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Der Name:

Den Namen des Propheten tragen noch drei andere Personen im AT. Der Name bedeutet „Jahwe verbirgt – Jahwe hat verborgen – oder Jahwe bewahrte“.

Seine Abstammung:

Seine Abstammung kann über vier Generationen zurückverfolgt werden. (Zef. 1,1) Diese Aufzählung zeigt, dass er ein Ur-Ur-Enkel von Hiskia, dem König Judas war. Zefanja ist der einzige Prophet des AT von so hohem Rang.

Die Zeit seines Wirkens:

Nach Kp 1,1 fiel seine Tätigkeit in die Regierungszeit König Josias (640-609 v. Chr.), der in Juda eine Reformation nach der Wiederentdeckung des Gesetzbuches (622 v. Chr. – 2. Kö. 22,3-8) durchführte. Zefanjas häufige Zitate aus dem Gesetzbuch deuten darauf hin, dass er Gottes Botschaft besonders an diejenigen richtete, die die religiösen Reformen ablehnten. Da nach Kp 2,13 Ninive, die Hauptstadt des assyrischen Weltreiches noch bestand, muss er in der Zeit zwischen 622 und 612 v. Chr. gewirkt haben.

Das Thema seiner Botschaft:

Die Kernaussage des Buches Zefanja steht  Zef. 1,7a: „Seid stille vor Gott dem HERRN, denn des HERRN Tag ist nahe!“ – Die Wendung „Der Tag des Herrn“ wird im Buch Zefanja häufiger verwandt als in jedem anderen Buch des AT (insgesamt 19 mal). Sein Thema ist also das Gericht Gottes. Doch die Botschaft vom Gerichtstag Gottes ist bei Zefanja immer mit der Verkündigung verbunden, dass Gott in seiner Gnade die wenigen Gerechten, die Übrigen, die Treuen bewahren wird. Trotz der Unausweichlichkeit des Gerichts hält Gott treu zu seinem Versprechen, sein Volk zu schützen und seine Verheißungen zu erfüllen.

Die inhaltliche Gliederung

Um den Inhalt eines Buches leichter zu verstehen, ist eine Gliederung hilfreich. Hier ein Überblick über das Buch Zefanja. Das Buch enthält drei Abschnitte über Gottes Handeln:

  1. Gottes Gericht – Zef. 1,2-18
  2. Gottes Mahnung – Zef. 2,1-3,8
  3. Gottes Verheißung Zef. 3,9-20
Im Einzelnen lässt sich folgende Gliederung erstellen:
  • Das Gericht über die ganze Erde – Zef. 1,2-3;
  • Das Gericht über Gottes Volk (Juda und Jerusalem) Zef. 1,4-2;
  • Das Gericht über die Nachbarvölker Zef. 2,4 – 15;
  • Die verheißene Heilszeit Zef. 3,11-20;
Die Botschaft beantwortet folgende Fragen:
  1. Wen wird das Gericht treffen?
  2. Wie wird das Gericht aussehen?
  3. Wie kann das Gericht vermieden werden?

I. Gottes Gericht

Wen wird das Gericht treffen?

Für wen ist der Tag des Herrn ein Tag des Schreckens und

Verderbens? (Zef. 1,4-13)

  1. die Götzendiener – Baals Verehrer – falsche Anbetung!
  2. die Sterne verehren – Astrologie betreiben – falsches Vertrauen!
  3. die Gott und anderen Götter gleichzeitig dienen – Mischreligion / Synkretismus!
  4. die Gott den Rücken zukehren – die Treulosen
  5. die falschen Führer
  6. die durch Gewalt und Betrug Schätze anhäufen
  7. die Kaufleute, die gewissenlos auf Gewinn aus sind
  8. die sich nicht aus der Ruhe bringen lassen – Gleichgültigen/Unentschiedenen

Wie wird das Gericht aussehen?  (Zef. 1,14-18)

  • seine Nähe  – Zef. 1,14 a
  • sein Schrecken  – Zef. 1,14b – 18

Wie kann das Gericht vermieden werden?

a)  Der Aufruf an die Völker und Juda – Zef. 2,1-2 – Tut Buße!
Denkt doch einmal über euch nach! Kommt endlich zur Besinnung! Ihr seid ein Volk, das keine Scham mehr kennt. Kehrt um, bevor das eintrifft, was der Herr sich vorgenommen hat!

b)  Der Aufruf an die Demütigen – Zef. 2,3 – Suchet Gott!
Die ihr dem Herrn dient und nach seinen Geboten lebt: Bleibt bei ihm, und strebt nach Gerechtigkeit und Demut!

