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Wenn wir das Alte Testament lesen, begegnet uns 5500 Mal der Gottesname „Jahwe“ (Hebr. יהוה) und ist damit die am häufigsten vorkommende Bezeichnung Gottes in der gesamten Bibel. In deutschen Bibelübersetzungen wird „Jahwe“ meist mit „HERR“ übersetzt, während sich hinter der Übersetzung „Gott“ in der Regel das hebräische Wort „Elohim“ (ִהים ֱאֹל  ) verbirgt.

Was hat es mit dem Namen Jahwe auf sich? Und könnte es sein, dass sich hinter dem alttestamentlichen Jahwe Jesus Christus selbst verbirgt? Im folgenden Artikel soll anhand der Bibel und anhand von Kommentaren von Ellen White nach Argumenten gesucht werden, die diese These begründen und bestätigen.

Jahwe – Ich bin

Der Name Jahwe beruht auf dem hebräischen Verb „hawa“ (ָּוה ַח  ), welches „sein“ bedeutet. Jahwe kann also als „der Seiende“ in allen Zeitformen übersetzt werden –  übertragen auch als „der  Ewige“. Der Wortstamm „hawa“ erinnert an eine bekannte Szene aus der Bibel in 2.Mose 3, in der sich Gott Mose bei dessen Berufung folgendermaßen vorstellt:

„Also sollst du zu den Kindern Israel sagen:»   Ich bin«, der hat mich zu euch gesandt.“ (2.Mo. 3,14).

Und weiter heißt es:

„Also sollst du  den Kindern Israel sagen: Der HERR, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt; das ist mein Name ewiglich und meine Benennung für und für.“ (2.Mo. 3,15).

In Apostelgeschichte 7 können wir nachlesen, dass Mose bei dieser Begebenheit dem Engel des Herrn, also Jesus Christus selbst begegnet ist und dass dieser sich als „Ich bin“ vorgestellt hat.

Der Name „Ich bin“ wird von Jesus im Neuen Testament an etlichen Stellen aufgegriffen, um sich selbst vorzustellen (vgl. Mk. 24,62; Joh. 6,48; 10,9-11; 11,25; 14,6; 18, 5-6; Offb. 1,4; 8).

Hier sehen wir einen ersten Hinweis, dass sich Jesus Christus selbst hinter dem bedeutungsreichen Wortspiel „Ich bin“ und damit hinter dem Namen Jahwe verbirgt.

Jahwe – der Schöpfer

Wenn wir auf die Erschaffung dieser Welt schauen, begegnet uns Jahwe als Schöpfer. In 1. Mose 2,4 lesen wir: „Also ist Himmel und Erde geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der HERR (Jahwe) Erde und Himmel machte.“ Die Schöpferrolle Jahwes wird vor allem auch in den Psalmen mehrfach erwähnt und aufgegriffen (vgl. Ps. 8; 89; 104; 139). Ellen White schreibt über den Schöpfer im Zusammenhang mit dem siebten Tag: „Der große Jahwe [„Ich bin“] setzte den Sabbattag ein und heiligte ihn, als er die Grundlagen der Erde geschaffen hatte, die ganze Welt in sein schönes Gewand hüllte und alle wundervollen Dinge auf dem Land und im Meer machte.“ (CS 349.2)

Wenn wir einen Blick ins Neue Testament werfen, sehen wir unter anderem im ersten Kapitel des Johannesevangeliums, dass Jesus Christus selbst der Schöpfer ist. Bestätigt wird dies auch in Hebr. 1,1-4 und Kol. 1,15-17. In Lk. 6,5 wird Jesus als Herr des Sabbats bezeichnet. Damit kann der Inhalt des obigen Zitates von Ellen White zweifelsohne auf Jesus angewandt werden.

Jahwe wird uns also im Alten Testament als Schöpfer Himmels und der Erde vorgestellt und unter Hinzunahme des Neuen Testamentes sehen wir, dass es sich dabei um Jesus Christus selbst handelt.

