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1. Was ist ein Grund, dass die letzten Tage so dramatisch sind?

„Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?“

 Lukas 12,20 EÜ

„Die Menschen werden selbstsüchtig sein, habgierig, prahlerisch, überheblich, bösartig, ungehorsam gegen die Eltern, undankbar, ohne Ehrfurcht.“ 2.Tim. 3,2 EÜ


2. Wann würden die Menschen Reichtümer aufhäufen?

„Wohlan nun, ihr Reichen, weint und heult über das Elend, das über euch kommt! Euer Reichtum ist verfault und eure Kleider sind zum Mottenfraß geworden; euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis ablegen und euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen!“ Jak. 5,1-3

Anmerkung.Wir haben das Zeitalter erreicht, da man ungeheure Reichtümer anhäuft, da ein wahnsinniges Jagen vorzuherrschen scheint, schnell reich zu werden und die einfachen und mehrfachen Millionäre keine Seltenheit sind. Über diesen Gedanken sagt Rev. H. W. Bowman in seinem Werk „Kampf zwischen Kapital und Arbeit“:

„Solch ungeheurer Reichtum, solches Aufhäufen von Schätzen, solche Verbindungen von Kapital, mit solch schneller Zunahme der Armut ist früher nie gesehen worden. Unser Zeitalter allein entspricht der prophetischen Beschreibung.” 

„Kampf zwischen Kapital und Arbeit“ – Rev. H. W. Bowman

3. Warum wurde der Mann getadelt, der sein Talent verbarg?

„Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Dann hättest du mein Geld den Wechslern bringen sollen, so hätte ich bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurückerhalten.“ Mt. 25,26-27

Anmerkung.„Die sklavische Hingabe an den Reichtum,” sagt J. G. Mill, „ist ein gesellschaftlicher Fluch.” Bespasian hatte recht, als er sagte: „Reichtum ist gut, wenn recht erworben und gut genutzt.” Und Peter Cooper äußerte auch eine große Wahrheit, als er sagte: „Ein reicher Mann ist nur ein Verwalter zum Besten der Menschheit.” James A. Patton von Chicago, ein in den Ruhestand getretener sehr reicher früherer Getreidehändler sagte, als er seine Absicht kundgab, seinen Reichtum zu wohltätigen Zwecken zu verwenden:

„Ich glaube, dass ein Mann einen großen Teil seines Reichtums verschenken soll, während er lebt. Er kann nicht einen Dollar aus der Welt mitnehmen, obwohl ich einige Leute kenne, die dies für möglich zu halten scheinen. Ich persönlich gedenke, vor meinem Tod vielen Wohltätigkeitseinrichtungen zu helfen. Ich halte es nicht für ratsam, dass jemand seinen Kindern eine große Summe hinterlasse. Viele sind durch große Erbschaften ins Verderben gestürzt worden. Die Nachkommen eines Reichen sind besser daran, wenn sie für sich selbst arbeiten müssen.”  

James A. Patton – zittiert in „Washington Times” vom 5. Nov. 1910

4. Was gebot Jesus dem reichen Jüngling?

„Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach!“ Mt. 19,21 

5. Was sagte Gott im Gleichnis zu dem reichen Mann, der größere Scheunen bauen wollte, um seine Güter darin zu speichern?

„Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?“ Lk. 12,20 

6. Wie sagt Jakobus, wie die Reichen gelebt haben?

„Ihr habt auf Erden ein üppiges und ausschweifendes Leben geführt und noch am Schlachttag habt ihr euer Herz gemästet.“ Jak. 5,5 EÜ

Anmerkung.Dies zeigt, dass sie nur im Luxus und zum Vergnügen gelebt und die Not der Armen in der Welt um sie her kaum beachtet haben. Sie haben gelebt, um selbst nur gute Tage zu haben, ohne an ihre Verantwortung gegenüber Gott und ihre Mitmenschen zu denken. 

7. Wer befähigt den Menschen, Reichtümer zu erwerben?

„So gedenke doch an den Herrn, deinen Gott – denn Er ist es, der dir Kraft gibt, solchen Reichtum zu erwerben –, damit er seinen Bund aufrecht erhält, den er deinen Vätern geschworen hat, wie es heute geschieht.“ 5. Mo. 8,18 

8. Wie haben die Reichen die Gerechten behandelt?

„Ihr habt den Gerechten verurteilt und umgebracht, er aber leistete euch keinen Widerstand.“ Jak. 5,6 EÜ

Anmerkung.Nichts ist raubgieriger und herzloser als Habsucht. Um ihr Ziel zu erreichen, schont sie Recht, Wohlergehen und selbst das Leben derer nicht, die ihr bei ihren unbarmherzigen Plänen und Ränken im Weg stehen. Die Gerechten leisten jedoch diesen ungerechten Behandlungen gegenüber keinen gewaltsamen Widerstand. 

