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Jonas Ungehorsam und Flucht vor Gott

 

Jona 1

Jon. 1,1 Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amitthais, und sprach:

Jon. 1,2 Mache dich auf und gehe in die große Stadt Ninive und predige wider sie! denn ihre Bosheit ist heraufgekommen vor mich.

Jon. 1,3 Aber Jona machte sich auf und floh vor dem HERRN und wollte gen Tharsis und kam hinab gen Japho. Und da er ein Schiff fand, das gen Tharsis wollte fahren, gab er Fährgeld und trat hinein, daß er mit ihnen gen Tharsis führe vor dem HERRN.

Jon. 1,4 Da ließ der HERR einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, daß man meinte, das Schiff würde zerbrechen.

Jon. 1,5 Und die Schiffsleute fürchteten sich und schrieen, ein jeglicher zu seinem Gott, und warfen das Gerät, das im Schiff war, ins Meer, daß es leichter würde. Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief.

Jon. 1,6 Da trat zu ihm der Schiffsherr und sprach zu ihm: Was schläfst du? Stehe auf, rufe deinen Gott an! ob vielleicht Gott an uns gedenken wollte, daß wir nicht verdürben.

Jon. 1,7 Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, daß wir erfahren, um welches willen es uns so übel gehe. Und da sie losten traf’s Jona.

Jon. 1,8 Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, warum geht es uns so übel? was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du, und von welchem Volk bist du?

Jon. 1,9 Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebräer und fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, welcher gemacht hat das Meer und das Trockene.

Jon. 1,10 Da fürchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Warum hast du denn solches getan? denn sie wußten, daß er vor dem HERRN floh; denn er hatte es ihnen gesagt.

Jon. 1,11 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, daß uns das Meer still werde? Denn das Meer fuhr ungestüm.

Jon. 1,12 Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird euch das Meer still werden. Denn ich weiß, daß solch groß Ungewitter über euch kommt um meinetwillen.

Jon. 1,13 Und die Leute trieben, daß sie wieder zu Lande kämen; aber sie konnten nicht, denn das Meer fuhr ungestüm wider sie.

Jon. 1,14 Da riefen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach HERR, laß uns nicht verderben um dieses Mannes Seele willen und rechne uns nicht zu unschuldig Blut! denn du, HERR, tust, wie dir’s gefällt.

Jon. 1,15 Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer; das stand das Meer still von seinem Wüten.

Jon. 1,16 Und die Leute fürchteten den HERR sehr und taten dem HERRN Opfer und Gelübde.

Warum sollen wir das Buch Jona studieren?

1.   Es ist ein Buch der Bibel – d.h.  es ist Wort Gottes an uns – 2.Tim.3,16

2.   Jesus bekennt sich zu dieser Schrift – Er benutzte Jonas Erlebnisse als Gleichnis für sich und seine Zeitgenossen. –  Mt. 12,39-41

3.   Das Buch Jona enthält eine Botschaft, eine Lehre für unsere Zeit – 1.Kor. 10,11

Um wen geht es? Von wem wird gesprochen? Wer steht im Mittelpunkt?

Lesen Sie mit mir die ersten drei Verse – Jon. 1,1-3

Es geht um Jona, um Gott, um Ninive, um Tharsis. Beginnen wir mit Jona.

1. JONA – Wer ist er?

Jona hätte in einer Ausgabe von „Wer ist wer?“ sicher nicht viel Platz eingeräumt bekommen. Seinen Ruhm verdankt er mehr dem Fisch, der ihn verschluckte, als irgendwelchen Informationen über ihn in der Bibel. Der Name „Jona“ heißt übersetzt „Taube“. Tauben wurden schon im Altertum zum Übersenden von Botschaften eingesetzt. Deshalb war „Jona“ ein guter Name für einen Mann, der Gattes Botschafter sein sollte.

Wir finden in der Bibel keine Beschreibung seiner Person, seines Lebens oder seines Werdegangs. Nicht unsere Privatgeschichten sind interessant, sondern das, was Gott mit einem Menschen tut und was dieser Mensch für Gott tut.