Jahwe – der Bundespartner

Als am Berg Sinai die 10 Gebote an Mose übergeben wurden, sprach Jahwe selbst zu Mose und dem Volk und schloss einen Bund, der auf gegenseitiger Treue beruhen sollte (vgl. 2. Mo.19,5). Im Neuen

Testament ist es Jesus, der einen neuen Bund mit seinem Volk schließt, nachdem der alte Bund vonseiten des Volkes mehrfach gebrochen und in seiner Begrenzung auf die buchstäbliche Nation

„Israel“ gemäß Römer 7,2 durch seinen Tod aufgelöst wurde. Jesus schließt auf Grundlage des alten Bundes einen neuen Bund, wie er unter anderem in 1.Kor. 3 beschrieben ist.

Jahwe begegnet uns im Alten Testament als Bundesname und Bundespartner und mitunter wird dabei das Bild Jahwes als Ehemann seines Volkes verwendet (vgl. Jes. 54,5; Hl. 1-8). Im Neuen Testament wird dieses Bild aufgegriffen und Jesus wird uns als Ehemann beziehungsweise Bräutigam seiner Gemeinde vorgestellt (vgl. Eph. 5,25; Mt. 22; 25; Offb. 19). Dies lässt den Schluss zu, dass es sich bei Jahwe, dessen Name eine Bundesbeziehung zu seinem Volk ausdrückt, um Jesus Christus selbst handelt.

Jahwe – der Erlöser

In Jes. 47,4 heißt es:

„Unser Erlöser heißt HERR der Heerscharen, der Heilige Israels.“.

Jahwe wird im Alten Testament also als Erlöser bezeichnet (vgl. auch Jes. 43,14; 44,24; Jer. 50,34; Ps. 19,15). Dies ist eine Prophezeiung, die im Neuen Testament mit dem Leben, Tod und der Auferstehung Jesu ihre Erfüllung findet (vgl. Lk. 2, 12; 13,12; Joh. 4,42; 2.Tim. 1,10).

Die Erlösung durch Jesus Christus ist das Leitthema der Bibel – im Alten, wie im Neuen Testament. Wenn im Alten Testament von Jahwe als unserem Erlöser die Rede ist, handelt es sich dabei eindeutig um Jesus Christus, durch den „die Welt gerettet wurde“ (Joh. 3,17). Hinter den Namen Jahwe und Jesus Christus verbirgt sich ein und dieselbe Person – der Erlöser der Menschheit.

 

Jahwe – der Wundertäter

Bemerkenswert ist auch, dass Wunder, die Jesus als Mensch auf dieser Erde vollbracht hat, bereits im Alten Testament beschrieben und Jahwe zugeschrieben werden:

In Psalm 89 besingt der Psalmist die wunderbaren Eigenschaften Jahwes. Dabei fällt besonders der Vers 10 ins Auge:

„Du (Jahwe) herrschest über das stolze Meer, wenn sich seine Wellen erheben, so glättest du sie.“

Das Wunder, dass das vom Sturm aufgepeitschte Meer gestillt wird, wird im Markusevangelium beschrieben:

„Und er (Jesus) stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und es ward eine große Stille.“ (Mk. 4, 39).

An dieser Stelle vollbringt Jesus ein Wunder, das der Psalmist Jahrhunderte vorher zum Lobpreis Jahwes anführt. Auch das ist ein Hinweis, dass es sich bei Jahwe, wie er im Alten Testament und in diesem Fall im Psalm 89 beschrieben wird, um Jesus Christus handelt, der „derselbe ist gestern und heute und auch in Ewigkeit“ (Hebr. 13,8).

Ein weiteres Beispiel für die Wundertaten Jahwes findet sich in Psalm 30, 3:

„HERR (Jahwe), mein Gott, zu dir habe ich geschrien, und du hast mich geheilt“. Wenn wir das Leben Jesu auf dieser Erde betrachten, sehen wir etliche Begebenheiten, an denen Menschen durch Ihn geheilt wurden und in den Lobpreis Davids einstimmten, wie er in Psalm 30 aufgezeichnet ist (vgl. Lk. 17,15; Mk. 5,29).

In Jesaja 53, 5 lesen wir, wer allein dafür gesorgt hat, dass Menschen sowohl von Krankheit, als auch im weiteren Sinne von Sünde geheilt werden können:

„Aber er wurde durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt“.

Jahwe wird im Alten Testament für seine Heilungskraft gelobt und im Neuen Testament sehen wir, dass dieser Text eine viel tiefere Bedeutung hat und auf Jesus Christus, unseren großen Arzt, hinweist.

