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Maleachi 2,17-3,5

Mal 2,17 Ihr habt dem HERRN Mühe gemacht mit euren Reden; und ihr fragt noch: »Womit haben wir ihm denn Mühe gemacht?« Damit, dass ihr sagt: »Jeder, der Böses tut, der ist gut in den Augen des HERRN, und an solchen hat er Wohlgefallen — oder wo ist der Gott des Gerichts?«

Mal 3,1 Siehe, ich sende meinen Boten, der vor mir her den Weg bereiten soll; und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr sucht; und der Bote des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt!, spricht der HERR der Heerscharen.

Mal 3,2 Wer aber wird den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer des [Silber-]Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher.

Mal 3,3 Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen; er wird die Söhne Levis reinigen und sie läutern wie das Gold und das Silber; dann werden sie dem HERRN Opfergaben darbringen in Gerechtigkeit.

Mal 3,4 Dann wird die Opfergabe von Juda und Jerusalem dem HERRN wohlgefallen, wie in der grauen Vorzeit und wie in den längst vergangenen Jahren.

Mal 3,5 Und ich werde mich euch nahen zum Gericht und will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die Meineidigen und gegen die, welche den Lohn der Tagelöhner verkürzen, Witwen und Waisen übervorteilen und das Recht des Fremdlings beugen und mich nicht fürchten!, spricht der HERR der Heerscharen.

Gegenstand der Betrachtung: Maleachi 2,17-3,5.

Die Botschaft des Propheten Maleachi für Gottes Endzeitgemeinde

10 aktuelle und provokative Fragen und Antworten

Einleitung:
Liebe Freunde, das 5. Thema unserer Studien zur Botschaft des Propheten Maleachi lautet: Der Herr kommt zum Gericht! Ich freue mich, dass ihr gekommen seid, um mit mir über diese wichtige Botschaft Gottes an seine Endzeitgemeinde nachzudenken. Unser Studientext ist Mal 2,17-3,5

Wer das Büchlein Maleachi aufmerksam studiert, dem fällt auf, dass Gott seine Botschaft im Zwiegespräch mit dem Volk verkündet. Wiederholt finden wir Fragen, die das Volk an seinen Gott richtet: Woran können wir deine Liebe erkennen? (1,2)-  Wieso verachten wir deinen Namen? (1,6) – Warum sind unsere Gaben unrein? (1,7; 2,13) – Haben wir nicht alle einen Vater? (2,10)

Maleachi erwähnt auch einige Redensarten, die im Volk oder bei den Priestern umgehen: “Beim Altar des Herrn müssen wir es nicht so genau nehmen” (2,10 Hfa) –“Siehe, welch eine Mühsal” (1,13). Der Prophet steht mitten unter seinen Zuhörern. Als echter Seelsorger knüpft er an die Gedanken und Worte seiner Hörer an und bringt so die Botschaft Gottes mitten in ihr Leben hinein.

In Mal. 2,17 greift er noch einmal  ihr oberflächliches Gerede auf. Er sagt: “Ihr behauptet: ‘Wer Unrecht tut, gefällt dem Herrn; ihn nimmt er an’ – Oder ihr fragt:‘Wo bleibt denn Gott? Warum greift er nicht ein und sorgt für Recht?”

Wir sehen, es sind die üblichen Redensarten, die wir leider auch aus unserer Zeit und Welt kennen. “Wo ist Gottes Gerechtigkeit? Warum läßt Gott es zu, dass das Unrecht siegt?” “Warum geht es den Bösen so gut?” Auch der Psalmbeter kannte diese Anfechtung. Er sagte in Psalm 73,3: “Ich beneidete die überheblichen Menschen: Ihnen geht es gut, obwohl Gott ihnen gleichgültig ist.”

Die Pharisäer hatten in den Tagen Jesu die gleichen Gedanken. Sie waren der Meinung, daß sich Gerechtigkeit und Sünderliebe nicht vertragen. Bei Maleachi heißt es: “Wer Unrecht tut, gefällt dem Herrn” – Die Pharisäer sagten von Jesus: “Dieser nimmt die Sünder an und ißt mit ihnen” (Lukas 15,2).

Wir müssen uns immer wieder fragen: Welches Bild machen wir uns von Gott? Stimmt unser Gottesbild mit der göttlichen Selbstoffenbarung in seinem Wort überein?

