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Weil Gott das A und das O ist, so wissen wir, dass er IMMER ist. Er ist auch der Herr des Universums. Johannes aber war sterblich, wie wir alle, begrenzt an Zeit und Ort, Er sagt uns, dass, als er den Herrn sah, er auf der Insel Patmos war, und er nennt uns auch die Zeit: Es war des Herrn Tag. Ich war im Geist an des HERRN Tag.“ Offb. 1,10.

Es ist sehr angemessen, dass er den Herrn sah an DES HERRN TAG, Johannes wurde von der Vision überrascht; so wissen wir, dass nicht er diesen Tag ausgewählt hatte, Der Herr selbst erwählte es, ihm die Vision selbst zu geben an seinem eigenen Tag.

Aber welches ist des Herrn Tag?

Jedermann weiß, dass die meisten Christen diese Bezeichnung auf den Sonntag anwenden. Die Sitte, dies so zu tun, mag in der Tat bis in das 2. Jahrhundert zurückreichen, bis zu einem Brief, den Ignati­us, ein geweihter, aber sehr eigenwilliger Bischof von Antiochien, schrieb. Sei es nun wie es sei, den Sonntag des Herrn Tag zu nennen ist so alt und weitverbreitet, dass der Name „Herrntag“ in mehreren Sprachen tatsächlich den Namen für „Sonntag“ eingenommen hat. DOMINGO ist der spanische Name für Sonntag, und DIMANCHE ist der französi­sche Name: beide sind abgeleitet von DOMINICA, dem lateinischen Wort für Herrntag. Eigentümlicherweise begannen um 1600 n.Chr. engli­sche Puritaner damit, den Namen „Sabbat“ für den ersten Tag der Woche zu gebrauchen. In Groß Britanien und Amerika, wo der purita­nische Einfluss sehr stark war, sind Millionen von Christen zu der Annahme gekommen, dass Sonntag sowohl der Sabbat als auch der Tag des Herrn ist.

Wenn wir uns nun zur Bibel wenden, so finden wir: Ja, des Herrn Tag ist derselbe Tag wie der Sabbat. Aber wir finden auch, dass des Herrn Tag nicht derselbe ist wie der Sonntag.

In den Zehn Geboten sagt die Bibel: „Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes.“ 2.Mo. 20,10, Im NT sagt Jesus, Mk. 2,28: „So ist des Menschensohn ein HERR auch über den SABBAT.“ So ist der biblische Befund: DER SABBAT IST DES HERRN TAG. DES HERRN TAG IST DER SIEBENTE TAG.

Aber wie können wir sicher sein, dass in den langen Jahrhunderten unserer christlichen Zeit keine Veränderung stattgefunden hat?

Es hat eine Veränderung stattgefunden; oder wenigstens ist der Versuch einer solchen Veränderung gemacht worden. Wie wir weiter oben gesehen haben, ist ein solcher Versuch möglicherweise schon im 2.Jahrhundert durch Bischof Ignatius unternommen worden, der den Sonntag des Herrn Tag nannte. In Dan. 7,25 wird die Weissagung gemacht, dass das „kleine Horn“ sich „unterstehen“ wird, „Festzeiten und Gesetz zu ändern.“ Wir sahen in unserem Studium von Dan. 7, wie die christliche Kirche die Beobachtung des ersten Tages der Woche erzwang in direktem Gegensatz zur Heiligung des siebenten Tages. Jesus, jedoch, sagte seinen Nachfolgern, dass sie „nicht mei­nen“ sollten, dass er gekommen sei, das Gesetz zu ändern. Er sagte:

„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen… Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht,“ Mt. 5,17-18.

In einigen Teilen der Welt ist eine andere Veränderung versucht worden. Seit dem 1.Jan. 1976 zeigen viele Kalender den MONTAG als den ERSTEN TAG der Woche und SONNTAG als den SIEBENTEN TAG an. Der dafür angegebene Grund -weil viele Leute die Arbeitswoche mit dem Montag beginnen – erscheint oberflächlich und nicht stichhaltig.

Aber trotz der Geschichte der Kirche und trotz der modernen Kalen­der kann jedermann leicht entdecken, welcher Tag der wahre Sabbat ist. Mk. 15,42 sagt, dass Jesus gekreuzigt wurde am „Rüsttag, …das ist der Tag vor dem Sabbat.“ Lk. 23,56 sagt von seinen Jüngern, die den Herrn soeben zu Grabe gelegt hatten: „Und den Sabbat über ruhten sie nach dem Gesetz.“ Mt. 28,1 berichtet: „Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.“ Sie fanden das Grab aber leer. – Fassen wir zusammen:

    • Jesus starb an dem Tag vor dem Sabbat.
    • An dem Sabbat der Zehn Gebote ruhten seine Nachfolger.
    • An dem Tag nach dem Sabbat stand ER von den Toten auf.
    • Jeder Christ weiß, dass Jesus am Sonntag auferstanden ist von den Toten.

