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I. Geschichtliche Darstellung der Gemeinde Pergamon.

Der Rahmen

Die Stadt Pergamon lag auf einem hohen Gebirgsvor­sprung, einem leicht zu verteidigenden Platz. Im 2. und 3. Jahr­hundert vor Christus war Pergamon, Hauptstadt des gleichnamigen Königreiches, ein berühmtes Kulturzentrum gewesen. Die dortige Bücherei enthielt 200.000 Schriftrollen. Viele dieser Schriftrol­len waren übrigens aus Pergament, einem hochveredelten Lederpro­dukt. Pergament wurde in Pergamon entwickelt, als König Ptolemäus V.von Ägypten den Export von Papyrus-Rollen aus seinem Land unterbunden hatte. Wirtschaftliche Druckmittel bewirkten damals auch nicht mehr als heute. Sie regten die Konkurrenz an, ein überlegenes Produkt herzustellen. Pergament ist eine Ableitung von Pergamon.

König Attalus III. legte in seinem Testament fest, dass Pergamon nach seinem Tode dem Römischen Reich einverleibt werden sollte. Das geschah 133 v. Chr.. Als neue Hauptstadt der Provinz Asia konnte Pergamon nun die Residenz eines römischen Gouverneurs beanspruchen. Im Lauf der Zeit konnte Pergamon sich außerdem der Tempel heidnischer Gottheiten rühmen. Dazu gehörte auch der unheilvolle erste bekannte Tempel für den Kaiser Augustus (29.v. Chr.). Später wurde ein weiterer Tempel der Anbetung des Kaisers Trajan geweiht, und noch später kam ein dritter Tempel hinzu für die Anbetung des Kaisers Severus. Du erinnerst dich, dass die erzwungene Anbetung der Kaiser zur Zeit des Johannes zu ausge­dehnten Verfolgungen und schliesslich zur Verbannung des Johannes nach Patmos geführt hatte.

Zu der Pergamon-Gemeinde sagte Jesus: „Ich weiß, wo du wohnst, da, wo Satans Thron ist.“

DAS LOB

Christus brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Gemeinde in Pergamon – trotz der schlechten Umgebung – den Glauben nicht verleugnet hat, „auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet wurde, da, wo der Satan wohnt.“ Wir wüssten gerne mehr über Antipass, aber man hat nichts über ihn herausfinden können. Wie glücklich wird dieser treue Christ bei der Auferstehung sein, wenn er die Glückwünsche Christi hört: „Antipas, mein treuer Zeuge.“

DER TADEL.

Antipas wurde zu Recht gelobt, aber andere Christen in Pergamon bekamen kein Lob. Einige hatten die „Lehren Bileams“ angenommen, der den Balak lehrte, die Israeli­ten zu verführen, vom Götzenopfer zu essen und Hure­rei zu treiben.“ Jesus fügte hinzu: „So hast du auch Leute, die sich in gleicher Weise an die Lehre der Nikolaiten halten.“

Kurz zuvor haben wir gelesen, dass die Gemeinde in Ephesus die Nikolaiten abgelehnt hatte; Pergamon als ganze Gemeinde verhielt sich also nicht so treu wie Ephesus. Als wir Ephesus besprachen, erfuhren wir, was die Nikolaiten lehrten: Der Glaube an Chri­stus entbinde sie vom Gehorsam gegen das Gebot über Ehebruch und -bis zu einem gewissen Grade – befreie sie auch von dem Verbot der Götzenanbetung. Die Lehren Bileams waren wohl ähnlich.

BILEAM ist hier im bildlichen Sinn gebraucht. Der historische Bileam war ein berüchtigter Prophet zur Zeit des Moses. 4.Mo. 25,1-9; 31,16. Nachdem Bileam viele Jahre lang Gott gedient hatte, nahm er ein Bestechungsgeld von Balak, dem König der Moabiter, an. Balak wünschte, dass er die Israeliten verfluche, damit sie die Moabiter in der Schlacht nicht besiegen könnten.

