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1 Da kam der Engel wieder, der mit mir zu reden pflegte, und weckte mich auf wie einen, der aus seinem Schlaf geweckt wird. 2 Und er fragte mich: Was siehst du? Ich sprach: Ich sehe, und siehe, ein Leuchter, ganz aus Gold, und sein Ölgefäß oben darauf und seine sieben Lampen daran, und sieben Gießrohre zu den sieben Lampen, die oben auf ihm sind, 3 und zwei Ölbäume dabei, einer zur Rechten des Ölgefäßes, der andere zur Linken. 4 Und ich ergriff das Wort und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Mein Herr, was bedeuten diese? 5 Da antwortete der Engel, der mit mir redete, und sprach zu mir: Weißt du nicht, was diese bedeuten? Ich sprach: Nein, mein Herr! 6 Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist!, spricht der HERR der Heerscharen. 7 Wer bist du, großer Berg? Vor Serubbabel sollst du zur Ebene werden! Und er wird den Schlussstein hervorbringen unter lautem Zuruf: Gnade, Gnade mit ihm! 8 Und das Wort des HERRN erging an mich folgendermaßen: 9 Die Hände Serubbabels haben dieses Haus gegründet, seine Hände sollen es auch vollenden; und du wirst erkennen, dass mich der HERR der Heerscharen zu euch gesandt hat. 10 Denn wer ist’s, der den Tag geringer Anfänge verachtet? Und jene sieben werden mit Freuden das Senkblei in der Hand Serubbabels sehen, die Augen des HERRN; sie sind’s, welche die ganze Erde durchstreifen! 11 Und ich ergriff das Wort und sprach zu ihm: Was sind das für zwei Ölbäume zur Rechten und zur Linken des Leuchters? 12 Und ich ergriff wiederum das Wort und sprach zu ihm: Was bedeuten die beiden Ölbaumzweige zur Seite der beiden goldenen Röhren, aus denen das goldene [Öl] fließt? 13 Er sprach zu mir: Weißt du nicht, was diese bedeuten? Ich antwortete: Nein, mein Herr! 14 Da sprach er: Das sind die beiden Söhne des Öls, die vor dem Herrscher der ganzen Erde stehen.

Gegenstand der Betrachtung: Sacharja 4,1-14.

Das 5. Nachtgesicht

In unserem heutigen Studium betrachten wir das 5. Nachtgesicht, das der Prophet Sacharja von Gott empfing und das er uns im 4. Kp. seiner Prophetenschrift aufgezeichnet hat. Um die Bedeutung dieser Bildrede zu erfassen und zu verstehen, müssen wir uns zunächst mit dem historischen Hintergrund beschäftigen.

Gott hatte der aus Babylon heimgekehrten Gemeinde der Übrigen eine große Aufgabe gestellt: sie sollte den völlig zerstörten Tempel wieder aufbauen und den Gottesdienst wieder herstellen. Gleichzeitig hatte Gott versprochen, dass die Herrlichkeit des neuen Tempels größer werden würde, denn die Herrlichkeit des ersten Tempels.

Doch die Gemeinde sah sich großen Schwierigkeiten von außen und innen gegenüber. Der Wiederaufbau hatte sehr kümmerlich begonnen und war nur sehr langsam vorangegangen, schließlich war er ganz zum Erliegen gekommen. Die Gemeindeglieder waren viel zu beschäftigt

mit dem Aufbau ihrer Häuser, so dass nur wenig oder gar keine Zeit und Kraft verblieb, den Tempel Gottes aufzubauen. Auf diese innere Schwierigkeit wird in Hag. 1,2-4.9 Zur inneren Ermüdung kam die Bedrohung durch die äußeren Feinde. Das Buch Esra und Nehemia berichtet von dem Hass der umliegenden Völker, dem Aufbegehren der zurückgewiesenen Samaritaner, dem erwachenden Misstrauen der persischen Behörden. Esr. 4,4.