Es gibt im AT eine einzige Steile, die uns etwas über Jona berichtet. 2.Kö.14;23,25. Aus diesem Vers geht hervor, dass der Prophet während der Regierungszeit des Königs Jerobeams II in Israel lebte. Das bedeutet, dass er in jedem Fall zwischen 733 und 753 v. Chr. tätig war.

Es wird uns außerdem gesagt, dass er von Gath-Hepher war. Dieser Ort befindet siich etwa 7 km nördlich von Nazareth. Jona ist der einzige Prophet aus der engeren Heimat Jesu. Seiner Nationalität nach ist er Israel ist, d.h. ein Glied des von Gott auserwählten und berufenen Volkes. Er ist Teilhaber aller Segnungen und Vorzüge, die daraus entstehen. Jona ist jemand, dem anvertraut ist, was Gott geredet hat.

Wenn wir die Botschaft des Büchleins Jona für unsere Zeit verstehen wollen, dürfen wir nicht bei Jona stehen bleiben. Jona steht stellvertretend für Israel, Israel aber steht in Beziehung zur Gemeinde Jesu. Der Apostel Paulus, einer aus dem Volk Israel, kam nach seiner Christusbegegnung zu der Erkenntnis, dass die an Christus Gläubigen, das Volk Gottes bilden. Er schrieb in 1.Kor. 15,9 „der ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe!“

2. GOTT – Jona (1,1)

Mit, diesem unbedeutenden Mann tritt Gott in Verbindung. „Es geschah das Wort des Herrn zu Jona“ Nicht; ‚zum Propheten Jona‘  –

Man muss nicht einer besonderen Berufsgruppe angehören, damit das geschehen kann. Man ist nicht von Haus aus Prophet, man wird es unter Gottes Ansprache. Das Wort des Herrn „geschah“! – Gottes Wort ist nicht nur eine phonetische und akustische Angelegenheit. Gottes Wort ist Ereignis – Wenn Gott spricht, geschieht etwas. Gottes Wort und Gottes Handeln gehören zusammen. Gottes Wort ist aktiv und dynamisch.

In Psalm 33,9 wird gesagt: „Wann er spricht,  so geschieht’s; Wenn er gebietet, so steht ’s da!“  Sein Wort ist voller Energie. Die Bibel beginnt mit dem Schöpfungsbericht. Für jeden Schöpfungstag wird berichtet; „…und Gott sprach und es geschah also“. In PS. 33,6 wird bezeugt:

„0er Himmel ist durch das Wart des Herrn gemacht und all sein Heer durch den Geist seines Mundes.“ Gott selbst hat die Wirkungskraft seines Wortes durch den Propheten Jesaja in einer Bildrede beschrieben: Jes. 55,11 – Dieser Text sagt: Gottes Wort kommt nicht leer zurück. Es geht nicht spurlos vorüber, Eis bleibt nicht in der Unverbindlichkeit. Wer von diesem Wort getroffen und berührt wird, steht in der Entscheidung.

Die Sprache ist ein Bindeglied zwischen zwei Personen, wie eine Brücke, über die der andere zu mir kommt. Darum geschieht im Wort eine Begegnung, eine personale Offenbarung und Begegnung. Das Wort kommt in vielerlei Gestalt auf uns zu: gesprochen, gesungen, gedruckt. Es nötigt uns .Farbe zu bekennen, Antwort zu geben. Kain kann der Frage Gottes nach seinem Bruder nicht ausweichen. Gott fragt uns alle: „Wo ist dein Bruder Abel?“. Gott fragt nach Menschen, Gott ruft nach Menschen, Gott spricht Menschen  an, weil er an uns Menschen interessiert ist. Dass Gott. uns anspricht, kann jedem von uns geschehen, Ein Mensch wird bedeutungsvoll, wenn Gott ihn anspricht. Ist jemand unter uns, der bezeugen kann, dass Gott ihn angesprochen hat, dass Gottes Wort in seinem Leben Ereignis wurde?

