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1.Was sagte Nebukadnezar, der König von Babylon, zu seinen Weisen, die er zusammengerufen hatte?

Dan. 2,3
„Da sprach der König zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, und mein Geist ist beunruhigt, bis ich den Traum verstehe!“

2. Was sagten die Weisen zu dem König, nachdem sie mit dem Tod bedroht worden waren, wenn sie den Traum und seine Deutung nicht bekannt machen würden?

Dan. 2,10-11
„Die Chaldäer antworteten vor dem König und sprachen: Es gibt keinen Menschen auf Erden, der verkünden könnte, was der König befiehlt; deshalb hat auch nie irgend ein großer und mächtiger König so etwas von irgend einem Traumdeuter, Wahrsager oder Chaldäer verlangt! Denn die Sache, die der König verlangt, ist schwer. Es gibt auch niemand, der es dem König mitteilen könnte, ausgenommen die Götter, deren Wohnung nicht bei den Menschen ist!“

3. Wer bot sich an, den Traum auszulegen, nachdem die weisen Männer in dieser Sache ihre Unfähigkeit eingestanden hatten, dem Befehl des Königs nachzukommen?

Dan. 2,16
„Daniel aber ging hinein und bat den König, ihm eine Frist zu gewähren, damit er dem König die Deutung verkünden könne.“

4. Wie wurde dem Daniel der Traum und seine Deutung offenbart, nachdem er und seine Freunde ernstlich zu Gott gebetet hatten?

Dan. 2,19
„Hierauf wurde dem Daniel in einer Vision bei Nacht das Geheimnis geoffenbart.“

5. Was sagte Daniel, als er vor den König geführt wurde?

Dan. 2,27-28
„Daniel antwortete vor dem König und sprach: Das Geheimnis, nach dem der König fragt, können Weise, Wahrsager, Traumdeuter oder Zeichendeuter dem König nicht verkünden; aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart; der hat den König Nebukadnezar wissen lassen, was am Ende der Tage geschehen soll.“

6. Was, sagte Daniel, habe der König in seinem Traum gesehen?

„Dein Traum und die Visionen deines Hauptes auf deinem Lager waren diese: … Du, König, schautest: Und siehe, ein großes Bild! Dieses Bild war gewaltig und sein Glanz außergewöhnlich; es stand vor dir, und sein Aussehen war furchtbar.“ Dan. 2,28.31 Elb

7. Aus welchem Material bestanden die verschiedenen Teile des Bildes?

Dan. 2,32-33
„Das Haupt dieses Bildes war aus … Gold, seine Brust und seine Arme aus Silber, sein Bauch und seine Lenden aus Erz, seine Oberschenkel aus Eisen, seine Fü.e teils aus Eisen und teils aus Ton.“

8. Wodurch wurde das Bild in Stücke zerschlagen?

Dan. 2,34
„Du sahst zu, bis sich ein Stein losriss ohne Zutun von Menschenhänden und das Bild an seinen Fü.en traf, die aus Eisen und Ton waren, und sie zermalmte.“

d das Bild an seinen Fü.en traf, die aus Eisen und Ton waren, und sie zermalmte.“

9. Was wurde aus den verschiedenen Teilen des Bildes?

Dan. 2,35
„Da wurden Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold miteinander zermalmt; und sie wurden wie Spreu auf den Sommertennen, und der Wind verwehte sie, so dass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.“

10. Mit welchen Worten begann Daniel die Auslegung des Traumes?

Dan. 2,37-38
„Du, o König, bist ein König der Könige, dem der Gott des Himmels das Königtum, die Macht, die Stärke und die Ehre gegeben hat; und überall, wo Menschenkinder wohnen, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels, hat er sie in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher über sie alle gemacht; du bist das Haupt aus Gold!“

Anmerkung. Das Wesen des babylonischen Reiches wird passend durch die Art des Materials bezeichnet, das jenen Teil des Bildes darstellt, durch das es symbolisiert wurde – das goldene Haupt. Es war „das goldene Reiche eines goldenen Zeitalters.“ Die Stadt Babylon, seine Hauptstadt, war so herausragend, wie es später von keinem weiteren Reich erreicht wurde. Im Garten des Ostens gelegen, in einem Viereck von 195 km Umfang angelegt, jede Seite 24 km lang, umgeben von einer 106 m hohen und 26 m dicken Mauer, die von einem Graben umgeben war, der von derselben Breite und Stärke, wie die Mauer war. Alles war in 676 Quadrate eingeteilt, in denen herrliche Vergnügungsorte und Gärten angelegt waren, die mit prachtvollen Gebäuden abwechselten, so war diese Stadt ein Weltwunder, wie auch viele Dinge, die in ihr enthalten waren. … Dies war Babel, dessen Thron der jugendliche, kühne, kräftige und gebildete Nebukadnezar regierte.“