Angesichts der sich mehrenden Widerstände regten sich in der Gemeinde Zweifel. Es entstanden zwei Gruppen mit unterschiedlichen Ansichten. Die einen fragten:

Wird die Gemeinde und ihre Führung die Kraft und Vollmacht haben, gegen diesen Berg von Widerständen das Werk voranzutreiben und zu vollenden? Wäre es nicht besser oder klüger, sich mit den Gegebenheiten abzufinden und mit den religiösen und politischen Widersachern Kompromisse einzugehen?

Die Gedanken der anderen gingen in umgekehrter Richtung. Sie sagten: „Schuld sind die, die predigten, man müsse sich nur auf Gott verlassen. Sie haben die Gemeinde in eine Schwärmerei geführt. Jetzt sei es an der Zeit, zur Nüchternheit, zum Realismus zurückzufinden. In dieser Welt des Geldes und der Politik, lasse sich auch Gottes Sache nur mit irdischen Mitteln und auf menschliche Weise voranbringen. Darum sei es notwendig, sich ins politische Ränke- u. Kräftespiel einzulassen und eine irdische Machtposition zu erlangen. Erst dann würde sich Aussicht bieten, den Bau des Tempels ungehindert durchzuführen und das Lebensrecht der Gemeinde zu sichern.

Auf diese Anfechtung der Gemeinde und ihrer Führung antwortet Gott mit der 5. Nachtvision an Sacharja. Gott kennt die jeweilige Situation und Anfechtung der Gemeinde und er hat Mittel und Wege, um sie zu ermutigen und in ihrer Aufgabe zu stärken. EGW sagt uns in PK S. 417: „In der Geschichte des Volkes Gottes erhoben sich vor denen, die die Absichten des Himmels auszuführen suchten, immer wieder große, scheinbar unüberwindliche Berge von Schwierigkeiten. Solche Hindernisse lässt  der Herr als Glaubensprüfung zu. Sind wir von allen Seiten umzingelt, dann ist das die Zeit, in der wir mehr als je Gott und der Macht seines Geistes vertrauen sollten.“ Im RH v. 16 .Mai 1899 schrieb sie: „Genau dieselben Schwierigkeiten, welche sich erhoben, um den Wiederaufbau des Tempels zu verhindern, werden denen begegnen, die in unseren Tagen treu zu Gott und seinem Werk stehen.“

Darum ist es wichtig, zu erkennen und zu verstehen, wie Gott sein Werk vollenden wird. Die Botschaft aus Sach. 4 ist darum für uns von besonderer Bedeutung. Denn auch uns ist die Wiederherstellung des wahren Gottesdienstes und der Aufbau des Tempels Gottes aufgetragen. 1.Petr. 2,4-5

Betrachten wir nun, welche Botschaft und Wegweisung Gott uns durch dieses Nachtgesicht gibt. Was sieht Sacharja zuerst? (Sach. 4,2) Er sieht einen goldenen Leuchter mit einer Schale (einem Ölbehälter) mit sieben Lampen und sieben Röhren.

Woran mag dieses Bild den Propheten erinnert haben? 2.Mo. 25,31; 37; 40

Als Angehöriger eines Priestergeschlechtes wusste Sacharja, dass der siebenarmige Leuchter von besonderer Bedeutung für den Tempel und seinen Gottesdienst war. Dieser Leuchter war die einzige Lichtquelle im Heiligtum, und das Licht seiner Lampen sollte nie verlöschen. 3.Mo. 24,1-4 Aber die Lampen brannten nicht von selbst, sondern nur unter dem täglichen und beständigen Zufluss des heiligen Öles.

Was hat es mit diesem Leuchter, seinen Lampen und seinem Öl auf sich? Welche Symbolik steckt darin?

