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„Darum ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun.“ 

Matthäus 12,12 EÜ

1. Worüber ist des Menschen Sohn ein Herr?

„Der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.“ Mt. 12,8

2. Wer hat den Sabbat gemacht?

„Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.“ Joh. 1,3

3. Hielt Christus den Sabbat, während er auf Erden war?

„Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen.“ Lk. 4,16 Lu84


4. Wie verhielten sich die Schriftgelehrten und Pharisäer Jesus gegenüber, obwohl er der Herr über den Sabbat war, der ihn gemacht hat und an ihm ruhte?

„Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer lauerten ihm auf, ob er am Sabbat heilen würde, um einen Grund zur Anklage gegen ihn zu finden.“ Lk. 6,7

5. Mit welcher Frage begegnete Christus ihren falschen Ansichten und Vernunftschlüssen betreffs der Feier des Sabbats?

„Da sprach nun Jesus zu ihnen: Ich will euch etwas fragen: Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Leben retten oder verderben?“ Lk. 6,9

6. Wie bekundeten sie ihr Missfallen darüber, dass er den Mann mit der verdorrten Hand am Sabbat heilte?

„Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.“ Mk. 3,6 EÜ

Anmerkung. Trotz der Tatsache, dass Christus durch dieses ausgeführte Wunder den Beweis geliefert hatte, dass er von Gott kam, waren sie zornig, weil er ihre Ansichten vom Sabbathalten nicht respektiert, sondern im Gegenteil gezeigt hatte, dass sie falsch waren. Verwundeter Stolz, Hartnäckigkeit und Hass erfüllten sie mit Wut, so dass sie sofort hinausgingen und sich mit den Herodianern – ihren politischen Feinden, mit denen sie in Bezug auf das Entrichten von Tribut an eine fremde Macht nicht übereinstimmten – berieten, um seine Tod herbeizuführen.

7. Was taten die Juden, weil Jesus am Sabbat einen Mann geheilt und ihm gesagt hatte, er soll sein Bett nehmen und heimgehen?

„Und deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten, weil er dies am Sabbat getan hatte.“ Joh. 5,16

Anmerkung. Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, dass die Juden wegen der Frage der richtigen Sabbatfeier, Jesus nicht nur verfolgten, sondern sich auch zum ersten Mal berieten, ihn umzubringen. Kein geringer Grad des Hasses, der seinen Höhepunkt schließlich bei der Kreuzigung erreichte, entstand gerade infolge dieser Frage der Sabbatfeier. Christus hielt den Sabbat nicht nach ihren Ansichten vom Sabbathalten, und so wollten sie ihn töten. Und sie sind nicht die einzigen. Viele weisen heute denselben Geist auf. Weil einige nicht mit ihren Ansichten über den Sabbat oder die Sabbatfeier übereinstimmen, suchen sie sie zu verfolgen und zu unterdrücken – sie suchen Gesetze und Verbindungen mit weltlichen Mächten, um Achtung vor ihren Ansichten zu erzwingen.

8. Welche Antwort gab Jesus ihnen?

„Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch.“ Joh. 5,17

Anmerkung. Die gewöhnlichen Naturvorgänge, wie sie sich durch Gottes allmächtige, erhaltende, wohltuende und heilende Kraft bekunden, halten genauso wenig am Sabbat an wie an andern Tagen auch. Es kann deshalb weder gegen Gottes Willen sein noch eine Übertretung seines Sabbatgebotes, wenn man am Sabbat mit Gott und der Natur im Heilen, Helfen und Wiederherstellen zusammenwirkt.

9. Welche Wirkung hatte diese Antwort auf die Juden?

„Darum suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleich machte.“ Joh. 5,18

10. Wie beschuldigten die Pharisäer die Jünger bei Christus, weil sie am Sabbat ein paar Getreideähren ausgerissen hatten?

„Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist?“ Mk. 2,24

11. Was antwortete Jesus?

„Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er Mangel litt und er und seine Gefährten Hunger hatten, wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote aß, die niemand essen darf als nur die Priester, und auch denen davon gab, die bei ihm waren? Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen.“ Mk. 2,25-27

12. Was sagte der Oberste einer gewissen Schule, weil Jesus am Sabbat eine kranke Frau geheilt hatte?

„Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte, und er ergriff das Wort und sprach zu der Volksmenge: Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll; an diesen kommt und lasst euch heilen, und nicht am Sabbattag!“ Lk. 13,14

13. Welche Antwort gab Jesus ihm?

„Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke? Diese Tochter Abrahams aber, die der Satan schon seit achtzehn Jahren gefesselt hielt, sollte am Sabbat nicht davon befreit werden dürfen?“ Lk. 13,15-16 EÜ


14. Welche Wirkung hatten Jesu Antworten auf das Volk?

„Und als er das sagte, wurden alle seine Widersacher beschämt; und die ganze Menge freute sich über all die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.“ Lk. 13,17

15. Wie rechtfertigte Jesus barmherzige Werke am Sabbat?

„Er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, dem sein Sohn oder sein Ochse in den Brunnen fällt und der ihn nicht alsbald herauszieht, auch am Sabbat?

