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1. Was ist die Frucht des Geistes?

Gal. 5,22
„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ 

2. Was sind dagegen die Werke des Fleisches?

Gal. 5,19-21 Lu84
„Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen.“

Anmerkung. Die hier erwähnten Sünden schließen sich eng an die Aufzählungen an in Mt. 15,18-19; Mk. 7,20-23; Röm. 1,29-31 und 2.Tim. 3,1-5

3. Wie können die sündigen Neigungen vermieden werden?

Gal. 5,16 NL
„Lebt so, wie es eurem neuen Leben im Heiligen Geist entspricht. Dann werdet ihr auch nicht tun, wozu eure sündigen Neigungen euch drängen.“

4. Wodurch wird die Liebe Gottes in unser Herz ausgegossen?

Röm. 5,5
„Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“

5. Als was wird diese Liebe auch bezeichnet?

Kol. 3,14 EÜ
„Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht.“

6. Auf welche Weise ist der rechte Glaube wirksam?

Gal. 5,6
„Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.“

7. Was tut die Liebe?

Spr. 10,12„
Hass erregt Streit, aber die Liebe deckt alle Verfehlungen zu.“

1.Petr. 4,8 „habt innige Liebe untereinander; denn die Liebe wird eine Menge von Sünden zudecken.“

8. Worin besteht das Reich Gottes?

Röm. 14,17
„Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.“

Anmerkung. Es ist ein Vorrecht für Christen, Gerechtigkeit, Friede und Freude zu haben, eine Gerechtigkeit, die von Gott ist durch den Glauben
(Röm. 3,21-22); einen Frieden, der alle Vernunft übersteigt (Phil. 4,7), den die Welt nicht geben oder nehmen kann, und eine Freude, die ständig erfreut.
1.Thes. 5,16; Phil. 4,4

9. Wie bekundet sich diese Liebe nun?

1.Kor. 13,4-7
„Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu; sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.“

10. Was bewirkt Gottes Gnade für uns?

Ps. 5,13 EÜ
„Denn du, Herr, segnest den Gerechten. Wie mit einem Schild deckst du ihn mit deiner Gnade.“

11 In welchem Geist sollten wir mit anderen umgehen?

2.Tim. 2,24
„Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann.“

12. Was tut die Güte Gottes?

Röm. 2,4 Luth84
„Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, und erkennst nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?“

13. Wie sollen wir mit denen umgehen, die uns Unrecht angetan haben?

Röm. 12,19-20
„Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr. Wenn nun dein Feind Hunger hat, so gib ihm zu essen; wenn er Durst hat, dann gib ihm zu trinken! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.“

14. Weshalb entscheidet der Glaube über unsere Stellung bei Gott?

Hebr. 11,6
„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist, und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen.“

15. Wie bewertet Gott einen sanften und stillen Geist?

1.Petr. 3,3-4
„Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist.“

16. Was soll in unserem christlichen Wachstum und der christlichen Erfahrung den Glauben, die Tugend und Erkenntnis begleiten?

2.Petr. 1,5-6 Luth84
„… erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit.“

Anmerkung. Eine kurze, gute Auslegung von Mäßigkeit ist „Selbstbeherrschung“. Das Wort in dieser Schriftstelle bedeutet mehr als nur Enthaltsamkeit von der Verwendung alkoholischer Getränke – was meist darauf reduziert wird. Es bedeutet Selbstbeherrschung, Stärke, Macht oder über erregende und böse Leidenschaften zu stehen. Es bedeutet, sich selbst zu regieren, die der Überwinder oder bekehrte Mensch gegenüber bösen Neigungen seiner Natur ausübt. Der Bibelausleger Dr. Albert Barnes sagt zu dieser Stelle:

„Die Einflüsse des Heiligen Geistes auf das Herz machen einen Menschen beherrscht gegenüber allen Genüssen. Sie lehren ihn, seine Leidenschaften zu zügeln und sich selbst zu beherrschen.“

Dr. Albert Barnes

 

17. Wie wird der eingestuft, der seinen Geist beherrscht?

Spr. 16,32
„Besser ein Langmütiger als ein Starker, und wer sich selbst beherrscht, als wer eine Stadt bezwingt.“

18. Was wird über alle diese Tugenden gesagt?

Gal. 5,23 GN
„Gegen all dies hat das Gesetz nichts einzuwenden.“

Anmerkung. Das Gesetz verdammt die Sünde. Aber alle diese Tugenden sind in Übereinstimmung mit dem Gesetz. Sie werden vom Geist bewirkt, und das Gesetz, das geistlich ist, braucht sie deshalb nicht verdammen.

19. Von welcher Verdammnis sind wir frei, wenn wir vom Geist geleitet werden?

Gal. 5,18
Werdet ihr vom Geist geleitet, „so seid ihr nicht unter dem Gesetz.“

20. Zu welcher Einheit werden Christen gemahnt?

Eph. 4,3
„… und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.“



Weitere Bibelthemen:

5Heiliger Geist
5.1Der Heilige Geist und sein Werk
5.2Die Frucht des Geistes
5.3Die Gaben des Geistes
5.4Die Gabe der Weissagung
5.5Die Ausgießung des Geistes

Quellenverzeichnis:

  • Bibellesungen für den Familienkreis. Ein Studium der Bibel nach Gegenständen, systematisch geordnet für öffentlichen und privaten Gebrauch ; enthält 200 Lesungen, in denen beinahe 4000 Fragen über wichtige religiöse Gegenstände beantwortet werden. Von einer großen Anzahl Bibelforschern ausgearbeitet (1923). Oben verwendete Quelle wurde von Gihon Publishing (2013) überarbeitet.