11. Wie war das Reich geartet, das auf Babylon folgte?

Dan. 2,39a Lu84
„Nach dir wird ein anderes Königreich aufkommen, geringer als deines.“

12. Wer war der letzte babylonische König?

Dan. 5,30; 6,1 Lu84; siehe auch Vers 1-2
„Aber in derselben Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, getötet. … Und Darius aus Medien übernahm das Reich, als er zweiundsechzig Jahre alt war.“

13. Wer übernahm das Reich Belsazars?

Dan. 2,32
„Dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben werden.“ Dan. 5,28 14 Wodurch wurde Medo-Persien im Bild dargestellt? „… seine Brust und seine Arme aus Silber.“

15. Wodurch wird Griechenland dargestellt, das auf Medo-Persien folgte?

Dan. 2,39
„… sein Bauch und seine Lenden aus Erz.“ Dan. 2, 32 „und ein nachfolgendes drittes Königreich, das eherne, wird über die ganze Erde herrschen.“

16. Was wird vom vierten Königreich gesagt?

Dan. 2,40
„Und ein viertes Königreich wird sein, so stark wie Eisen; ebenso wie Eisen alles zermalmt und zertrümmert, und wie Eisen alles zerschmettert, so wird es auch jene alle zermalmen und zerschmettern.“

17. Wo steht, dass die römischen Kaiser die ganze Welt regierten?

Lukas 2,1 Elb
„Es geschah aber in jenen Tagen, dass eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben.“

Anmerkung. Gibbon, der die römischen Eroberungen beschreibt, benutzte dieselbe symbolische Sprache, wie sie die Vision von Daniel 2 enthält. Er sagt: „Die Waffen der Republik, die in mancher Schlacht mitunter unterlagen, aber im Krieg im allgemeinen stets siegreich waren, drangen in schnellem Lauf bis an den Euphrat, die Donau, den Rhein und das Meer vor, und die Bilder von Gold, Silber und Erz, die dazu dienen mochten, die Reiche und ihre Könige darzustellen, die wurden der Reihe nach von der eisernen Monarchie Rom zerbrochen.“

18. Was wurde durch die Vermengung von Eisen und Ton in den Fü.en und Zehen des Bildes angedeutet?

Dan. 2,41 Elb
„Und dass du die Fü.e und die Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen gesehen hast: Das wird ein geteiltes Königreich sein.“

19. Durch welche prophetische Sprache wurde die veränderliche Stärke der zehn Reiche des geteilten Königreichs angedeutet?

Dan. 2,42 Elb
„Und die Zehen der Fü.e, teils aus Eisen und teils aus Ton: Zum Teil wird das Königreich stark sein, und zum Teil wird es zerbrechlich sein.“

20. Würden irgendwelche Versuche gemacht werden, um das geteilte römische Reich wieder zu vereinen?

Dan. 2,43 Elb
„Dass du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast: Sie werden sich durch Heiraten untereinander vermischen, aber sie werden nicht aneinander haften, so wie sich Eisen mit Ton nicht mischen lässt.“