Die katholische Kirche begründet das ewige Licht, das in ihren Kirchen brennt, mit diesem Wort der Bibel. Die Lampen, die die Nacht erhellen, sind zunächst ein Hinweis auf die ununterbrochene Gegenwart und Wirksamkeit Gottes in seiner Gemeinde. Die Bibel sagt in 1.Joh. 1,5: „Gott ist Licht und bei ihm ist keine Finsternis.“

Das Erscheinen des Leuchters ist eine trostvolle Botschaft für die Gemeinde und ihre Führer. Gott wird die Gemeinde nicht den finsteren Gewalten ihrer Feinde überlassen. Die Gemeinde wird nicht in der Finsternis untergehen. Die Gemeinde wird nicht in der Weltnacht verschwinden. Der Herr wird ihr Licht und ihr Heil sein. David bekennt in 2. Sam 22,29 “Ja, du Herr, bist meine Leuchte; Der HERR macht meine Finsternis licht.“

Welchen Bezug zum Leuchter stellte Christus her? Joh. 8,12

Dies ist ein einzigartiges Hoheitswort Jesu. VonChristus geht das Licht des Lebens aus, das die Finsternis dieserWelt durchdringt und besiegt. David sagte zu Gott nach Psalm 36,10: „Bei dir ist die Quelle des Lebens und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“ In der Offenbarung wird schließlich der Leuchter eindeutig auf Christus bezogen. Offb. 21,23.

Welche weitere Bedeutung hat Christus dem Leuchter gegeben? Mt. 5,14

Jesus sagt deutlich, der Leuchter, der die Welt erhellen wird, ist Gottes Volk, dass das Licht der Welt sein wird. – Dies war keine neue Aussage. Bereits das Volk Gottes im Alten Bunde war berufen, Träger des göttlichen Lichtes, der Erkenntnis des wahren Gottes, seines Gesetzes und seines Wortes zu sein. Jes. 42,6.7

Wie kann die Gemeinde dieser hohen Berufung entsprechen?Wie wird es ihr möglich sein, beständig die Welt zu erleuchten? Im irdischen Tempel konnte der Leuchter mit seinen sieben Lampen nur dann beständig brennen, wenn die Leviten rechtzeitig für einen ausreichenden Ölvorrat sorgten. Der Leuchter, den Sacharja sieht, entscheidet sich aber grundlegend von dem Leuchter im Tempel zu Jerusalem. Diesem Leuchter müssen nicht menschliche Hände das Öl nachfüllen. Das Öl fließt ohne Unterbrechung aus einer Schale durch sieben Rören in den Leuchter. Sacharja sieht wie diese Schale beständig mit Öl gespeist wird durch zwei Ölbäume.

Was hat es mit dieser Ölwanne und dem aus den Ölbäumen fließenden Öl auf sich?

Gott selbst gibt uns die Antwort. In Sach. 4,6 erklärt Gott das Bild. An die Stelle des Öles tritt Gottes heiliger Geist.  Das Öl und die Salbung mit Öl, war im AT das Symbol für den Heiligen Geist, der zum Handeln für Gott befähigt und bevollmächtigt. 1.Sam. 10,1; 6-7

Was Gott vorhat will er nicht durch menschliche Machtmittel erreichen, sondern durch die Wirksamkeit seines Heiligen Geistes. Im Heiligen Geist verfügt Gott – und er allein – über eine schöpferische, umgestaltende Kraft. Samuel sagte nach der Salbung zu Saul:  „.. da wirst du umgewandelt werden und ein anderer Mensch sein.“. Der Heilige Geist ist eine alle menschlichen Möglichkeiten und irdischen Mächte überragende Kraft.

Mit der Vision von den Ölbäumen und den Leuchtern wird der Gemeinde und ihren Führern eine ermutigende Botschaft und Verheißung gegeben. Diese Botschaft enthält aber auch eine ernste Mahnung und Warnung. Die Gemeinde ist eine geistige Größe. Gottes Gemeinde

kann und darf deshalb nicht gebaut werden mit den Methoden und Mitteln der vergänglichen, der Sünde verhafteten Welt. Die Gemeinde und ihre Führer haben nur dann Vollmacht, wenn sie sich von Gottes Geist füllen und führen lassen.