9. Wie haben die Reichen die Arbeiter übervorteilt?

„Aber der Lohn der Arbeiter, die eure Felder abgemäht haben, der Lohn, den ihr ihnen vorenthalten habt, schreit zum Himmel; die Klagerufe derer, die eure Ernte eingebracht haben, dringen zu den Ohren des Herrn der himmlischen Heere.“ Jak. 5,4 EÜ


10. Wie versuchen sich viele Arbeiter dagegen zu wehren?

Sie gründen Arbeitergewerkschaften oder Arbeiterunionen, erklären den Ausstand, Boykott usw.

Anmerkung.Während diese Mittel die Sache für eine Zeitlang aufhalten und Erleichterung verschaffen mögen, so können sie doch nicht das Übel ausrotten und die Frage endgültig lösen. Das Übel sitzt tief, es liegt im Herzen, und nichts als nur Bekehrung – eine Veränderung des Herzens und der Neigungen – kann es beseitigen. Es ist die Sünde der Selbstsucht oder Habsucht – der Mangel, den Nächsten zu lieben wie sich selbst. Der Kampf zwischen Kapital und Arbeit ist ein unvermeidlicher und nicht unterdrückbarer Streit, solange Selbstsucht und Sünde in der Welt sind. Und vor dem Ende wird er am heftigsten, weil dann das Maß der Sünde voll wird. 

11. Wird in diesem Kampf Gewalt ausgeübt werden?

„Werden nicht diese alle einen Spruch über ihn anheben und ein Spottlied in Rätseln auf ihn anstimmen? Man wird sagen: Wehe dem, der sich bereichert mit dem, was ihm nicht gehört – wie lange noch? –, und der sich mit Pfandgut beschwert! Werden nicht plötzlich die aufstehen, die dich beißen werden, und die aufwachen, die dich wegjagen werden, so dass du ihnen zur Beute wirst?“ Hab. 2,67 

12. Sollen Gottes Kinder sich diesen Organisationen anschließen?

„Nennt nicht alles Verschwörung, was dieses Volk Verschwörung nennt, und vor dem, was es fürchtet, fürchtet euch nicht und erschreckt nicht davor!“ Jes. 8,12 

13. Wen sollten wir fürchten?

„Den Herrn der Heerscharen, den sollt ihr heiligen; er sei eure Furcht und euer Schrecken!“ Jes. 8,13 

14. Was sollen Gottes Kinder zu dieser Zeit tun?

„So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn! Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat. So wartet auch ihr geduldig; stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe!“ Jak. 5,78 

15. Welches Gebot, wenn befolgt, würde eine friedliche Lösung dieses ausgedehnten und wachsenden Kampfes herbeiführen?

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Mt. 22,39 „Jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“ Phil. 2,4 Lu84
„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ Mt. 7,12 EÜ
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Weitere Bibelthemen:

7Bibelstudie Teil 7: Zukünftige Ereignisse
7.1Die große Weissagung unseres Herrn
7.2Zeichen der Zeit
7.3Zunahme der Erkenntnis
7.4Kampf zwischen Kapital und Arbeit
7.5Die Wiederkunft Christi
7.6Art und Weise der Wiederkunft Christi
7.7Der Zweck der Wiederkunft Christi
7.8Die Auferstehung der Gerechten
7.9Die Bekehrung der Welt
7.10Die Sammlung Israels
7.11Das Millenium
7.12Dauer des Tages des Herrn
7.13Elia der Prophet
Quellenverzeichnis:

  • Bibellesungen für den Familienkreis. Ein Studium der Bibel nach Gegenständen, systematisch geordnet für öffentlichen und privaten Gebrauch ; enthält 200 Lesungen, in denen beinahe 4000 Fragen über wichtige religiöse gegenstände beantwortet werden. Von einer großen Anzahl Bibelforschern ausgearbeitet (1923). neue, umgearb. und verm. Aufl. Brookfield, Ill. [u.a.]: Pacific Press.