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„So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin.“ 

Galater 3,24 

1. Was ist eine der Anwendungen des Gesetzes?

„Durch Werke des Gesetzes wird niemand vor ihm gerecht werden; durch das Gesetz kommt es vielmehr zur Erkenntnis der Sünde.“ Römer 3,20 EÜ

2. Welche Aufgabe erfüllt das Gesetz?

„So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden.“ Gal. 3,24

3. Als was wird das Evangelium bezeichnet?

„Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen.“ Römer 1,16

4. Was ist die Bedeutung des Namens Jesus?

„Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.“ Mt. 1,21 EÜ


5. In wem wird die Kraft offenbart, von der Sünde zu erlösen?

„Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“ 1.Kor. 1,23-24 EÜ


6. Was wurde von Christi Einstellung zum Gesetz vorausgesagt?

„Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben: Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.“ Ps. 40,8-9 Lu84


7. Was ist die erste Verheißung des neuen Bundes?

„Das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben; und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ Hebr. 8,10

8. Was ist Christi Einstellung zu diesem neuen Bund oder Testament?

„Jetzt aber ist ihm ein um so erhabenerer Priesterdienst übertragen worden, weil er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist.“ Hebr. 8,6 EÜ


9. Wie wird dasselbe Amt noch beschrieben?

„Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen; daher muss auch dieser etwas haben, was er darbringen kann. Wenn er sich nämlich auf Erden befände, so wäre er nicht einmal Priester, weil hier die Priester sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern.“ Hebr. 8,3-4

10. Was muss man tun, um aus Christi Werk einen Nutzen zu haben?

„Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden.“ Römer 10,10

11. Was hoffte der Apostel Paulus von Christus zu erlangen?

„… ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen und in ihm zu sein. Nicht meine eigene Gerechtigkeit suche ich, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott aufgrund des Glaubens schenkt.“ Phil. 3,8-9 EÜ


12. In welchem Verhältnis steht das Gesetz zu dieser Gerechtigkeit?

„Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten.“ Römer 3,21 EÜ


13. Hebt der Glaube, der die Gerechtigkeit bringt, das Gesetz auf?

„Setzen wir nun durch den Glauben das Gesetz außer Kraft? Im Gegenteil, wir richten das Gesetz auf.“ Römer 3,31 EÜ

Anmerkung. Das Gesetz offenbart die Vollkommenheit des verlangten Charakters und gibt so eine Erkenntnis der Sünde, aber es kann diesen verlangten Charakter nicht geben. Im Evangelium wird das Gesetz, das zuerst in Christi Herz geschrieben war, zum „Gesetz des Geistes, der da lebendig macht in Christus Jesus”, und somit auf das Herz des Gläubigen übertragen, in dessen Herzen Christus durch den Glauben wohnt. Somit wird die Verheißung des neuen Bundes erfüllt, dass nämlich das Gesetz in das Herz geschrieben werde. Dies ist die wirkliche Erfahrung der Gerechtigkeit durch den Glauben – eine Gerechtigkeit, die durch das Gesetz bezeugt und durch ein Leben im Einklang mit dem Gesetz offenbar wird. Das Evangelium ist somit die Vorkehrung, das Gesetz an seinem Platz im Herzen und Leben dessen aufzurichten, der an Christus glaubt und seine Vermittlung annimmt. So ein Glaube richtet das Gesetz im Herzen des Gläubigen auf, anstatt es aufzuheben. Das Evangelium ist darum nicht gegen das Gesetz, sondern unterstützt, erhält es und führt es uns in Christus vor.

14. Was nahm Christus hinweg?

„Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt!“ „Joh. 1,29

15. Wem wurde die Macht genommen?

„… die jetzt aber offenbar geworden ist durch die Erscheinung unseres Retters Jesus Christus, der dem Tod die Macht genommen hat und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium.“ 2.Tim. 1,10

16. Welche Veränderung wird durch das Evangelium bewirkt?

„Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“ 2.Kor. 3,18

Anmerkung. Es wird manchmal behauptet, dass Christus das Gesetz änderte, abschaffte oder aufhob und das Evangelium an seine Stelle setzte. Aber dies ist ein Missverständnis des wirklichen Werkes Christi. Der einzelne Gläubige wird verwandelt durch Betrachten der im Evangelium offenbarten Herrlichkeit. 2. Kor. 4,4; Joh. 1,14 Der Tod ist durch den Tod Christi abgeschafft worden, und die Sünde wurde durch den großen Sündenträger hinweg genommen. Aber das Gesetz Gottes bleibt immer noch unverändert als die Grundlage seines Thrones. Siehe Anmerkung zur Frage 17 in der Bibellesung „Die Bekehrung oder Wiedergeburt”.

