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Bibelverse im Fokus: 
Dan. 7,9-10; 13-14; 22; 26-27.

Throne wurden aufgestellt – siehe auch Offb. 4,1-5. Unvermittelt wandelt sich das Bild in eine Gerichtsszene.

Einer, der uralt war,–  Ps. 90,2. Er hat das erste Wort gesprochen, so spricht er auch das letzte.

Einer setzte sich: Einer thront und richtet.

Weißes Kleid:  vgl. Ps. 104,2; Mt. 17,2; Offb. 1,14. Vor Seiner reinen Heiligkeit erscheint der Schmutz der Sünde umso schmutziger, Haar: Wie ein Strahlenkranz (vgl. Offb. 1,14).

Feuer: vgl. Hes. 1,15-28; Hebr. 12,29. Es ist recht, sich heute schon von ihm durchläutern zu lassen.

Feuriger Strahl:  Sein Urteil ist bereits auch Vollstreckung,

Zehntausendmal Zehntausende: Ps. 68,18; Offb. 5,11. Alle stehen ihm zu Dienst. Was ist dagegen das großmäulige »kleine Hom«?

Bücher aufgetan: Lk. 10,20; Offb. 20,12. Über das, was während des langen Geschichtsverlaufs geschehen ist, ist nicht Gras gewachsen. Es ist festgehalten und wird noch einmal aufgerollt.

ins Feuer: Der Antichrist kommt an den Verdammungsort (Offb. 19,20).

Mit der Macht der anderen war es auch aus: Sie alle gehen, nur der Herr kommt und bleibt.

Ihre Zeit und Stund ist bestimmt:Pred. 3,1 ff; Offb. 13,5b. Es ist eine Anfechtung, dass sie überhaupt Raum und Frist haben, oft lange.

In den Wolken des Himmels – Mt. 24,30; Mk. 13,26; Lk. 21,27; Offb. 1,7; 14,14. Die Bestien kommen von unten, ER kommt von oben (Joh. 8,23).

Wie eines Menschen Sohn:  Das  Judentum  umschrieb von diesem Prophetenwort  her  den  Messias auch mit dem Wort »Menschensohn«. Jesus hat diese Bezeichnung durchgehend offenbar an liebsten für sich in Anspruch  genommen – Joh. 5,27; 12,23 – auch in  seinem  letzten  Sich-Verantworten  vor dem  offiziellen  Israel –  Mt. 8,20; 9,6; 10,23; Lk. 19,10 u.a.; Mt. 26,64).  Die Bezeichnung »Messias« war zur Zeit Jesu im Sinne eines politischen Revolutionärs missdeutet.

Die Bezeichnung Menschensohn umfasst beides: Einerseits ist Jesus der ewige Gottessohn, der von Gott Gekommene, der Generalbevollmächtigte Gottes, das Ebenbild seines Wesens, die uns zugewandte Seite Gottes. Andererseits ist er das Urbild des nach dem Bilde Gottes geschaffenen Menschen und der Erstgeborene der neuen Menschheit, der neue Adam, nach dessen Bild wir als wahre Menschen- und Gotteskinder erneuert  werden  (Joh. 1,1-14; 14,9;  Hebr. 1,2 f;  Kol. 1,15; Röm. 5,15; 8,29; Kol. 1,18;  Hebr. 1,6).

Der gab ihm Macht : Mt. 11,27; 28,18. Auf die Weltgeschichte folgt nicht nur das Weltgericht, sondern auch das Friedensreich Jesu über alle Welt.

Seine Macht ist ewig: Dreifach und deshalb besonders nachdrücklich wird ausgesprochen, dass sein Reich nicht, wie das der anderen vergeht. •  15: Diese Vison kann uns auch sehr trösten und erfreuen (Lk. 11,28; Phil. 4,40.

 

Die Heiligen werden das Reich empfangen – Gott gibt seinem alttestamtenlichen und neutestamtenlichen Volk Anteil »am Leiden und am Reich«:

1. am Leiden – kämpfen gegen die Heiligen und sie vernichten. Das Horn (Der Antichrist) kann zwar das Martyrium über sie bringen, aber innerlich überwinden kann er sie nicht; sein Zauber verfängt bei ihnen nicht (Offb. 13,7 ff) Seine Zeit ist beschränkt (vgl. 22; Offb. 13,5)

2. am Reich– Der Menschensohn empfängt und behält das Reich nicht für sich allein. Er gibt denen, die ihm durchs Leiden gefolgt sind, auch teil an seinem Reich. (Mt. 19,28; Offb. 1,6: 3,21; 20,4)

Die Vision über das Gericht im Himmel offenbart folgende Tatsachen:

1.  Gottes Volk erhält durch höchstrichterlichen Zuspruch rechtmäßig das Reich zugesprochen – Die Heiligen des Höchsten werden freigesprochen und Teilhaber am Reich des Menschensohnes. Das Gericht geschieht zugunsten der Gläubigen. Es ist ein Gericht für die Heiligen, nicht ein Gericht über die Heiligen.

Allen, deren Namen im Buch des Lebens stehen, gilt die Verheißung Jesu – Offb. 3,5.

2.  Das kleine Horn, die antichristliche Verfolgungsmacht, wird rechtmäßig verurteilt, verdammt und für immer vernichtet. Seine Anhänger werden gerichtet nach ihren Werken, die in den Büchern aufgezeichnet sind.

3.  Gott wird in diesem Gericht vor den Engeln gerechtfertigt. Es wird nachgewiesen, dass er gerecht handelt, wenn er den Gläubigen die Herrschaft über die Erde gibt und die Ungläubigen verurteilt und dem Feuertod übergibt.

 

Die Vision in Daniel 7 stellt mich vor die Frage:

Habe ich Gemeinschaft mit dem Menschensohn – ist mein Denken, Fühlen und Wollen geprägt und bestimmt vom Wesen und Charakter Jesu? Oder: Gehöre ich zum Kleinen Horn – lebe ich nach den Prinzipien und Ordnungen der antichristlichen Macht?