Die Bibel sagt in Psalm 34,17: “Das Angesicht des Herrn steht wieder alle, die Böses tun!” Manchmal sieht es aber für längere Zeit so aus, als habe der Gottlose alle Trümpfe in seiner Hand, während der Glaubende leer ausgeht. Entscheidend ist für alle Lebenslagen, daß man  “dennoch” an Gott festhält und sich von seinem Rat leiten läßt. Bis heute bleibt das göttliche Wehe über alle bestehen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen.

Die Frage: “Wo ist der Gott, der straft?”, wird auch in unseren Tagen

 überall in der Welt gestellt. Das Treiben der Gottlosen, das Gott scheinbar nicht bestraft, ruft Zweifel an der göttlichen Gerechtigkeit hervor. Es ist fällt aber auf, daß die Frage nach dem gerechten Gott und seinem Eingreifen am lautesten von denen gestellt wird, die wenig Kenntnis von den Wegen und dem Wesen Gottes haben. Viele Menschen erwarten Gottes eingreifende Gerechtigkeit, ja fordern sie geradezu heraus. Doch die wenigsten von ihnen schauen dabei auf ihr eigenes strafwürdiges Tun. Sie vergessen, daß auch sie vor dem gerechten Gott stehen und sich verantworten müssen. Maleachi macht klar, daß der gerechte Gott nicht kommt, um die Vorstellungen jener zu befriedigen, die sich selber für gerechter halten als den Rest der Welt. Für Gott ist das Reden über die Bosheit der anderen keine Freude. Wir brauchen an seinem Eingreifen nicht zu zweifeln. Er hat seinen Plan.

Es ist reine Gnade, daß Gott uns gegenüber nicht stets und sofort so handelt, wie es seine Gerechtigkeit erfordert. Daß Gott nicht sofort das jeweils fällige Exempel statuiert, verdanken wir einzig seiner Güte, seinem Heilswillen für uns. Wer also fragt: “Wo bleibt denn Gottes Gerechtigkeit? Warum greift er nicht ein und sorgt für Recht?”, der sollte zuerst an seine eigene Ungerechtigkeit und Bosheit denken, statt Fragen zu stellen, die Gottes gerechtes Handeln in Zweifel ziehen.

Wie empfindet Gott bei solchem Reden? Maleachi sagt in 2,17: “Euer Reden wird dem Herrn lästig” – Andere Bibelübersetzungen sagen: “Ihr ermüdet Gott mit euren Reden” – “Euer Reden bereitet dem Herrn Verdruß”.

Wir erinnern uns an Kinder, die uns mit ihren sich ständig wiederholenden Fragen auf die Nerven gehen. Doch es gibt auch Erwachsene, die immer dieselben Fragen stellen und nichts hinzulernen. Der Apostel Paulus schreibt über sie in 1. Tim. 6,4:Sie haben die Seuche der Fragen und Wortkriege” –  “Hoffung für alle”, eine moderne deutsche Übersetzung, gibt diesen Text insgesamt so wieder: “Solche Leute sind auf ihr hohles Geschwätz stolz und auf ihr Herumdiskutieren, das keinem nützt, woraus sich aber oft Neid, Zank, böses Gerede und gemeine Verdächtigungen ergeben. Wie eine Krankheit, wie eine Seuche ist das.”

Gerade wenn es um religiöse Fragen geht, werden oft endlos lange Debatten geführt. Oft wird nur diskutiert um der Diskussion willen. Es geht den Beteiligten nicht um eine Vertiefung ihrer Erkenntnis oder um Glaubensentscheidungen. Man versucht vielmehr mit immer neuen Argumenten sich um eine Entscheidung herumzudrücken. Solche Glaubensgespräche fördern nicht das geistliche Leben. Sie ermüden und frustrieren alle, die ein wirkliches Glaubensanliegen haben.

Gott will das Gespräch mit seiner Gemeinde nicht zu einer endlosen Debatte ausufern lassen. Gott möchte, daß seine Kinder ihr heuchlerisches und oberflächliches Leben erkennen. Er möchte, daß sie ihre Treulosigkeit und ihre falsche Selbsteinschätzung einsehen. Darum lässt Gott den Gesprächsfaden nicht abreißen. Geduldig geht er noch immer auf ihre Scheinargumente ein. Gott möchte, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Doch niemand darf Gottes Geduld und Gesprächsbereitschaft mit uns Sündern derart missachten, dass er unbekümmert sein sündiges Leben weiterführt.