 

Fazit

An dieser Stelle könnten noch zahlreiche weitere Beispiele und Hinweise angeführt werden, die nahelegen, dass Jahwe Jesus Christus ist. Ellen White bringt im Buch „Wie alles begann“ die Tatsache auf den Punkt, dass Jesus Christus im Alten Testament als Jahwe der Hauptakteur ist, gleichwie er im Neuen Testament als Sohn Gottes und Fürsprecher offenbart wird:

„Christus war nicht nur der Anführer der Israeliten auf ihrer Wüstenwanderung. Als Engel, in dem der Name Jahwe war (vgl. 2.Mo. 23,20a; 21b), ging er, in einer Wolkensäule verhüllt, der Volksmenge voraus (vgl. 2.Mo. 14,19; 1.Kor. 10,1-4). Er war es auch, der Israel das Gesetz gab. Aus der Furcht erregenden Herrlichkeit auf dem Sinai verkündete Christus vor den Ohren des Volkes die Zehn Gebote aus dem Gesetz seines Vaters. Er war es auch, der Mose das Gesetz übergab, das auf Steintafeln eingraviert war.

Es war Christus, der durch die Propheten zu seinem Volk sprach. Der Apostel Petrus schrieb an die christliche Gemeinde, die Propheten »haben euch angekündigt, welches Gnadengeschenk Gott euch zugedacht hat, und sie haben eifrig gesucht und geforscht, um herauszufinden, wann und wie dies alles eintreffen sollte. Der Geist, den wir durch Christus empfangen haben, war schon in ihnen wirksam und zeigte ihnen im Voraus die Leiden, die Christus erdulden musste, und die Herrlichkeit, die ihm daraufhin zuteilwurde.« (1.Petr. 1,10-11 GNB) Es ist die Stimme von Christus, die aus dem ganzen Alten Testament zu uns redet. »Das Zeugnis Jesu … ist der Geist der Weissagung« (Offb. 19,10c).

Als Jesus unter den Menschen lebte, wies er sie auf das Alte Testament hin. Er sagte zu den Juden: »Ihr forscht doch in den Heiligen Schriften und seid überzeugt, in ihnen das ewige Leben zu finden – und gerade sie weisen auf mich hin“ (Joh. 5,39 GNB). Damals bestand die Bibel nur aus den Büchern des Alten Testaments. An anderer Stelle erklärte der Sohn Gottes: »Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören“, und fügte hinzu: »Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde“ (Lukas 16,29.31).“ {WAB-T 345}

 

Auch wenn die Gottheit für uns Menschen ein unergründliches Geheimnis ist (vgl. Hi. 11,7; Eph. 5,32), dürfen wir in unserem begrenzten Horizont erkennen, dass uns unser HERR und Erlöser Jesus Christus auf jeder einzelnen Seite der Bibel – im Alten, wie im Neuen Testament – offenbart wird. Jesus Christus wiederum offenbart uns das Wesen und den Charakter des Vaters (vgl. Joh. 1,18; 17,26) und der Heilige Geist ist es, der Menschen inspiriert, Worte aufzuschreiben und auszusprechen, die Jesus Christus und damit den Vater offenbaren (vgl. Lk. 12,12; Joh. 14,26; Apg. 1,8; 2,33; 4,31). Damit schließt sich das Dreieck der Trinität, in dem Vater, Sohn und Heiliger Geist sich den Menschen einander in Demut und Liebe offenbaren.

Jesus Christus als Hauptperson der Bibel und Schlüsselfigur im Erlösungsplan wird uns im Alten Testament mit dem Namen Jahwe – der ewig Seiende – vorgestellt und offenbart. Auf jeder einzelnen Seite der Bibel, in jedem Kapitel und Vers können wir den Charakter Jesu und sein unaufhörliches liebevolles Kämpfen um jede Menschenseele erkennen. Über Ihn schreibt Ellen White:

„Jahwe, der Ewige, der aus sich selbst existiert, der Ungeschaffene, der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, hat allein das Recht, höchste Verehrung und Anbetung zu beanspruchen.“ (WAB-T 282.4)

Quellenangabe: 
– Wie alles Begann. Ellen G. White. https://egwwritings.org/read?panels=p13942.1877&index=0#highlight=13942.1877|0

– Wie Alles Begann. Ellen G. White. EGW Writings®: Die Tiefere Bedeutung Der Zehn Gebote