gestifteten Ehe. Folie 12 Vers 16 sagt wörtlich: “Denn der Herr, der allmächtige Gott, sagt: ‘Ich hasse Ehescheidung. Ich verabscheue es, wenn ein Mann seiner Frau so etwas antut. Darum nehmt euch in Acht und brecht euren Frauen nicht die Treue!” (Hfa). –

Jesus hat ebenfalls die Unauflöslichkeit der Ehe betont. Er sagte: “Was aber Gott zusammengefügt hat, darf der Mensch nicht trennen…Ich sage euch, daß jeder die Ehe bricht, der sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet” (Mattäus 19,6.9 Hfa).

In unseren Tagen muß man sicher hinzufügen, daß es Gott auch nicht gefällt und seinen Grimm hervorruft, wenn eine Frau solches tut und ihren Mann betrügt und verläßt. Gott erwartet die Treue im Ehebund bei denen, die er in seinen Bund aufgenommen hat. Drei Gründe für diese Treue nennt Gott:

 

1.   Weib deiner Jugend………        d.h.  die Frau deiner besten Jahre.

2.   Deine Gefährtin……………        d.h.  sie hat die Last mit dir getragen

3.   Der Bund…………………….        d.h.  die Ehe ist kein Vertrag, den man schließen und wieder lösen kann. Sie ist ein heiliger Bund mit Gott und vor Gott,

 

Der selbstherrliche Mann, der seine Ehefrau verstößt und sich einer anderen Frau zuwendet, verletzt seinen Gott und Schöpfer. Er bricht damit den Bund mit Gott. Gott sagt durch Maleachi, dass kein Mensch so etwas tut, in dem noch etwas von der Gesinnung des Bundes lebt, in dem noch ein Rest von Gottes Geist vorhanden ist. Treue und Aufrichtigkeit sind Eigenschaften, die Gottes Geist in uns wirkt. Vers 14 sagt, dass sich Gott als schützender Zeuge vor die Ehe stellt und darüber wacht, was mit seiner Gabe durch uns geschieht. Der Prophet sagt: „Der Herr hat genau gesehen, wie ihr Männer eure Frauen verstoßen habt“ (Hfa). Gott sieht natürlich auch in unseren Tagen die Frauen, die ihre Männer verlassen.

Gottes Wort in Hebr. 13,4 sollte darum von allen, die den Herrn lieben, ganz ernst genommen werden: “Achtet die Ehe, und haltet euch als Ehepartner die Treue. Gott wird jeden verurteilen, der unsittlich lebt und die Ehe bricht.”

Wer den Text in Mal.  2,10-16 aufmerksam liest, dem fällt auf, dass in diesen Versen dreimal vom Geist im Menschen gesprochen wird. Die Mahnung Gottes lautet: “Seht euch vor in eurem Geist” oder “Bewahrt euren Geist!” – damit wird deutlich gesagt, daß die Ehe des Menschen etwas anderes ist als die Paarung der Tiere Diese Mahnung ist besonders in unseren Tagen angebracht, in denen die Menschen unter Liebe weithin sexuelle Erfüllung verstehen. Manche Ehe könnte Erfüllung und Heilung finden, wenn die Partner sich darüber bewußt würden, daß sie auch Geist haben und zu einer glücklichen Ehe auch eine geistige und geistliche Dimension gehört.

Möge das dieses Studium denen Hilfe gebracht haben, die in ihrer Ehe angefochten sind. Möge es eine Wegweisung für alle sein, die vorhaben, eine Ehe zu schließen. Mögen wir alle zu denen gehören, die ihren Geist bewahren und entschieden und treu in den Wegen Gottes wandeln. Mögen wir bei der Wiederkunft Jesu zu seiner Brautgemeinde gehören, mit der Jesus die Hochzeit halten wird.