Darum: Der biblische und christliche Sabbat war und ist und bleibt der Tag vor dem Sonntag, trotz der Kirchengeschichte und trotz der modernen Kalender, die fälschlich den Sonntag als den siebenten Tag der Woche bezeichnen.

DES HERRN TAG IST FÜR UNS.

Wenn der Bibel-Sabbat der „Sabbat des Herrn“ ist und „des HERRN Tag,“ so ist er SEIN TAG. Aber ER hat ihn für uns gemacht! Jesus sagte: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht,“ – für alle Menschen, für die Menschheit. Siehe Mk. 2,27:

Aber warum wurde der Sabbat für uns gemacht? Welcher Absicht sollte er dienen? Eine Antwort auf die Frage wird in 1. Mose 2,1-3 gegeben. Dort ist der Original-Bericht über den ersten Sabbat Wir lesen dort, dass Gott am Ende der Schöpfungswoche „ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn.“ Das Wort „heiligen“ bedeutet: „für einen heiligen Gebrauch aussondern.“

Gott ruhte nicht am ersten Siebenten-Tag-Sabbat, weil er müde oder erschöpft war. Er ruhte von seinem Schaffen, weil er in sechs Tagen die Schöpfung der Erde vollendet hatte. Er ruhte, segnete und heiligte den siebenten Tag, um den Sabbat auszusondern für eine heilige Absicht.

Und welches ist diese heilige Absicht? In Hes. 20,12 sagt Gott: „Ich gab ihnen auch meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen, damit sie erkannten, dass ICH DER HERR BIN, DER SIE HEILIGT.“

Der Sabbat wurde geschaffen, als Gott den siebenten Tag HEILIGTE.

Heute erinnert uns der Sabbat daran, dass Gott auch UNS heiligt, wenn wir es ihm zulassen! Er will UNS AUSSONDERN für eine heilige, zweckmäßige Absicht: nur Gutes zu tun. Durch uns will er den Teil der Welt, in dem wir leben, zu einem besseren Ort machen. Er hat uns geschaffen zu einem Königreich von Priestern. Siehe Seite 61. Er fordert uns auf, dem Beispiel Christi zu folgen und ein Leben der Güte und Freundlichkeit zu leben im Dienst derer, die uns am nächsten sind. Siehe Joh. 13,12-17; 1.Petr. 2,21-24.

Weil der Sabbat uns an die Schöpfung der Welt erinnert, erinnert er uns auch daran, dass wir uns selbst nicht gut machen können, so wenig wie wir uns selbst schaffen können. Nur der Schöpfer kann in uns schaffen ein reines Herz und einen neuen, beständigen Geist. Siehe Ps. 51,12. „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Krea­tur: das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ 2.Kor. 5,17. Du magst noch nicht den Sabbat heiligen, es ist jedoch möglich, dass Gott bereits in dir wirkt, dich von Sünden reinigt und neu er­schafft in sein Bild. Nun, da du diese Seiten liest, lässt ER dich von der Bibel her wissen, dass der siebente-Tag-Sabbat Sein Tag ist, den Tag, den er erwählt hat für besondere, weitere Offenbarungen seiner selbst und deiner Umwandlung. Er erinnert dich auch daran, dass ER den Sabbat gemacht hat „um des Menschen willen,“ für die Menschheit, für jedermann. Der Sabbat wurde für mich gemacht. Er wurde für dich gemacht.

Aus diesem gleichen Grund wurde er auch für Johannes gemacht. Jener Tag des Herrn auf Patmos war Johannes Tag. Es war einer der allerbesten Tage seines wunderbaren langen Lebens. Welche herrlichen Segnungen kamen zu ihm, weil er „vom Geist ergriffen“ wurde „an des Herrn Tag,“ auch als er in der Gefangenschaft ganz allein war.

Welche Segnungen kannst du und ich erwarten, wenn wir den Sieben­ten-Tag-Sabbat in der Kraft des Heiligen Geistes heiligen. Dieser Tag des Herrn ist auch unser Tag. Darum lasst uns ihn heiligen, jeder von uns, zusammen mit unserem liebenden Herrn.

Quellenverzeichhnis
  • Gott Sorgt. Band 2. Die Botschaft der Offenbarung für Dich und Deine Familie. Von C. Mervyn Maxwell Ph. D. Originaltitel: GOD CARES, Vol. 2. Copyright für die Übersetzung, Advent-Verlag Kratlingen, CH-3704 Kratlingen, Schweiz. Mit freundlicher genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Website: Advent-Verlag Schweiz.