Die nach Gottes Gerechtigkeit Fragenden, bekommen eine dreifache Antwort, die sie zum Zittern bringen kann. Mal. 3,1-5 … Gott kündigt drei entscheidene Handlungen an:

 

1Ich schicke euch meinen Boten   Mal. 3,1

2.  Ich reinige und läutere euch        Mal. 3,2-3

3.  Ich werde euch richten                Mal. 3,5

 

I.  Ich sende euch meinen Boten

Während das Volk noch mit seinem Gott hadert, ist Gott schon für sein Volk tätig. Wörtlich könnte so übersetzt werden. “Siehe, ich bin im Begriff, meinen Boten zu senden.” Die Evangelisten Matthäus und Lukas sahen diese Ankündigung im Auftreten Johannes des Täufers erfüllt. Hat der Wegbereiter des Herrn sein Werk getan, so wird der Herr unversehens kommen. Seine Ankunft ist nicht das Ergebnis menschlicher Entwicklungen. Im Urtext steht: “Plötzlich wird der Allherr zu seinem Tempel kommen”- Dieses Plötzlich wiederholt sich bei allen Taten und Gerichten des Herrn. Jesus hat wiederholt auf sein plötzliches und unerwartetes Kommen hingewiesen.

Gott kündigt durch Maleachi das Kommen des “Engel des Bundes” an, dessen Kommen die Gläubigen sehnlichst erwarten. . Wer ist dieser “Engel des Bundes”?

Gott selbst kann sich nicht als Bote bezeichnen. Der vorlaufende Bote, der als Wegbreiter und Herold dem König voranzieht, kann es auch nicht sein. Der biblische Zusammenhang zeigt auf, daß der “Engel des Bundes” mit dem Herrn, der zu seinem Tempel kommt, identisch ist. Sehen wir uns dazu Jes. 42 an. In Vers 1 spricht Gott von dem treuen “Gottes Knecht” und sagt von ihm: “Seht, hier ist mein Bote, zu dem ich stehe. Ihn habe ich auserwählt, und ich freue mich über ihn.” (Hfa) In Vers 6 wird gesagt, daß dieser Bote (Knecht des Herrn) von Gott zum Bund für das Volk bestimmt ist. “Ich mache dich zum Bund für das Volk und zum Licht der Völker.”

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Begegnung Moses mit Gott am brennenden Dornbusch. 2. Mo. 3,2-6…  in Vers 2 steht: “Dort erschien ihm “Der Engel des Herrn” in einer Flamme… In Vers 4 steht: “Der HERR sah, daß Mose sich dem Feuer näherte”…  In Vers 6 steht: “Ich bin der Gott deiner Vorfahren”Und in Vers 14 steht: “Gott sprach zu Mose: So sollst du den Kindern Israel sagen: ‘Ich werde sein, der ich sein werde’ und so sollst du den Kindern Israel sagen: ‘Ich werde sein’, der hat mich zu euch gesandt.” Nach einer anderen Übersetzung (Hfa) lautet dieser Text so: “Ich bin euer Gott, der für euch da ist”. Aus diesen Worten wird deutlich, daß der “Engel des Bundes” und der “Herr” identisch sind. Fassen wir diese

Jesus Christus war im Alten Bund in den entscheidenden Situationen der Geschichte des Volkes Gottes der Engel Jahwes, der Engel des Bundes, Gottes persönlicher Bote, der Gottes Gegenwart und Allmacht offenbarte und Gottes Botschaft übermitttelte. Für die Frommen war die Botschaft vom Kommen des Engels des Bundes eine gute, frohmachende Nachricht. Für sie kam er als Retter, der die Verheißungen Gottes erfüllte. Für alle anderen ist der Engel des Bundes der Richter. So hat es auch Johannes der Täufer, der Wegbereiter verkündigt. Mt. 3,11-12:“Wer umkehrt zu Gott, den taufe ich mit Wasser. Nach mir wird aber einer kommen, der ist größer als ich. Ich bin nicht einmal würdig, ihn zu bedienen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Er hat schon die Schaufel in seiner Hand, mit der er die Spreu vom Weizen trennt. Die Spreu wird er mit Feuer verbrennen, das niemand löschen kann, aber den Weizen wird er in seine Scheunen bringen.”