a)  Es geschah das Wort des Herrn zu Jona

Sein Name steht stellvertretend für unseren Namen da. Das Wort des Herren ergeht immer an Personen, namhafte und namenlose. Gott redet auch zu uns durch sein Wort. Wir können nicht sagen, dass uns Gottes Wort verborgen sei. Jesus sagte seinen Zeitgenossen, dass Gott noch immer durch Hose zu ihnen rede, obgleich Mose schon Jahrhunderte vorher gestorben war.  Joh. 5,46-47

So redet Gott auch heute Abend durch das Büchlein Jona zu uns. Gott spricht uns persönlich an. Des Herrn Wort geschah zu Jona. In Jes. 43,1 steht: „…der Herr, der dich geschaffen hat, spricht: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein“.

b)  …zu Jona, dem Sohn Ammithais

Gott spricht einen Menschen nicht zufällig an. Er begegnet ihm nicht aus Versehen, sondern kennt ihn von Mutterleibe an. Gott weiß, wer wir sind und wie wir sind. Er kennt unsere Vorgeschichte, unsere Vergangenheit. Er kennt unsere Gaben und Fähigkeiten, unsere Begrenzungen und Schwächen, unser Versagen und unsere Sünden, unsere erblichen Belastungen und Fehler. Wäre dies für Gott nicht Grund genug, uns nicht zu rufen, es mit uns nicht zu wagen? Warum ruft er uns dennoch? Warum spricht er uns an? Der Apostel Paulus sagt: „Auf dass wir etwas seien zum Lob seiner herrlichen Gnade.“

c)  Mit welcher Absieht spricht Gott?

Geht es um Vermehrung unseres Wissens, um Aufklärung über übernatürliche Dinge, um geheimnisvolle innere Erlebnisse und persönliche religiöse Erbauung? Worum geht es? Warum spricht Gott uns an?  Jon. 1,2 gibt die Antwort:

d) Mache dich auf und geh!

Gott offenbart sich als der, der sich der Menschen bedient, der sich um das Verhalten der Menschen kümmert, dem das Schicksal dieser Welt und ihrer Bewohner nicht gleichgültig ist. Darum ruft Gott Menschen in seinen Dienst,  zu seinen Boten.  Dabei diskutiert Gott nicht mit uns über unsere Brauchbarkeit. Er gibt vielmehr klare Aufträge.

So greift Gott an die Wurzeln unserer Sesshaftigkeit und Trägheit. Gott stöbert uns auf in unseren Fernsehsesseln und Hobbyräumen, vor unseren Bücherwänden und Musiktruhen, an unseren Schreibtischen, Computern und in unserem Swimmingpool. Gott rüttelt uns auf in unserer Bequemlichkeit und Beharrlichkeit und sagt kompromisslos: „Mache dich auf und geh!“

Ein alter Missionar sagte einmal zu mir: „Man muss den Heiligen Geist auch in den Beinen heben“  – Aus Liebe zur Welt setzt Gott Menschen in Bewegung. Gerufene bekommen die Hauspantoffel ausgezogen und Stiefel an: „fertig, zu treiben das Evangeliums des Friedens.“

e)  In die große Stadt Ninive

Gottes Befehle sind unmißverständlich. Gott beruft keinen um seiner selbst willen Gott geht es um Ninive. Gott ist an dieser Welt interessiert, Der Text in Jon. 1,2 nennt uns zwei Kennzeichen für Ninive: Ihre Größe und ihre Bosheit.

Ninive war die glanzvolle Residenzstadt der assyrischen Könige im Tigrisgebiet. Ein riesiges Machtzentrum und Mittelpunkt des assyrischen Weltreiches. Ninive war ein Zentrum und Sammelpunkt verschiedenster Religionen und ein Schmelztiegel der Rassen. Das New York des Altertums. Ninive war eine Weltstadt mit allem was dazu gehört: voll Glanz u. Pracht, Reichtum und Wohlleben, aber auch Elend und Schmutz, Gewalttätigkeit und Prostitution. Ninive war auch ein Zentrum des Okkultismus und der Zauberei.

