Menü
Suche
Generic filters
Filter by Kategorien
Bibelthemen
Prophetie-Expo
Bibelstudienkurse
Bibelbücher
Filter by content type
Choose One/Select all
Custom post types
Taxonomy terms
Users
Attachments
Suche
Generic filters
Filter by Kategorien
Bibelthemen
Prophetie-Expo
Bibelstudienkurse
Bibelbücher
Filter by content type
Choose One/Select all
Custom post types
Taxonomy terms
Users
Attachments

Frage 1. Können wir gewiss sein, dass der Apostel Johannes der Schreiber der Offenbarung war?

Einige Schreiber haben in Frage gestellt, dass der Johannes, der die Offenbarung schrieb, der Jünger und Apostel Jesu war oder ein anderer Johannes. Sie verwiesen darauf, dass

    • der Stil des Griechischen in der Offenbarung sich unterscheidet von dem Stil in dem Evangelium und in den Briefen von Johannes , und dass
    • die Frage über die Identität des Johannes schon im 3.Jahrhundert aufkam.

Darauf kann gesagt werden:
a) Ja, das Griechische in der  Offenbarung ist verschieden vom Griechischen im Johannes-Evangelium und in den Briefen.
Evangelium und Briefe sind so grammatisch einwandfrei, dass sie weithin als Grundlage für den Unterricht der Griechischen Sprache für Seminar-Stunden gebraucht werden . Andererseits ist die Offenbarung ver­gleichsweise Umgangssprache. R.H. Charles, ein berühmter Ge­lehrter, hat jedoch gezeigt , dass die Offenbarung nicht so ungrammatisch ist wie sie unkonventionell (unüblich) ist. Sie hat ihre eigene innere grammatische Folgerichtigkeit. Johannes zitiert das AT mehrere hundert Mal. Charles und andere haben darauf verwiesen, dass Johannes, indem er dies tat, nicht die Septuaginta (LXX), die griechische Standart-Übersetzung seiner Zeit, benutzte. Er zog es vielmehr vor, direkt vom ursprünglichen hebräischen Text oder von bekannten aramäischen Übersetzungen (Targums genannt) Gebrauch zu machen. So passte Johannes beständig das Griechische dem Klang des Hebräische und Aramäischen an. Von verschiedenen Gelehrten ist auch darauf hingewiesen worden, dass gewisse frühe Berichte, wie der Murato­ri-Canon im 2.Jahrhundert, annehmen, dass Johannes bei der Niederschrift seines Evangeliums und der Briefe die Hilfe von literarischen Gehilfen hatte, die ihm geholfen haben mögen, sein Griechisch in einen guten Stil zu bringen; als er aber die Offenbarung schrieb, hatte er diese Hilfe nicht. Indem wir die Sprach-Unterschiede zwischen der Offenbarung und dem Johannes -Evangelium abwägen, gibt es einige auffällige Ähnlichkeiten, die bedeutendste ist der Gebrauch des Wortes LAMM als eine Bezeichnung für Jesus. Dies Wort erscheint 29 Mal in der Offenbarung, aber sonst nirgends im NT, ausgenommen in Joh. 1,29; 36,

b) Obgleich eine Frage über die Autorschaft des Johannes im 3 . Jahrhundert aufkam , so haben doch die griechisch sprechenden Christen, die am dichtesten an dem Ort und in der Zeit lebten, wo Johannes die Offenbarung schrieb, das Buch begeistert angenommen als von dem Apostel Johannes kommend.

