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Micha 5,1 – Die Geburt des Herrschers

Mi. 5,1 Der »HERR«, Christus, würde aus Bethlehem Efrata, einem etwa 7,5 km von Jerusalem entfernt gelegenen Städtchen, hervorgehen. Efrata, auch Efrat genannt war der ältere Name für Bethlehem oder für das umliegende Gebiet. Neben Jesus Christus (Mt. 2,1), dem bedeutendsten Spross aus Davids Stamm, war auch David selbst in Bethlehem geboren (1. Sam. 16,1; 18-19; 17,12).

Die Hohenpriesler und Lehrer des Gesetzes bezogen diesen Vers im Buch Micha auf den Messias (Mt. 2,3-6). Das verwirrte manche Menschen zurzeit Jesu (Joh. 7,42), der zwar in Bethlehem geboren war, jedoch in Nazareth in Galiläa aufwuchs.

Der Messias-König, der sein Volk erretten würde, würde in einer unbedeutenden kleinen Stadt in Juda geboren werden (sie wird nicht einmal in der Aufzählung der Städte in Jos. 15 oder Neh. 11 erwähnt). Nach Gottes Willen sollte dieser Eine, der Gott (mir) dienen würde, Israels »HERR« sein (vgl. »König über sie sein« in Mi. 4,7). Christus erfüllte den Willen des Vaters und wird ihn auch in Zukunft erfüllen (vgl. Joh. 17,4; Hebr. 10,7).

Der Ursprung dieses HERRN (sein Ausgang, d.h. sein Schöpfungswerk, seine Selbstoffenbarungen und seine Vorsehung), ist von Anfang und von Ewigkeit her gewesen. Manche Übersetzungen geben die Wendung »von Ewigkeit« mit »immerwährend« wieder; die Übersetzung »von Ewigkeit« ist jedoch vorzuziehen, da es im Hebräischen wörtlich »Tage von unermesslicher Zeit« heißt. Andere Textstellen (wie z.B. Joh. 1,1; Phil. 2,6; Kol 1,17; Offb. 1,8) heben ebenfalls die Ewigkeit Jesu Christi hervor.

 

Quellenverzeichnis:

  • Zusammengestellt von H. Mayer nach einem Kommentar von John A. Martin „Das Alte Testament – erklärt und ausgelegt – Band 3 – Hänssler Verlag