Der Prophet Nahum beschrieb Ninive mit folgenden Worten: Nah. 2:8-10; 3,1; 4; 16. Nah. 3,1 lautet in wörtlicher Übersetzung: „Wehe der Stadt d. Blutschuld“. Das Assyrische Weltreich übertraf mit seiner Brutalität, seinen Foltermethoden, seiner Umsiedlungspolitlk, alle Vorgänger und Nachfolger der Antike. Wir können also sagen: Ninive ist die Zone des Bösen, des ansteckend Bösen.

Wenn wir die Botschaft des Jona-Büchlein für unsere Zeit verstehen wollen, so dürfen wir nicht bei Ninive stehen bleiben. So wie Jona Typus ist für die Kirche, für die Gläubigen, für die Gemeinde, so ist Ninive Typus für die Welt ohne Gott, für eine mündige, selbstherrliche und selbstmächtige Menschheit. (Heiden/Welt)

Es gibt ein Buch mit dem Titel: „Ninive ist überall“! Ninive ist überall, wo der Mensch Großes schafft ohne Gatt, wo die Bosheit zum Himmel stinkt. Ninive ist der äußerste Gegensatz zu Gott und zu allem, wofür er steht.

Es fällt uns gewiß nicht schwer, Ninive heute zu sehen: Ein Holländer sagte vor kurzem zu mir, wie die einstmals so schöne Stadt. Amsterdam für ihn zu einem Alptraum geworden sei, weil Diebstahl, Gewaltverbrechen, Prostitution, Drogenkonsum und Mord täglich anwachsen.

Persönliche Erlebnisse in Seattle und Washington…..Ein Amerikaner sagte zu mir: In Washington seien mehr Menschen umgebracht worden, als Washingtoner Bürger im Krieg gefallen sind.

Wir alle wissen, dass auch unsere Städte nicht mehr sicher sind. Täglich lesen und hören wir von Raubüberfällen, Terrorakten, Sexualverbrechen, Krawallen, Bankeinbrüchen, Geißelnahmen, Diebstählen, aber auch von Wirtschaftkriminalität, Betrügereien, Verletzung der Menschenrechte, Heuchelei in Politik und Geschäft, Waffenschmuggel und kaltblütigem Mord uvm,

Viele fragen: Wo ist. Gott? Nimmt Gott Notiz davon?  Wie reagiert Gott?

Jon.1,2 gibt uns eine erste Antwort:

„Ihre Bosheit Ist heraufgekommen vor mich“

Gott übersieht keine Sünde, kein Unrecht. Seine Heiligkeit und Gerechtigkeit verbietet es ihm. Gott ist nicht blind. Gott ist mit den Zuständen in dieser Welt wohl vertraut. Es kommt die Stunde seines Eingreifens. Seine Geduld und Nachsicht ist nicht grenzenlos. Sie hat ihre Zeit, ihre Stunde und ihr Ende. Die Bibel berichtet: Als der Menschen Bosheit groß war auf Erden, als sie frohlockten in ihren Gewalttaten und all Ihr Denken und Wollen nur noch böse war, da kam die Sintflut. Als Sodom und Gomorrah in Unzucht und Okkultismus schwelgten und ihre Perversitäten bis hin zur Unzucht mit Tieren feierten, da fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie.

Gott kennt Ninive. „Ihre Bosheit ist heraufgekommen vor mich“. Gott ist nicht abwesend. Gott schläft nicht. Gott ist nicht tot. Unser Leben und Tun ist vor ihm gegenwärtig, Es ist Gott nicht egal, wie wir leben. Bosheit unter den Menschen ist immer Bosheit gegen Gott. Dass sich der Mensch selbst zum Maß aller Dinge macht, dass er sich die Maßstäbe für sein Leben selber setzt, dass er Gott und sein Gesetz vergißt, dass er das Heilige verspottet, das macht seine Bosheit aus.