Gott hielt Bileam auf übernatürliche Weise davon ab, Israel zu verfluchen. Bileam aber war felsenfest entschlossen, das Beste­chungsgeld einzustreichen. Deshalb riet er dem König Balak, die Israeliten zu einem heidnischen Fest einzuladen und reichlich für Frauen und Alkohol zu sorgen. Offenbar hatte sich Bileam überlegt, dass Gott selbst sein Volk verfluchen würde, wenn er sie nur dahin bringen könnte, sich ernsthaft zu versündigen.

König Balak befolgte diesen hinterhältigen Rat. Viele Israeli­ten erlagen der Versuchung. Natürlich verfluchte Gott das Volk Israel nicht, aber er forderte, dass die israelitischen Führer, die mit Bileam zusammengewirkt hatten, aufgehängt wurden. Außerdem fielen Tausende der israelitischen Teilnehmer einer Krankheit zum Opfer.

In Offb. 2,16 wünschte Jesus, dass der Leiter („Engel“) der Gemeinde Pergamon diese „Bileam-Gruppe“ zur “ Buße “ und Lebensänderung bewege. Andernfalls, so sagte Jesus ernst: „werde ich bald über dich kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines Mundes.“

Die Situation in Pergamon war möglicherweise „moderner“ als es klingt. Wir können mehr darüber erfahren, wenn wir ähnliche Zustände betrachten, mit denen der Apostel Paulus in der Gemeinde Korinth zu tun hatte.

In Korinth wurden beliebte Feste, von gesellschaftlichen Verei­nen und Handelsgilden veranstaltet, häufig in HEIDNISCHEN TEMPELN durchgeführt – ähnlich wie in Pergamon. Die Tempel waren attrak­tiv und groß und hatten ausreichend Kochgelegenheiten, um große Mengen zu verköstigen. Einige der Christen in Korinth wiesen darauf hin, dass die Götzen doch nicht wirklich existierten, und dass Christus gestorben sei, um uns zu befreien. Sie überredeten sich selbst, dass sie ruhig zu solchen Tempelfesten gehen könnten – es würde ihnen schon nicht schaden. Sie wussten auch, dass ihr Beispiel schwache Christen dahin bringen könnte, in völliges Heidentum zurückzufallen. Und sie meinten, dass diese Leute in einem solchen Fall selbst daran schuld wären. 1.Kor. 8,4-13.

Paulus antwortete darauf: Jawohl, Götzen existieren nicht wirklich, sie haben keine persönliche Existenz. Doch, sagte er, es gäbe ja Dämonen! An einem heidnischen Fest teilzunehmen, so zeigte er auf, wäre dasselbe, als ging man zu einer Mahlzeit zu Ehren der Dämonen, anstatt zum Abendmahl des Herrn zu gehen. Und wie steht es mit der Freiheit eines Christen? Einen schwachen Christen zur Sünde zu verleiten, wäre dasselbe, wie jemanden zu verderben, für den Christus gestorben ist. 1.Kor. 10,14-33.

Was störte Jesus an der Gemeinde Pergamon? Offensichtlich dasselbe abgefallene Christentum, das behauptet: „Wir sind in Christus alle frei, wir können tun und lassen, was uns passt, selbst wenn dies im Widerspruch zu den Geboten Gottes steht. Sollte unser Verhalten jemand schaden, dann können wir nichts dafür: diese Leute haben selbst die Schuld daran.“

Doch gibt es auch heute noch immer – wie damals in Pergamon – Christen, die sich von fragwürdigen Vergnügungsorten lieber fern­halten, als zu riskieren, dass durch ihren Einfluss schwächere Christen in schlechte Gewohnheiten verstrickt werden. Es gibt große Brüder und Schwestern, die ihren Lesestoff und ihre Fernseh­programme sorgfältig auswählen, weil sie nicht wollen, dass ihre jüngeren Geschwister Dinge lesen oder sehen, die ihnen schaden würden. Solche Christen sind keine Nikolaitenl

Der Lohn

„Wer überwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen weißen Stein, und auf dem Stein ist ein neuer Name geschrie­ben, den niemand kennt als der, der ihn empfängt.“ Offb. 2,17.