 

II. Ich will sie reinigen und läutern

1.   Das göttliche Kommen bedeutet für die Einen Errettung, für die Anderen Gericht. Da Gott aber keinen Gefallen am Tode des Gottlosen hat und nicht will, dass jemand verloren gehe, geht dem Gericht ein Prozeß der Reinigung und Läuterung voraus. Darum sagt Gott nach Mal. 3,2.3 „Doch wer kann mein Kommen ertragen? Wer kann vor mir bestehen? Ich werde für euch wie Feuer im Schmelzofen sein und wie scharfe Lauge im Waschtrog. So wie man Gold und Silber schmilzt, um es zu läutern, so werde ich die Nachkommen Levis von ihrer Schuld reinigen.“

In zwei unvergesslichen Bildern beschreibt Gott den Läuterungsprozeß seines Volkes: Das Feuer eines Schmelzers  – 2.  Die Lauge des Wäschers – Die Heiligkeit Gottes wird mit dem brennenden  Feuer verglichen, mit der Glut des Schmelzers, der das Edelmetall reinigt und mit der ätzenden Lauge des Wäschers, die alle Verunreinigung aus dem Gewebe entfernt. Dieses Bild findet sich auch an vielen anderen Stellen der Heiligen Schrift, in denen vom Kommen des Herrn zu seinem Volk die Rede ist.

So lesen wir in Jeremia 9,6: “Darum sage ich, der Herr, der allmächtige Gott: Ich will sie schmelzen und läutern wie Metall im Feuer; was soll ich sonst mit meinem Volk tun?” In  Sach.13,9 steht: “Ich werde die Menschen läutern wie Silber im Ofen, wie Gold im Feuer. Sie werden zu mir um Hilfe rufen, und ich werde sie erhören. Dann sage ich zu ihnen: ‘Ihr seid mein Volk!’ und sie antworten: ‘Du, Herr, bist unser Gott!” Wer also am Ende der Zeit zu Gottes Volk zählen und in Gottes Reich eingehen will, muß sich dieser Reinigung und Läuterung unterziehen. Nach Ps. 66,10 werden die Erlösten bekennen: “Du, o Gott, hast uns geprüft, du hast uns geläutert wie Silber im Schmelzofen.”

Während die Israeliten das Gericht Gottes über alle erflehen und erwarten, die ihnen Böses tun, spricht Gott zu ihnen von dem Reinigungsfeuer, durch das sie selber hindurchgehen müssen, um sein Volk sein zu können. Darum spricht er zu ihnen durch Mal 3,2: „Ich werde für euch wie Feuer im Schmelzofen sein und wie scharfe Lauge im Waschtrog“.

Durch den Propheten Jesaja bekennt Gott in Jes. 48,10: “Wie ein Silberschmied bin ich mit euch umgegangen: Er schmilzt das Silber, um es von allen Schlacken zu reinigen. So habe ich euch in den Schmelzofen des Elends geworfen. um  meinetwillen will ich euch jetzt retten.” Wir sehen, Gott gibt sein Volk nicht einfach auf. Seine Gerichte sind keine Verdammungsurteile, sondern Schulen der Läuterung. Sein Volk ist ihm “Goldes wert”. Darum gibt er sich soviel Mühe mit seiner Gemeinde.

 

III.          Ich komme zum Gericht

Wer sich dieser notwendigen Reinigung und Läuterung seines Wesens und Lebens entzieht, wer sich dagegen wehrt und in seinem alten Zustand bleiben möchte, weil er sich für gut und anständig hält, dem kündigt Gott das Gericht an. Mal. 3,5:Ich, der Herr, der allmächtige Gott, sage: Ich werde über euch Gericht halten und als Zeuge auftreten gegen die Zauberer und Ehebrecher, gegen alle, die Meineide schwören, die ihre Arbeiter um den gerechten Lohn bringen, die Witwen, Waisen und Ausländer unterdrücken, ja, gegen alle, die keine Ehrfurcht vor mir haben”!  Tatsache ist: Der Herr kommt zu richten!

Gott braucht keinen Untersuchungsrichter und keine qualvollen Vernehmungen. Er selbst ist der “eilende Zeuge”, vor dem niemand fliehen kann. Vier Gruppen von Schuldigern werden aufgezählt:

  1. die Zauberer
  2. die Ehebrecher
  3. die Meineidigen
  4. die Unterdrücker.

Die Zauberer:  Das alte und betäubendeGift der Zauberei drang immer wieder in Gottes Volk ein. Zauberei ist jeder Versuch, die Hilfe der Gottheit zu erzwingen und mit dunklen Mitteln hinter die Rätsel seiner Pläne zu kommen. Zauberei ist Götzendienst, auch wenn Gottes heiliger Name dabei benutzt wird, oder besser gesagt, mißbraucht wird. Die Zauberei ist in allen Jahrhunderten Satans Mittel gewesen, Gottes Volk zu verführen. Und die Offenbarung sagt, daß dies auch in den letzten Tagen so sein wird. Von der großen endzeitlichen Verführungsmacht sagt Gott in Ofbf. 18,23: “Durch deinen betörenden Zauber hast du alle Völker verführt!”. Die Bibel spricht eindeutig davon, daß kein Mensch in Gottes Reich eingehen wird, der sich mit Zauberei eingelassen hat. Offb. 22,15 sagt: “Draußen vor den Toren der Stadt müssen alle bleiben, die Gott den Rücken gekehrt haben und sich mit okkulten Praktiken abgegeben haben.”