Ninive ist böse, abgrundtief böse. Dennoch liebt Gott Ninive. Denn Gott ist Liebe auch im Gericht. Gott möchte nicht vernichten, sondern retten. Gottes Retterwille wird in Hes, 33,11 eindeutig bezeugt. Gott hat kein Gefallen am Todes des Gottlosen. Der Gottlose ist genauso Geschöpf Gottes, wie der Fromme. Als Jesus erkannte, dass die Einwohner Jerusalems ihn und sein Friedensangebot verachteten, weinte er über die Stadt und ihre Bewohner, weil er vor seinem geistigen Auge bereits die schreckliche Zerstörung sah, die die Römer über sie bringen würden. Hier blicken wir mitten in das Herz Gottes. Hier erkennen wir das Wesen dessen, der uns erschaffen hat. Haben Sie je daran gedacht, dass Gott weint, weint über eine Menschheit, die sich in ihrer Bosheit selbst zerstört? Die ihren freien Willen zur Selbstvernichtung missbraucht?

Gott befindet sich in großer Verlegenheit. Gemäß  seiner Gerechtigkeit und Heiligkeit muss er richten. Gemäß seiner Liebe und Barmherzigkeit will er retten. Wie hilft sich Gott aus dieser Verlegenheit? Wie löst Gott den Konflikt? Welche Chance gibt es noch für Ninive, für diese böse Welt?

3. DER AUFTRAG –

Gott hat einen Plan. Bevor Gott Ninive richtet, lässt er ihr das Gericht ankündigen, damit Ninive umkehrt, Buße tut und nicht vernichtet wird. Gott sendet seinen Boten, den gläubigen Jona, nach Ninive, Jona wird dienstverpflichtet, für die Menschen in Ninive verantwortlich. Jona wird Gottes Beauftragter, Gottes Botschafter in Ninive. Der Apostel Paulus hat Gottes Retterwillen und Gottes Heilsplan In Röm. 10,13-15 mit folgenden Worten beschrieben:……

Gott hat seine Heilsgeschichte immer mit unscheinbaren Mitteln, Aufträgen und Menschen ausgeführt, Er erwählte Abraham, um sich ein Volk zu schaffen, dass inmitten einer dem Götzendienst verfallenen Weit seinen Willen und sein Gesetz verkündigen würde.‘ Er erwählte Maria, eine schlichte Jungfrau, um den Erlöser Mensch werden zu lassen. Er berief 12 einfache Fischer, um seine Rettungsbotschaft dem ganzen römischen Imperium kundzutun.

So wie Gott in Jesus Christus Mensch wurde, und zu uns Menschen kam, so soll es mit allen, die Gott ruft und sendet weitergehen. Jesus sagte zu seinen Jüngern nach Joh. 20,21: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“ Gott. sagte zu Jona:  „Geh nach Ninive,  der großen,  weltbekannten Stadt l Kündige ihr meine Strafe an! Ich kann nicht langer mit ansehen, wie böse die Leute dort sind . „

Wer zu Gott Ja sagt, der sagt auch Ja zu Ninive; denn Gott geht es um Ninive. Darum sendet er seine Boten nach Ninive. Ich hörte viele gläubige Menschen beten: „Ich danke dem Herrn, dass er mich aus der Weit, aus Ninive, herausgerufen hat.“

Ich hörte selten jemanden beten: „Ich danke dir, Herr, dass du mich als deinen Boten in die Welt, nach Ninive, sendest.“

Doch Gott ist nicht der Lakai unserer egozentrischen Wünsche. Gott ist nicht ein Superwarenhaus oder Selbstbedienungsladen. Gott will nicht unser Hausgott sein. Gott ist an den Menschen in Ninive interessiert. Gott sorgt sich  um Menschen, deren Bosheit zum Himmel stinkt. Darum gibt er einen klaren Auftrag: „Gehe nach Ninive und predige wider sie“

Jona ist gerufen, ganz einseitig auf Gottes Seite zu treten und gegen die Menschen zu predigen, gegen ihr gelobtes Leben, gegen ihre Gleichgültigkeit und Sünde, gegen ihre Bosheit und ihr Verderben. Gott stellt sich durch seinen Boten den Menschen in den Weg und ruft ihnen zu: „Halt! Die Richtung ist falsch“ Gott ist mit seiner Predigt wider unser gelobtes Leben, weil es uns ins Verderben und in die Verdammnis führt. Gott ist für uns, wenn er wider uns predigen lässt. Gott will die Menschen nicht mit seinen Gerichten überfallen. Die Menschen sollen wissen, dass es kein blindes Schicksal ist, das über ihnen waltet, sondern, dass Gott es ist, der sie straft um ihrer Bosheit willen und der sie retten möchte, um seiner Barmherzigkeit willen.