Und sie konnten ihm darauf keine Antwort geben.“ Lk. 14,5-6 Lu84
„Er antwortete: Wer von euch wird, wenn ihm am Sabbat sein Schaf in eine Grube fällt, es nicht sofort wieder herausziehen? Und wie viel mehr ist ein Mensch wert als ein Schaf! Darum ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun. Mt. 12,11-12 EÜ


16. Auf welche Weise wurden die Pharisäer verwirrt durch die Wunder, die Jesus am Sabbat ausführte?

„Einige der Pharisäer meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen.“ Joh. 9,16

Anmerkung. Das Ausführen dieser wunderbaren, Segen bringenden und gnädigen Wunder am Sabbat war ein Beweis, dass Christus von Gott kam und dass seine Ansichten vom Sabbathalten richtig waren. Durch diese Wunder setzte Gott das Siegel seiner Billigung auf Jesu Ansichten und Lehren wegen dem Sabbat und seine Art und Weise der Feier desselben und verdammte dadurch die engherzigen und falschen Ansichten der Pharisäer. Daher entstand Zwietracht.

17. Was würde Christus mit dem Gesetz tun?

„Der Herr hatte um seiner Gerechtigkeit willen beschlossen, das Gesetz groß und herrlich zu machen.“ Jes. 42,21 EÜ

Anmerkung. In nichts fand dies vielleicht eine treffendere Erfüllung als in der Sabbatfeier. Die Juden hatten durch ihre Überlieferungen, ihre zahlreichen Vorschriften und sinnlosen Beschränkungen den Sabbat zu einer Last gemacht. Der Sabbat war keine Lust mehr. Christus beseitigte all das und stellte durch sein Leben und seine Lehren den Sabbat wieder an seinen gehörigen Platz als einen Tag der Anbetung und des Segens, einen Tag zur Verrichtung von Werken der Liebe und Barmherzigkeit und zur frommen Betrachtung und zu Andachtsübungen. So machte er den Sabbat herrlich und groß. Einer der hervorragendsten Charakterzüge des ganzen öffentlichen Wirkens Christi war dieses große Werk der Sabbatreform. Jesus schaffte den Sabbat nicht ab und veränderte ihn auch nicht; aber er befreite ihn von dem Schutt der Überlieferung, der falschen Ansichten und abergläubischen Bräuche, unter welchem er begraben worden war und durch den er um seinen Segen beraubt wurde. Die Pharisäer hatten die Sabbateinrichtung über und gegen den Menschen gestellt. Christus kehrte die Sache um und sagte: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht, und nicht der Mensch um des Sabbats willen.” Jesus zeigte auf, dass dieser Tag zum Glück, zur Freude und zum Wohlergehen der Menschen wie auch der Tiere beitragen sollte.

18. Worum sollten die Jünger Christi beten, weil die Juden immer noch an ihren falschen Ansichten über den Sabbat festhalten würden?

„Betet darum, dass ihr nicht im Winter oder an einem Sabbat fliehen müsst.“ Mt. 24,20 EÜ

Anmerkung. Christi Erfahrung mit den Juden, dem auserwählten und vorgeblichen Volk Gottes zu jener Zeit, und dem Sabbat ist nur ein Vorbild von dem, was gemäß der Prophezeiung in den letzten Tagen geschehen soll. Schon jetzt findet sich eine Parallele in der Bewegung, die Sonntagsfeier durch Gesetze zu erzwingen. Siehe die Bibellesungen „Die Vereinigten Staaten in der Weissagung” im sechsten Teil und „Verbindung von Kirche und Staat” und „Sabbat-Gesetzerlasse” im zehnten Teil.



Weitere Bibelthemen:

9Bibelstudie Teil 9: Der Sabbat
9.1Die Einsetzung des Sabbats
9.2Das Gedächtnis Gottes
9.3Die Gründe für das Halten des Sabbats
9.4Die Art und Weise der Sabbatfeier
9.5Christus und der Sabbat
9.6Der Sabbat im Neuen Testament
9.7Die Veränderung des Sabbats
9.8Das Siegel Gottes und das Mahlzeichen des Abfalls
9.9Des Herrn Tag
9.10Wandeln, wie er gewandelt hat
9.11Der Sabbat in der Geschichte
9.12Sabbatreform
Quellenverzeichnis:

  • Bibellesungen für den Familienkreis. Ein Studium der Bibel nach Gegenständen, systematisch geordnet für öffentlichen und privaten Gebrauch ; enthält 200 Lesungen, in denen beinahe 4000 Fragen über wichtige religiöse gegenstände beantwortet werden. Von einer großen Anzahl Bibelforschern ausgearbeitet (1923). neue, umgearb. und verm. Aufl. Brookfield, Ill. [u.a.]: Pacific Press.