Die Botschaft Gottes durch Zefanja beginnt und endet mit der Ankündigung des Jüngsten Gerichts,das alle Völker und die ganze Erde treffen wird. –  Zef. 1,2-3 und Zef. 3,8
Diese Worte zum endgültigen Gericht der Gottlosen sind von einer erschreckenden Unmittelbarkeit. Sie erinnern an die Vernichtung der Erde und ihrer Bewohner durch die Sintflut. Auch Jesaja hat über Gottes weltweites Gericht gepredigt und geschrieben-  (Jes. 24,1-6; 19-23).

Wem gilt die Gerichtsbotschaft über Juda und Jerusalem?
  1. Die Priester, die vom wahren Gott abgefallen sind und zu einem Aberglauben übergegangen sind. Zefanja wendet sich drei Formen des Aberglaubens und der falschen Anbetung zu.
  2. Menschen, die auf den Dächern die Sterne anbeten (vgl. Jer. 19,13; Jes. 47,13; ), obwohl Gott ausdrücklich vor solchen Praktiken gewarnt hatte (5. Mose 4,19). Statt den Schöpfer wegen der Pracht der Gestirne anzubeten, suchte man in den Gestirnen Antwort auf die bedrängenden Fragen.
  3. Menschen, die die Anbetung Jahwes mit der Verehrung von Milkom vereinigen wollten – also eine Form des religiösen Synkretismus vertraten. Der natürliche Mensch will es weder mit seinem Gott noch mit den Götzen der Welt verderben. Samuel rief Israel auf „Dienet Jaweh allein! … tut von euch die fremden Götter!“ (1.Sam. 7,3).
  4. Menschen, die religiös gleichgültig warfen, die zwar keine anderen Götter anbeteten, sich jedoch auch nicht um Gott und seinen Willen kümmerten. Die Schwankenden, die zu Kompromiss bereiten, die Gespaltenen verfallen dem Gericht.

Wenn in Zef. 1,4 steht, dass Gott ausrotten will, was von Baal noch übrig ist,
dann wird damit gesagt, dass die Reformen Josias schon im Gange waren, aber nicht alle im Volk Gottes sich der Reform angeschlossen und die Anbetung Baals aufgegeben hatten. Die Verweigerer der Reformation verfallen dem Gericht. Gott lässt nicht den geringsten Rest von Götzerei und Baalskult in seinem Volk zu.

Warum ergeht das Gericht auch über alle, „die fremländische Kleidung tragen“?
Es mag kleinlich erscheinen, dass hier Modefragen erwähnt werden. Aber die Kleidung war ein Bekenntnis. Im auserwählten Volk bedeute das Tragen assyrischer Kleidung eine Abwendung von Jahwe und seinem Gesetz. Das verborgene Wesen – ob Jahwe treu oder untreu – zeigt sich bis in die Kleidung. Es war damals offenbar ein Brauch, durch die äußere Erscheinung seine Zustimmung zu der fremden Religion und dem Kult der Assyrer zum Ausdruck zu bringen. Mit dem fremdländischen Gewand offenbarten sie, dass sie auch innerlich fremde Wertvorstellungen und andere religiöse Praktiken übernommen hatten.

Warum ergeht nach Zef. 1,11 das Gericht über das ganze Krämervolk?
In Zeiten rechtlichen und religiösen Zerfalls sind jene Berufe, die es mit Geld zu tun haben, besonders anfällig. (vgl. auch die Klage der Kaufleute in Offb. 18 und Hos. 12,8-9). Die Geldwechsler und Geldverleier, die sich durch Wucher bereicherten. Weil sie andere übervorteilten, wird Gott sie richten.

Wer sind die Menschen in Jerusalem, die der Herr mit einer Lampe aufsuchen will?  (Zef. 1,12)
Alle auf, die gleichgültig in den Tag hinein leben. Sie denken: ‚Mit Gott brauchen wir nicht zu rechnen, von ihm kommt weder Gutes noch Böses.‘ Sie versündigen sich dadurch, dass sie auch Gott gegenüber die Neutralen bleiben wollen. Es sind Menschen, die zwar Gott nicht leugnen, aber auch nichts von ihm erwarten. Die Gott weder die Verwirklichung seiner Verheißungen noch seiner Drohungen zutrauten. Auch sie entgehen dem Gericht nicht.