Darum hat Jesus seinen Nachfolgern von Anbeginn den Heiligen Geist verheißen und gegeben. Apg 1,4-5; 8

Die Apostelgeschichte offenbart uns, wie die Gemeinden durch den Heiligen Geist trotz größter Widerstände von Seiten der Juden wuchsen und viele zum Glauben geführt wurden. Apg. 4,31; 9,31;

Der Leuchter ist nicht das Licht, sondern nur das Werkzeug des Lichtes. Darum ist es notwendig, dass jeder Zeuge Jesu mit dem Öl des Heiligen Geistes beständig gesalbt ist, sonst ist sein Zeugnis dunkel und wertlos. In der Offenbarung werden die sieben Lampen des Leuchters auf die christlichen Gemeinden gedeutet. Offb 1,20 – Die Lampen bedeuten, dass der Herr seine Gemeinde dazu bestimmt hat, in der Nacht dieser Welt sein Licht leuchten zu lassen. Lk. 12,35-36

Wovon hängt die Leuchtkraft des Volkes Gottes und jeden Nachfolgers Jesu ab?

Von der beständigen Zufuhr des Öls, von der ständigen Erneuerung durch den Heiligen Geist. In welchem Bild hat Jesus die Botschaft aus Sach. 4 einprägsam beschrieben?

Mt. 25,1-13

EGW bemerkt dazu: „Ohne den Geist Gottes ist es nutzlos, sein Wort zu kennen … Nur die Gemeinschaft des Heiligen Geistes, auf die so viele gar keinen Wert legen, lässt uns teilhaben an dem fröhlichen Hochzeitsfest im Himmel … Wir können Christus heute nicht aus unserem Leben heraushalten und trotzdem einmal in der Ewigkeit Gemeinschaft mit ihm haben.“ (Bilder v. R. G. 359)

Welche Vollmacht erhält und besitzt die vom heiligen Geist erfüllte Gemeinde? (Sach. 4,7)

Sie soll mit den Bergen von Schwierigkeiten fertig werden und trotz der Schwierigkeiten Gottes Werk herrlich .vollenden. Die Gemeinde Gottes wurde nicht durch menschliche Kraft und menschliche Macht eingesetzt und kann auch nicht durch sie zerstört werden. Das herrliche Werk Gottes wird niemals zunichte werden. Es wird mit immer größerer Kraft vorangehen durch Gottes Geist.

Was meint die Aussage: „Wer bist du großer Berg? Vor Serubabel sollst du zur Ebene werden!“

Der Berg der Schwierigkeiten ist ein Bild für die Widersacher des Volkes Gottes, die den Tempelbau verhindern wollen. Jeremia erhielt von Gott folgende Zusage: (Jer. 51,25-26)

Wird ein Berg abgetragen oder verbrannt, so entsteht eine Ebene. Das Bildwort sagt: Gott will die gegen Gottes Volk kämpfenden Mächte beseitigen. Durch seinen Geist wird er alle Widerstände überwinden. In Psalm 97 steht die Verheißung: „Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn!“

Worauf sehen wir? Sehen wir mehr auf die Berge von Schwierigkeiten, die sich vor uns auftürmen, oder sehen wir auf den Herrn und vertrauen wir der Macht seines Geistes? EGW sagt: „Vor dem Anspruch des Glaubens schwinden die Hindernisse, die Satan dem Christen in den Weg legt, denn die himmlischen Mächte kommen ihm zu Hilfe…. Halten wir an dem anfänglichen Vertrauen fest, wird Gott den Weg ebnen.“ (PK, S. 417).

Welche großartige Zusage erhielt Serubabel von Gott? (Sach. 4,7-9)

Welch eine Zuversicht vermittelt dieses Wort!  Gott wird das, was er beginnt, nicht halbfertig liegen lassen, sondern sein Werk in dieser Zeit zu seinem Ziel führen.

Wie hat der Apostel Paulus die Erfüllung dieser Verheißung beschrieben,worin und in wem hat er sie geschaut? – Eph. 2,19-22.

Was klein und bescheiden angefangen hat. wird sich herrlich und mächtig erweisen. Paulus schrieb darum in 1. Korinther 15,58 die ermutigenden Worte: „Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unbeweglich und nehmet immer mehr zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisset, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn!“

Wie wird es allen ergehen, die sich trotz geringer Anfänge und mancherlei Schwierigkeiten nicht  davon abbringen ließen. Gottes Tempel zu bauen? (Sach. 4,10) -„sie werden sich freuen“! – Der Evangelist Lukas berichtet, dass die von Jesusausgesandten 70 Missionshelfer mit Freuden zurückkehrten.