Jesus hat unmißverständlich den Retterwillen Gottes bezeugt. Sein in mehr als 3000 Sprachen übersetztes Wort lautet nach Joh. 3,16: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben!“ Diese Botschaft muss verkündigt werden. Gottes Liebe wendet sich dem Verlorenen zu. Gott will alle Menschen mit der Heilsbotschaft erreichen. Jona soll nicht darauf warten, dass Ninive zu ihm kommt, um sich zu informieren, wie Gott über Ninlve denkt. Ninive kommt nicht, Jona muss gehen. Gott geht durch Menschen auf Menschen zu, damit Menschen sieh zu Gott wenden.

Jona und Ninive, Israel und die Heidenvölker, die Gemeinde Jesu und die Welt haben darum miteinander zu tun. Es gibt kein Verhältnis zu Gott, ohne Aufgabe an der Welt. Wer zur Welt nein sagt, sagt nein zu Gott. Wer diese Welt verachtet, verachtet Gott, der diese Welt liebt, um sie zu retten. Wo stehen wir? Wie reagieren wir?

4. DIE FLUCHT – Jona 1,3

Normalerweise dürften wir annehmen, dass der Text sagt: „Und Jona machte sich auf und ging nach Ninive“.  Doch der Text beginnt mit einem „aber“.   …Wie oft sagten Menschen zu mir: „Sie haben ja ganz recht….aber“ „Gewiss, ich sollte diesen Weg gehen…..aber“ „Ich wollte ein neues Leben beginnen…aber“ Das Aber wird immer zur Flucht. Manche blieben dem Gottesdienst fern, andere mieden weitere Evangelisationsversammlungen, andere gaben die Bibelstunden auf, weil ihnen das Wort begegnet war und sie sich vor den Konsequenzon dieses Wortes fürchteten,

Jona horchte auf das Wort, das Gott zu ihm sagte. Aber gehorchte diesem Wort nicht, Er tat das Gegenteil, von dem was Gott wollte. Gott möchte, dass Jona nach Ninive  in die Hauptstadt der Assyrer geht. Ninive lag im fernen Osten, dort wo die Sonne aufgeht. Jona dagegen macht sich auf, um nach Tharsis zu ziehen, jener phönizischen Kolonie in Spanien, im fernen Westen, dort wo die Sonne untergeht.

Tharsis ist das alte Tartessus In Südspanien, eine bedeutende Handels- und Industriestadt. Hier wurden die berühmten Silberbleche hergestellt. In Hes. 27.12 wird die Bedeutung dieser Stadt für den Welthandel folgendermaßen beschrieben: „Tharsis hat für dich Handel, getrieben mit einer Fülle von Gütern aller Art und hat Silber, Eisen, Zinn und Blei auf deine Märkte gebracht.“

Normalerweise hätte Jona mit beiden Händen zugegriffen, wenn ihm die Möglichkeit eines Pauschalurlaubs in Ninive angeboten worden wäre. Ninive war eine Stadt mit herrlichen Prachtbauten, wunderschönen Gärten, einer kulturellen Vielfalt, eleganten Geschäften und bezaubernden Tempeln.   Ninive war eine Stadt, in der man großartig seinen Urlaub verbringen konnte. Aber Gott bot Jona keinen Luxusurlaub an. Gott hatte einen klaren Auftrag für Jona. „Gehe nach Ninive, der großen, weltbekannten Stadt! Kündige ihr meine Strafe an!