II.  Gottes Mahnung – Zef. 2,1-3,8

Die Gerichtsbotschaften der Propheten sind in der Regel von der Aufforderung zur Umkehr begleitet. Auf die Gerichtsdrohung folgt die Mahnung zur Bekehrung.

Warum beginnt Mahnrede mit der Aufforderung sammelt euch, ja sammelt euch, du Volk ohne Scham? (Zef. 2,1)
Echte Umkehr setzt Einkehr voraus. Ohne Einkehr und innere Sammlung kommt es nicht ernsthaft zur Erneuerung. Darum ist Zerstreuung und Ablenkung das Rezept einer von Gott abgefallenen Welt. Der Ruf zur Sammlung und inneren Einkehr ist der Ruf an die, die sich in der Zeit des Gerichts noch rufen lassen. Menschen, die sich ihrer Sünde und Verschuldung nicht bewusst sind, werden diesen Ruf verachten.

Wer sind die „Elenden“, die aufgerufen  werden, den Herrn zu suchen? (Zef. 2,2)
Die Übersetzung „Elenden“ ist nicht ganz zutreffend. Gemeint sind die Stillen im Land, oder auch die Getreuen. (Ps. 101,6). Es sind Menschen, die noch ansprechbar sind, die noch auf Gottes Stimme hören, die noch nach seinem Gesetz fragen und seinen Willen suchen. Wenn aus der Einkehr keine Hinkehr zu Jahwe wird, so ist die Umkehr nicht echt und nicht von Dauer.

Wozu fordert der HERR diejenigen auf, die ihn noch kennen und es durch ihren Gehorsam erweisen? (Zef. 2,3)
Sie soll nach drei Dingen streben: 1. nach dem Herrn 2. seiner Gerechtigkeit 3. nach Demut.
Sie sind aufgerufen, sich vor Gottes Majestät zu beugen.

Was bedeutet die Aussage:  Vielleicht werdet ihr verschont, wenn sich der Zorn des Herrn über sein Volk entlädt (Zef. 2,3)
Auch die Geretteten haben Gottes Gnade nicht verdient. Sie haben seine Gnade nicht automatisch in der Tasche. Gnade ist nie etwas Selbstverständliches, nichts Berechenbares. Wer solches lehrt, betrügt die Menschen. Der Prophet zerstreut mit dieser Bemerkung alle Sicherheit und Schläfrigkeit.
Die Gerichtsreden für die anderen Völker werden wir nicht im Einzelnen besprechen. Alle diese Gerichtsdrohungen finden ihre letzte Erfüllung an jenem Tage, wo die Völker sich vor Christi Thron versammeln werden. (Mt. 25,31 ff; Offb. 20,11-15)
Nach den Gerichtsreden über die Israel umgebenden Völker wendet sich Gott durch den Propheten noch einmal an Jerusalem – er zählt Gottes Klagen gegen sein Volk auf (3,1-5) und verkündigt dann das unausweichliche Gericht (3,6-7). Jerusalem wird nicht geschont oder mit Handschuhen angefasst.

Worin bestehen die Sünden Jerusalems?
Sie ist widerspenstig – befleckt – tyrannisch – Jerusalem ist auf das Niveau der heidnischen Völker gesunken – siehe den Vergleich mit Ninive Nah. 3,1.
Sie unterdrückt ihre eigenen Leute (V3), ist dem Herrn ungehorsam, sie will Gott nicht vertrauen (V2), sie begeht religiösen Frevel (V4). In ihrer Widerspenstigkeit trauen sie dem HERRN nicht und halten sich nicht zu ihm.
Der Prophet klagt auch die leitenden Männer an. Sie berauben die eigenen Bürger, um ihte Macht und Geldgier zu befriedigen (vgl, Mi. 3,9-10).
Ebenso verkommen sind die religiösen Führer, die im Verein mit den treulosen Priestern das Gesetz Gottes verdrehen (vgl. Hes. 22,26; 28; Mi. 3,5; 11)

Wie antwortet Gott auf die Sünden seines Volkes?
Er wirbt noch einmal um ihre Aufmerksamkeit. Er sagt; „Ach, dass du mich doch fürchtest und Weisung annähmst!“ Wir denken bei diesem Klageruf Gottes an Jesus Worte über Jerusalem in Lk. 19,42; „Ach, dass doch auch du erkenntest zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dient!“

Gott mahnt Juda, an den Gerichten über die Nationen den göttlichen Ernst zu erkennen, damit es nicht durch ähnliche Gerichte hindurch müsste. Aber statt eines Eifers für Gottes Haus und Sache verdarben sie mit ihrem Ungehorsam und ihrer Untreue ihr eigenes Tun.