Welche weitere Zusage erhält die den Tempel bauende Gemeinde von Gott? (Sach. 4,10)

Die Augen des Herrn wachen über ihr. Gottes Geist ist am Werk. Und was geschieht, vollzieht sich unter Gottes Augen, unter seiner Obhut, Allmacht und Allgegenwart. Das besagt das Bild von den sieben Augen. Das die sieben Augen identisch sind mit der Fülle des göttlichen Geistes geht aus Offb. 5,6 hervor. Die Zahl sieben ist in der Bibel die Zahl der Fülle und Vollkommenheit. Gottes Volk erhält die umfassende Zusage der vollmächtigen Hilfe Gottes. In 2.Chr.16,9 steht: „Des Herrn Augen schauen alle Lande, dass er stärke die, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.“

Betrachten wir nun den letzten Abschnitt – Wenden wir uns der Bedeutung der Ölbäume zu. (Sach. 4,11-14)

Der Engel erklärt: „Diese sind die beiden Gesalbten, die vor dem Herrn der ganzen Erde stehen.“ – Wörtlich müsste es heißen – „Söhne des Öls“ – Es handelt sich um Menschen, die mit dem Öl gesalbt wurden. Im AT waren dies Könige, Priester und Propheten. –  In den Tagen des Sacharja waren die beiden Gesalbten der Hohepriester Josua als der geistliche Führer des Volkes und Serubabel als der fürstliche oder politische Führer des Volkes Gottes. Weil sie als gesalbte Diener vor dem Herrscher aller Lande stehen, ist es ihre Heilige Aufgabe und Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Fülle des Geistes Gottes unter Gottes Volk sich entfaltet und zur völligen Wirksamkeit gelangt. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, ist es erforderlich, dass sie selbst mit dem himmlischen Lebensquell des Geistes verbunden und an ihn gebunden sind. Sie stehen vor Gott und handeln aus Gott. Sie sollen Kanäle seines Geistes und seiner Kraft sein.

Im Neuen Bund unter dem Königspriester Jesus Christus, der das Amt Serubabels und Josuas in seiner Person vereint, wird die Salbung erweitert. Alle Gotteskinder sind durch Jesus Christus mit dem heiligen Geist gesalbt und berufen Gott als seine Priester in dieser Welt zu dienen. Kanäle seines Geistes und seiner Liebe, Vermittler seiner Gnadengabe, seines Wortes und seiner Wahrheit zu sein. 2.Kor. 1,21, Jeder Christ ist ein Geistesträger, ein Gesalbter, ein Sohn des Öls, durch den Gottes Geist und Wahrheit zu anderen Menschen kommen soll. Jeder Christ vereint in sich das Amt Serubabels und des Amt Josuas. Offb. 1,5-6

EGW schrieb deshalb in den Zeugnissen (Sch II.363): „Der ganze Himmel wartet auf Rohrleitungen, durch die das heilige Öl verteilt werden kann, um andern Freude und Segen zu bringen… Die göttliche Segensfülle wird durch den geheiligten menschlichen Helfer fließen, um andern übermittelt zu werden.“

Und auf Seiteb 331 ist zu lesen: „In dem Gesicht Sacharjas werden die zwei vor Gott stehenden Ölbaume gezeigt, wie sich aus ihnen das goldklare Öl durch goldene Röhren in die Schale des Leuchters im Heiligtum ergießt. Davon werden die Lampen im Heiligtum gespeist, damit sie beständig helles und klares Licht ausstrahlen können. So wird dem Volk Gottes die Fülle göttlichen Lichtes, göttlicher Liebe und Kraft mitgeteilt, damit es andere an diesem licht, an der Freude und Erquickung teilhaben lassen kann.“

Möge ein tieferes Verständnis von Sacharja 4 auch uns helfen. Gottes Tempel mutig zu bauen, Gottes Werk zu vollenden und Gottes Geist dieser Welt zu offenbaren in Werken und Worten.