17. Welche geistliche Auslegung gab Jesus vom sechsten Gebot?

„Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: ‚Du sollst nicht töten!‘, wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr!, der wird dem höllischen Feuer verfallen sein.“ Mt. 5,21-22

18. Wie legte er das siebente Gebot aus?

„Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen! « Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“ Mt. 5,27-28

19. Von welcher Weissagung war diese Lehre eine Erfüllung?

„Der Herr hatte um seiner Gerechtigkeit willen beschlossen, das Gesetz groß und herrlich zu machen.“ Jes. 42,21 EÜ

Anmerkung. Christus gab nicht nur eine geistliche Auslegung des Gesetzes und hielt es selbst nicht nur nach dieser Auslegung, sondern er zeigte auch die Heiligkeit und Unveränderlichkeit des Gesetzes dadurch, dass er am Kreuz starb und die Strafe für dessen Übertretung bezahlte. Besonders auf diese Weise verherrlichte er das Gesetz und zeigte seine weitreichende, unveränderliche und immerwährende Natur.

20. Durch welche Verheißung wurde das Evangelium dem Glaubensvater Abraham verkündet?

„Da es nun die Schrift voraussah, dass Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde, hat sie dem Abraham im voraus das Evangelium verkündigt: ‚In dir sollen alle Völker gesegnet werden‘.“ Gal. 3,8

21. Warum wurde Abraham die Gerechtigkeit zugerechnet?

„Denn was sagt die Schrift? ‚Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet‘.“ Römer 4,3

22. Warum kann man nicht durch Werke gerecht werden?

„Durch Werke des Gesetzes wird niemand vor ihm gerecht werden; durch das Gesetz kommt es vielmehr zur Erkenntnis der Sünde.“ Römer 3,20 EÜ


23. Wie werden alle, die an Jesus glauben, gerecht?

„Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus.“ Römer 3,24 EÜ


24. Darf der Gläubige weiter sündigen, nachdem dieses Gnadenwerk an ihm geschehen ist?

„Heißt das nun, dass wir an der Sünde fest halten sollen, damit die Gnade mächtiger werde? Keineswegs! Wie können wir, die wir für die Sünde tot sind, noch in ihr leben?“ Römer 6,1-2 EÜ

Anmerkung. Selbst in den Tagen Abrahams wurde dasselbe Evangelium der Gerechtigkeit durch den Glauben verkündet wie jetzt, während das Gesetz die Sünde bekannt machte und die Gerechtigkeit bezeugte, die durch den Glauben kommt, wie es seit den Tagen der Kreuzigung der Fall gewesen ist. Hieraus ist zu ersehen, dass das Verhältnis zwischen Gesetz und Evangelium immer dasselbe war.

25. Wie stand Christus persönlich zum Gesetz?

„Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.“ Mt. 5,17 EÜ
„Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin.“ Joh. 15,10

26. Welche Schriftstelle zeigt, dass die Übrigen des Volkes Gottes ein rechtes Verständnis vom richtigen Verhältnis zwischen dem Gesetz und dem Evangelium haben?

„Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren!“ Offb. 14,12 ´



Weitere Bibelthemen:

8Achter Teil: Das Gesetz Gottes
8.1Das Gesetz Gottes
8.2Dauer des Gesetzes
8.3Warum das Gesetz vom Sinai verkündigt wurde
8.4Strafe für die Übertretung
8.5Das Gesetz Gottes zur Patriarchenzeit
8.6Das Gesetz Gottes im Neuen Testament
8.7Sittengesetz und Zeremonialgesetz
8.8Die zwei Bündnisse
8.9Was wurde durch Christum abgeschafft?
8.10Gesetz und Evangelium
Quellenverzeichnis:

  • Bibellesungen für den Familienkreis. Ein Studium der Bibel nach Gegenständen, systematisch geordnet für öffentlichen und privaten Gebrauch ; enthält 200 Lesungen, in denen beinahe 4000 Fragen über wichtige religiöse gegenstände beantwortet werden. Von einer großen Anzahl Bibelforschern ausgearbeitet (1923). neue, umgearb. und verm. Aufl. Brookfield, Ill. [u.a.]: Pacific Press.