Liebe Leser, wenn du dich noch nicht von der Zauberei gelöst hast, wenn du  noch nicht deine früheren okkulten Praktiken bekannt hast, dann zögere nicht, es baldigst zu tun. Denn der Richter ist schon vor der Tür. Er wird deine Zauberei nicht übersehen und dir keinen Einlaß in sein Reich geben.

Von den Christen in Ephesus wird in Apg.19,19.20 berichtet: „Sie bekannten jetzt offen, was sie früher getrieben hatten. Sie brachten ihre Zauberbücher, für die sie ein Vermögen ausgegeben hatten, und verbrannten sie in aller Öffentlichkeit.

Die Ehebrecher: –neben der Zauberei steht der Ehebruch. Wie sehr die eheliche Treue im Volke Gottes erschüttert war, lasen wir bereits in Kp. 2,16. Das engste Verhältnis zwischen zwei Menschen in der Ehe ist ja für Gott das Bild seiner Treue zu seinem Volk. Darum ist eheliche Untreue auch Zeichen der Untreue gegen Gott. Der Ehebrecher beweist seine Unfähigkeit zur Treue und ist deshalb ein Verworfener. Wer seinen Ehebruch nicht bereut und sein ehewidriges Verhalten nicht ändert, findet keinen Eingang in Gottes Reich. In Offb. 22,15 steht: “Draußen vor den Toren der Stadt müssen alle Feinde Gottes bleiben…alle Ehebrecher, alle die ihren Götzen und Idolen nachjagen”. Gott ruft dich heute auf: Bring deine Ehe in Ordnung, bevor der Tag des Gerichtes kommt. Denn die Ehebrecher wird Gott richten.

Die Meineidigen – damit sind jene gemeint, die ihre Lüge mit dem Namen des heiligen Gottes zudecken möchten. Die öffentlich den Bund mit dem Herrn im Namen Gottes schließen, aber heimlich anders leben, die ein Doppelleben führen.

Die Unterdrücker – Die letzte Gruppe der Schuldigen, die dem Gericht verfallen, sind die, die den Schwächeren und Schutzlosen unterdrücken, vergewaltigen und ausnutzen. Es sind diejenigen, die sich in Notzeiten an der Not der vielen bereichern wollen. Witwen, Waisen, Ausländer sind durch Gottes Gebot und Gesetz geschützt. Wer sich an ihnen vergreift, wer ihre Not zu seinem Vorteil ausnutzt, der hat Gott zum Feind. Dies wird in der ganzen Bibel bezeugt. So lesen wir bereits in 2. Mose 22,20-23:“Unterdrückt die Fremden nicht, und beutet sie nicht aus! Benachteiligt die Witwen und Waisen nicht! Wenn ihr es dennoch tut und sie zu mir um Hilfe schreien, werde ich sie ganz sicher erhören. Mein Zorn wird losbrechen, und ich lasse euch von eren Feinden töten.” (Hfa).

Die Arbeiter finden auch im Neuen Testament ihren Anwalt und Beschützer vor der Ungerechtigkeit und Ausbeutung durch den Arbeitgeber. In Jak. 5,4 steht: “Gott hat den Schrei der Arbeiter gehört, die ihr um ihren verdienten Lohn betrogen habt.”

Gottes Endzeitbotschaft an seine Gemeinde, die sein Kommen erwartet, ist also ein gewaltiger Bußruf, ein Ruf zur Umkehr. Jeder von uns ist aufgerufen, diesem Ruf zu folgen, Gott zu fürchten und ihm die Ehre zu geben, denn die Zeit seines Gerichtes ist gekommen. Möge jeder von uns zu denen gehören, die sich reinigen und läutern lassen und in das Reich Gottes eingehen dürfen. Denn Christus kommt wieder, um die Gottlosen zu vernichten und die Gerechten zu retten – Mögen wir zu denen gehören, die sich auf sein Kommen freuen, die seine Erscheinung lieb haben und für immer in Gottes Reich leben werden .