In vielen nicht-christlichen Kulturen wird der Name eines Menschen passend zu seinem Charakter oder seiner Persönlichkeit ausgewählt oder erinnert an eine Begebenheit in seinem Leben. Manchmal wird der Name nach einigen Jahren geändert, weil sich der Charakter oder die Laufbahn eines Menschen ändert.

In der Bibel haben wir dafür Beispiele: Jesus veränderte den Namen des Simon in Simon Petrus, um dadurch auszudrücken, dass seine Persönlichkeit einem Stein oder Felsen ähnelte. Mk. 3,16; Mt. 16,18. Petrus heißt: „Stein.“

Christi Name „Jesus“ bedeutet: „einer, der rettet.“ Mt. 1,21.

Im AT: Jakob hieß „Fersenhalter“ im negativen Sinne: einer, der den Platz des anderen durch Hinterlist einnimmt. Jakob war trickreich. Aber er veränderte sich, Nach der Nacht des Ringens, in der er am Pniel mit dem Engel Gottes gekämpft hatte, wurde sein Name in „Israel“ umgewandelt. „Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern ISRAEL,“ sagte der Engel, „denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gewonnen.“ 1.Mo. 32,28. Jakob war nun kein Gauner mehr und wurde unter dem Namen „Gewin­ner ,“ „Sieger, “ „Überwinder“ oder „Gottesstreiter“ bekannt , weil er es auch geworden war. Nun war er Israel, ein Sieger, Eroberer .

Sind wir nicht alle mehr oder weniger Schwindler? Wie die Bileamiten und Nikolaiten sind wir groß darin, einleuchtende Gründe zu finden, weshalb es für uns schon recht ist, wenn wir falsch handeln und Gottes Gesetz übertreten.

Aber wenn wir uns im Glauben an Gott festklammern indem wir die Bibel studieren und beten, können wir verändert werden, bis jeder von uns ein Sieger, ein Gotteskämpfer, ein Überwinder – ein Israel geworden ist. Dann wird Gott auch uns einen neuen Namen geben.

Er verspricht uns außerdem, „von dem verborgenen Manna“ zu geben. Zur Zeit des AT, als die Israeliten von Ägypten zum Gelobten Land reisten, lag jeden Morgen ein geheimnisvolles, aber sehr nährstoffreiches Nahrungsmittel auf dem Wüstenboden: Es wurde MANNA genannt. Jesus sagte seinen Nach­folgern in Joh. 5,31-34, er selbst sei – im geistlichen Sinne – dieses Manna, das wahre Himmelsbrot. Wenn wir, anders als die Nikolaiten und Bileamiten, uns nicht in fragwürdige Aktivitä­ten und Vergnügungen hineinziehen lassen, dann werden wir heraus­finden, dass wir genügend Zeit haben, täglich „unser Manna“ zu sammeln, das heißt, wir essen uns durch das Studium Seines Wortes an Christus satt.

II. Die Gemeinde Pergamon als Prophetie der Christenheit

3. PERGAMON, 313-538 n.Chr.

Im schneidenden Gegensatz zu den ersten beiden Gemeinden ver­dienten die nächsten, Pergamon und Thyatira, ernste Zurechtwei­sungen für ihre lehrmäßigen Irrtümer. Pergamon musste unbedingt als ganze Gemeinde Buße tun, weil sie die Nikolaiten und Bileami­ten geduldet hatte. Noch schlimmer: Thyatira tolerierte Isebel. Nur wenige, die mit den Fakten vertraut sind, werden abstrei­ten, dass die Christenheit durch die „Christianisierung des Römi­schen Reiches“ und im weiteren Verlauf einem verheerenden Nieder­gang unterworfen war.