III. Gottes Verheißung – (Zef. 3,9-20)

Statt erschreckender Gerichtsworte sprechen diese Texte tröstlich von der Liebe, Gnade und Wiederherstellung der Gemeinschaft Gottes mit seinem Volk. Sie berichten von dem Werk, das Gott unter den übrigen Völkern vollbringen wird.

Was wird das Ergebnis der Wiederherstellung sein?

… dass sie alle den Namen des Herrn anrufen
… dass sie ihm einträchtig dienen
… die Übrigen werden dem Herrn vertrauen
… sie werden nichts Böses tun, keine Lüge reden, in ihrem Munde wird kein betrügerische Zunge sein – vgl. Offb. 14,1; 5
… Gott wird als König bei seinem Volk wohnen – (vgl. Offb. 21,3)

Einige spezielle Aussagen in den Verheißungsworten und ihre Bedeutung für uns

Dann will ich den Völkern reine Lippen geben, dass sie alle den Namen des Herrn anrufen – V. 9
Zum Lobe Gottes sind von der Sünde gereinigte Lippen nötig. – z.B. Jes. 6,5-7
Wo Gott das neue Lied auf unsere Lippen legt, dürfen wir im Chor der Erlösten sein Lob vermehren – siehe Offb. 5,9; 14,3; 15,2-4. – Die erlöste Menschheit wird eine Gott preisende Gemeinde sein.

An jenem Tage wirst du dich aller deiner Taten nicht mehr zu schämen brauchen – V. 11
Wo volle Vergebung ist, da ist das Gewissen geheilt – Von den Bewohnern des neuen Jerusalems wird gesagt: „Das Volk, das darin wohnt, wird Vergebung der Sünden haben“ (Jes. 33,24).

Ich will das Lahme retten und das Verstoßene sammeln und sie zu Lob und Ehren bringen – V. 19
Dass Gott sich der Lahmen, der Hinkenden und Verstoßenen annimmt, lesen wir auch in Hes. 34,16
Bei Gott gibt es kein „lebensunwertes Leben“. Was die Welt in ihrem Hochmut verachtet und beiseite stößt, kommt bei Gott zu Ruhm und wird Anlass seines Lobes. Die Verstoßenen kommen dann in die rechte, ewige Heimat.

Sie werden weiden und lagern ohne alle Furcht  – V 13
Die lagernde Herde ist in der Bibel oft ein Bild der unter ihrem göttlichen Hirten zur Ruhe gekommenen Gemeinde – Hes. 34,11-15; Psalm 23; Er ist der gute Hirte, der sich ihrer annahm

Juble, Tochter Zion, jauchze Israel, freue dich und jubiliere von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem – V. 14-15
Jetzt ist Freude die Fülle da. Nun hat die kleine Herde ihr Erbe angetreten. Nun wird alle Freudenverheißung erfüllt und alle Worte von der Freude bekommen ihren ewigen Inhalt. –Siehe Jes. 35,10.
Der Tag des Herrn bringt der Gemeinde die vollkommene Freude und die Überwindung aller Furcht und Mutlosigkeit. Denn Gott, der HERR, ist in ihrer Mitte. – Vers 17! Gott selbst freut sich an seiner Gemeinde wie ein Bräutigam an seiner Braut. Er hat sie durch seine Liebe erneuert.

 

Quellenverzeichnis
  • DIE KLEINEN PROPHETEN I – Herausgeber Brunnen Verlag , Gießen – 1982
  • Das lebendige Wort, Band 10
  • DAS ALTE TESTAMENT – erklärt und ausgelegt –Band 3 – Hänssler Verlag – 2000
  • Zusammengestellt von H. Mayer – Juni 2013
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