Anmerkung. Karl der Große, Karl V., Louis XIV. und Napoleon versuchten alle, die zerbrochenen Stücke des römischen Reiches wieder zu vereinen, hatten aber darin keinen Erfolg. Durch Eheschließungen untereinander sind Verbindungen gebildet worden mit der Absicht, das zerbrochene Reich zu verstärken und zusammenzukitten; doch dies ist nicht erfolgreich gewesen. Das Element der Teilung bleibt bestehen. Viele politische Revolutionen und Gebietswechsel haben seit dem Fall des römischen Reiches im Jahr 476 n. Chr. In Europa stattgefunden, aber sein geteilter Zustand bleibt immer noch bestehen. Dieser bedeutende Traum, wie von Daniel ausgelegt, stellt in der kürzesten Form und mit unfehlbarer Deutlichkeit den Lauf der Weltreiche von der Zeit Nebukadnezars bis zum Schluss der irdischen Geschichte und der Aufrichtung des ewigen Reiches Gottes dar. Die Geschichte bestätigt diese Prophezeiung. Die Oberherrschaft der Welt behielt Babylon von der Zeit des Traumes, 606 v. Chr. bis 538 v. Chr., in dem Jahr sie an die Meder und Perser überging. Der Sieg der griechischen Heere in der Schlacht bei Arbela im Jahr 331 v. Chr. kennzeichnet den Untergang des medo-persischen Reiches, und die Griechen wurden dann die uneingeschränkten Beherrscher der Welt. Die Schlacht bei Pydna in Mazedonien, 168 v. Chr. war der letzte organisierte Versuch, einer weltweiten Eroberung durch die Römer zu widerstehen, und zu jener Zeit ging die Oberherrschaft von den Teil 5 – Heiliger Geist 197 Griechen auf die Römer über, und das vierte Weltreich war dann vollständig begründet. Die Teilung Roms in zehn Königreiche wird in dem im 7. Kapitel des Danielbuches verzeichneten Gesichte klar vorausgesagt und fand zwischen den Jahren 351 n. Chr. und 476 n. Chr. statt.

21. Was soll in den Tagen dieser Königreiche stattfinden?

Dan. 2,44
„Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen.“

Anmerkung. Dieser Vers sagt die Gründung eines anderen Weltreiches voraus, des Reiches Gottes. Dieses Reich sollte alle existierenden Königreiche stürzen und verdrängen, und es sollte ewig bestehen. Die Zeit der Aufrichtung dieses Reiches sollte in die „Zeit solcher Königreiche“ fallen. Dies kann sich nicht auf die vier vorhergehenden Reiche oder Königreiche beziehen, denn diese existierten nicht zur selben Zeit, sondern folgten aufeinander. Auch kann es sich nicht auf die Aufrichtung des Reiches bei der ersten Ankunft Christi beziehen, denn die zehn Königreiche, die aus den Ruinen des römischen Reiches entstanden, waren noch nicht da. Es muss deshalb noch in der Zukunft liegen.

22. Durch welche Ankündigung im Neuen Testament wird die Aufrichtung des Reiches Gottes bekannt gemacht?

Offb. 11,15
„Und der siebte Engel stieß in die Posaune; da ertönten laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Die Königreiche der Welt sind unserem Herrn und seinem Christus zuteil geworden, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit!“

23. Worum sollen wir beten?

Mt. 6,10
„Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.“

24. Welches Ereignis ist mit der Begründung des ewigen Reiches Gottes eng verbunden?

2.Tim. 4,1
„Daher bezeuge ich dir ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebendige und Tote richten wird, um seiner Erscheinung und seines Reiches willen.“

25. Mit welchem Gebet schließt die Heilige Schrift ab?

Offb. 22,20
„Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald! Amen. – Ja, komm, Herr Jesus!“



Weitere Bibelthemen:

6Bibelstudienreihe Teil 6: Das feste prophetische Wort
6.1Die Weissagung, warum gegeben?
6.2Nebukadnezars Traum
6.3Das Evangelium vom Reich
6.4Vier große Weltreiche
6.5Das Reich und Wirken des Antichristen
6.6Der Stellvertreter Christ
6.7Eine große prophetische Zeitperiode
6.8Die Versöhnung im Schatten und Vorbild
6.9Das Gericht
6.10Die Botschaft von der Zeit des Gerichts
6.11Der Fall des neuen Babylons
6.12Die letzte Evangeliumsbotschaft
6.13Satans Streit gegen die Gemeinde
6.14Eine große Verfolgungsmacht
6.15Dem Tier wird ein Bild gemacht
6.16Die sieben Gemeinden
6.17Die sieben Siegel
6.18Die sieben Posaunen
6.19Die orientalische Frage
6.20Die letzten sieben Plagen
6.21Das Geheimnis Gottes vollendet
6.0XGroße prophetische Zeitketten
Quellenverzeichnis:

  • Bibellesungen für den Familienkreis. Ein Studium der Bibel nach Gegenständen, systematisch geordnet für öffentlichen und privaten Gebrauch ; enthält 200 Lesungen, in denen beinahe 4000 Fragen über wichtige religiöse gegenstände beantwortet werden. Von einer großen Anzahl Bibelforschern ausgearbeitet (1923). neue, umgearb. und verm. Aufl. Brookfield, Ill. [u.a.]: Pacific Press.