Gottes Befehl ist eindeutig. Jonas Antwort ist es nicht, Er will nicht gehen. Er geht in seinem Zimmer auf und ab, bis Ihm die Füße weh tun. Er grübelt und argumentiert, bis er Kopf schmerzen hat. Er sagt sich: „Ein solcher Befehl kann nicht von Gott kommen. Warum hat Gott Interesse an den gottlosen Niniviten?

Aber je mehr Jona überlegt, desto sicherer wird er, dass Gott geredet hat. Er selbst wäre bestimmt nicht auf eine solche Idee gekommen. Doch Jona ist nicht nach einem solchen Dienst zumute. Ninive heißt für Jona Dienst, Auftrag, Zeugnis. Ja, er musste befürchten, dass sich die Einwohner gegen ihn wenden und wegen seiner Warnungs- und Gerichtsbotschaft verhaften und hinrichten. Dazu hatte er nicht die geringste Lust.

Tharsis, das bedeutete für ihn Freiheit, Ungebundenheit. Darum ist Tharsis besser als Ninive. Kennen wir diese Versuchung? Freisein vom Auftrag des Herrn? Ungebunden zu sein, tun und lassen, was man möchte? Nur für sich selber zu leben? Nicht viel zu denken, das Leben genießen? Bequem und sicher zu leben, teilzuhaben am wirtschaftlichen Fortschritt, reich zu werden? Dreimal steht im 3. Vers dieses Zauberwort: „nach Tharsis, nach Tharsis, nach Tharsis.“  Und zweimal wird hervorgehoben; „er wollte weg vom Herrn“!

Mit Erstaunen registrieren wir: Jona flieht vor der Begegnung mit der verkommenen Stadt Ninive, vor einer Begegnung mit den Heiden, der bösen Welt. Aber Tharsis ist auch eine heidnische Stadt, ist auch Welt. Nach Ninive weigert sich Jona mit allen Kräften. Nach Tharsis geht er aus allen Kräften. Viele denken wie Jona. Sie sind überzeugt: ohne Botschaft und Auftrag an die Welt, läßt es sich in der Welt gut leben. Sie handeln nach der Devise: „nur nicht auffallen,  nur nicht Zeuge sein. „Hauptsache man ist ein geehrter und angesehener Bürger. Frömmigkeit ist eine ganz persönliche innere Angelegenheit, die keinen anderen Menschen etwas angeht.“ Doch die vermeintliche Freiheit in Tharsis wird zum Ungehorsam vor Gott. Und der verweigerte Dienst wäre Gehorsam Gott gegenüber. Jona wollte nicht dem Willen Gottes gehorchen, weil dieser Wille seinem eigenen Willen entgegengesetzt war. Jona wollte nicht den Weg gehen, welcher Gott gefiel, weil ihm selbst dieser Weg nicht behagte, Jona wollte den Befehl Gottes nicht ausführen, weil dieser Befehl seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen nicht entsprach.

Erkennen wir, wie transparent die Geschichte vom Jona an dieser Stelle für uns wird? Heißen wir nicht alle Jona?

Die entscheidenden Fragen lauten:

  • Wohin sind wir unterwegs?
  • Befinden wir uns auf der Flucht vor Gott und seinem Auftrag?
  • Sind wir unterwegs in Eigener Wahl nach Tharsis?
  • Oder sind wir mit Gott unterwegs nach Ninive?
  • Leiden wir mit Gott an dieser bösen Welt?
  • Liegt uns die Rettung Ninives am Herzen?

Gott hat einen Auftrag für jeden, der sein Wort hört. Wohin bist du unterwegs?

Diese Studie ist ein Teil einer ganzen Serie. Die folgenden Themen sind weitere Teile dieser Vertiefung. 

KapitelBibelstudienthemaLink
Jona 1Gott ruft - Jona flieht1.Studie
Gott sucht - Jona schläft                               2.Studie
Jona 2Gott handelt - Jona betet 3.Studie
Jona 3Gott vergibt - Jona predigt 4.Studie
Jona 4Gott rettet - Jona zürnt - Ist Jona ein Selektierer? 5.Studie
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