Justin Märtyrer lebte um 135 n.Chr. in Ephesus. Einige Jahre später schrieb er die Offenbarung „einem gewissen Mann zu, …dessen Name Johannes war, ein Apostel Christi.“

Irenäus„ ein Gemeindeleiter in Frankreich gegen Ende des zweiten Jahrhunderts, lebte als Junge in der römischen Provinz Asia und kannte  Polykarp, damals ein alter Mann, der in seiner Jugend ein Freund von Johannes gewesen sei. Wie Justin, sprach auch Irenäus von dem Autor der Offenbarung als Johannes, „dem Jünger des Herrn“. Er sagte, dass Johannes die „apokalyptische Vision“ sah, „nicht sehr lange Zeit danach, sondern beinahe in unseren Tagen, gegen Ende der Regierung des Kaisers Domi­tian.“

Klemens, der eine christliche Schule in Alexandrien, Ägyp­ten, leitete, etwa um die Zeit, da Irenäus in Frankreich wirkte, sagte ebenfalls, dass es der „Apostel Johannes“ war, der auf Patmos war. Er fügte hinzu, dass nach des Kaisers Tod Johan nes nach Ephesus zurückkehrte und dann weit reiste, um Prediger einzusetzen und neue Versammlungen zu organisieren. Hippolytus, ebenfalls ein gebildeter Gemeindeleiter, der in der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts in der Nähe von Rom lebte, lehrte, dass die Offenbarung geschrieben war von dem „gesegneten Johannes, Apostel und Jünger des Herrn.“

Wir sehen, dass die Christen, die am nächsten dem Ort und der Zeit der Offenbarung lebten, fest überzeugt waren, dass sie aus der Hand des Apostels Johannes kam.

Der Autor der Offenbarung bezeichnet sich selbst einfach als : „Ich, Johannes, euer Bruder.“ Kap . 1,9. Er wusste, dass er ausreichend gut bekannt war und nicht mit irgendeinem ande­ren Johannes verwechselt werden konnte.

Wie dem auch sei, wer immer Johannes war, seine Botschaft kam von Gott durch den Heiligen Geist und war eine Offenbarung Jesu Christi. Kap. 1,1. DER Johannes, der diese Botschaft empfing, war inspiriert .

Buchnavigationshilfe:

Teil II - Die Offenbarung
Zurück zum vorherigen Buchabschnitt: Die Ölberg Rede | Einführung: Jesus enthüllt die Zukunft (Mt. 24 + 25)
1a.Wer war Johannes?
1b.Die innere Ordnung der Offenbarung
Deine Fragen beantwortet
1.Frage: War der Apostel Johannes wirklich der Schreiber der Offenbarung?
2.Frage: Wann wurde die Offenbarung in Kapitel und Verse eingeteilt?
Zusatzmaterial zu Offenbarung | Eine geweissagte Verfolgung – und du. Drei bemerkenswerte Verfolgungen in der Bibel geweissagt
Gehe zum nächsten Buchabschnitt: Offenbarung 1 - Einführung: Die Offenbarung Jesu Christi Offenbarung
Quellenverzeichhnis
  • Gott Sorgt. Band 2. Die Botschaft der Offenbarung für Dich und Deine Familie. Von C. Mervyn Maxwell Ph. D. Originaltitel: GOD CARES, Vol. 2. Copyright für die Übersetzung, Advent-Verlag Kratlingen, CH-3704 Kratlingen, Schweiz. Mit freundlicher genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Website: Advent-Verlag Schweiz.

  • Weitere Beiträge
C. Mervyn Maxwell
C. Mervyn Maxwell was chairman of the department of church history and professor of church history at the Seventh-day Adventist Theological Seminary, Andrews University for twenty-five years. He holds a Doctor of Philosophy degree in church history from the University of Chicago. He is the author of many books, including Magnificent Disappointment; God Cares; God Cares Volume II; Man, What a God!; and Look at It This Way.
×
C. Mervyn Maxwell
C. Mervyn Maxwell was chairman of the department of church history and professor of church history at the Seventh-day Adventist Theological Seminary, Andrews University for twenty-five years. He holds a Doctor of Philosophy degree in church history from the University of Chicago. He is the author of many books, including Magnificent Disappointment; God Cares; God Cares Volume II; Man, What a God!; and Look at It This Way.
Latest Posts
  • FuenfEinfuehrendeHeiligtumsSzenen Offenbarung4 5 GottSorgt2 -