Wenn die sieben Gemeinden als Symbole betrachtet werden, dann muss man die Sünden der Nikolaiten, Bileamiten und der Isebel gleichfalls im übertragenen Sinne verstehen. Die alt-testament­lichen Propheten benutzten den Begriff „Hurerei,“ um die Verderbt­heit des Gottesvolkes zu beschreiben, wenn sie mit den heidnischen Völkern ihrer Zeit in RELIGiöSE UND POLITISCHE BÜNDNISSE einwilligten. Siehe Hes. 13 + 23. Die Israeliten damals verfälschten Gottes Wahrheit und Reinheit durch die Philosophie, die Unmoral und die Annahme der Verhaltensweisen der umliegenden Völker. Dabei gaben sie ihren Glauben an Gott auf, verloren ihre Möglich­keiten als Sein Volk aus den Augen und erniedrigten sich bedauer­licherweise. Die Begriffe „Nikolaiten,“ „Bileamiten,“ und „Isebel“ sind Symbole für den immer tiefergehenden Abfall der Christenheit. Im AT war der Begriff ISEBEL eine Kurzform der erniedrigendsten Vermischung des Gottesvolkes mit der verderb­lichen Kultur ihrer Nachbarn.

Nun haben wir festgestellt, dass im Buch Daniel die Prophezei­ungen über die zwei „kleinen Hörner“ aus Dan. 7 + 8 in erster Linie mit der negativen Seite der Römischen Kirche zu tun haben. Es tut richtig gut zu sehen, welche Betonung Christus nun auf die guten Aspekte legt, die mit den schlechten gemischt waren.

Obwohl in der Gemeinde PERGAMON Nikolaiten und Bileamiten waren, konnte Jesus sagen: „Du hältst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet.“ Ein hervorragender Zug dieser Zeitspanne – einer unter vielen guten, die erwähnt werden könnten – war die sorgfältige Aufmerk­samkeit, die man dem Verständnis über die Person Jesu Christi widmete. Das große Konzil von Nizäa, 325 n.Chr., schlussfolgerte nach mühevollem und reichlichem Studium, dass Jesus wirklich Gott ist. Das Konzil von Konstantinopel, 381, schlussfolgerte, dass er gleichzeitig wahrer Mensch ist. Das Konzil von Ephesus, 431, schlussfolgerte, dass seine Göttlichkeit und Menschlichkeit in einer einzigen vereinten Persönlichkeit mit einander verbunden sind. Und das Konzil von Chalcedon, 451, zeigte, dass er trotzdem weiterhin zwei voneinander getrennte Naturen hat – eine göttliche und eine menschliche. Jede Entscheidung wurde als Reaktion auf die Herausforderung getroffen, die von Opponenten ausgegangen war. Diese großen Bestätigungen, die während der Pergamon-Periode erreicht worden sind, stimmen mit der Bibel überein und werden immer noch von Millionen katholischer und evangelischer Christen auf der ganzen Welt hochgehalten.

Quellenverzeichhnis
  • Gott Sorgt. Band 2. Die Botschaft der Offenbarung für Dich und Deine Familie. Von C. Mervyn Maxwell Ph. D. Originaltitel: GOD CARES, Vol. 2. Copyright für die Übersetzung, Advent-Verlag Kratlingen, CH-3704 Kratlingen, Schweiz. Mit freundlicher genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Website: Advent-Verlag Schweiz.

  • Weitere Beiträge
C. Mervyn Maxwell
C. Mervyn Maxwell was chairman of the department of church history and professor of church history at the Seventh-day Adventist Theological Seminary, Andrews University for twenty-five years. He holds a Doctor of Philosophy degree in church history from the University of Chicago. He is the author of many books, including Magnificent Disappointment; God Cares; God Cares Volume II; Man, What a God!; and Look at It This Way.
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C. Mervyn Maxwell
C. Mervyn Maxwell was chairman of the department of church history and professor of church history at the Seventh-day Adventist Theological Seminary, Andrews University for twenty-five years. He holds a Doctor of Philosophy degree in church history from the University of Chicago. He is the author of many books, including Magnificent Disappointment; God Cares; God Cares Volume II; Man, What a God!; and Look at It This Way.
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