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I. Geschichtliche Darstellung der Gemeinde Philadelphia.

Der Rahmen

Nicht sehr weit südöstlich von Sardes lag die Stadt Philadelphia, wie Thyatira auf einem breiten Hügel zwischen zwei fruchtbaren Tälern, Eines dieser Täler bildete einen natürlichen Durchgang, eine“ offene Tür“ durch die Berge nach Osten • Dies trug zu einem großen Teil zu Philadelphias Handelserfolgen und kulturellem Einfluß bei. Wie andere Städte unserer Liste, wurde Philadelphia von Zeit zu Zeit von Erdbeben erschüttert, Die Bürger der Stadt wurden offensichtlich nach einem dieser Erdbeben besonders nervös und wohnten während der langen Zeit der Nachbeben in Hütten und Zelten, die sie auf den umliegenden Feldern aufgebaut hatten.

Philadelphia heißt „Bruderliebe.“ Dieser hübsche Name wurde der Stadt von König Attalus II. von Pergamon verliehen, und zwar in Erinnerung an seinen älteren Bruder, König Eumenes II. Unter dem Namen Alasehir, die „rötliche Stadt ,“ existiert heute eine blühende Stadt von 20.000 Einwohnern an derselben Stelle.

Das Lob

Jesus lobte die Christen von Philadelphia und sprach keinen Tadel gegen sie aus. Wie den Smyrna-Christen sandte er auch ihnen nur Anerkennung. Stattdessen bezog er sich auf ihre „kleine Kraft“ und entschuldigte sie eher, als dass er sie beschuldigt hätte. Kurz bevor er ans Kreuz ging, stellte Jesus fest, dass wir alle kraftlos sind: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Joh. 15,5. „Du hast mein Wort bewahrt,“ sagte Jesus zu den Christen in Philadelphia und freute sich darüber, „und hast meinem Namen nicht verleugnet.“ Offb. 3,8.

Der Lohn

Jesus überschüttete die Philadelphia-Gemeinde mit Ver­heißungen . Die “ Synagoge Satans,“ so sagte er, würde ihnen zu Füße fallen und erkennen, dass Christus sie geliebt habe. Bei der Synagoge Satans mag er sich auf abtrünnige Juden bezogen haben, oder – was ebenso wahrscheinlich ist – auf Men­schen, die sich fälschlich als Christen ausgaben. Er versprach, dass alle Überwinder in Philadelphia im Tempel Gottes zu Pfeilern gemacht würden und sie nie hinausgehen müssten. Die Stabilität und Verlässlichkeit des ewigen Lebens steht hier im Gegensatz zu der Nervösität der Bürger von Philadelphia nach einem Erdbeben.

Jesus versprach außerdem, die Überwinder würden „den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalems … und meinen Namen, den neuen ,“ erhalten. Wir haben bereits gelernt , dass der Name ein Hinweis auf den Charakter eines Menschen ist. Siehe die Verheißung an die Gemeinde Pergamon. Seite 88-89 (Hyperlink).

Wenn Jesus uns verspricht, uns Gottes Namen zu geben, dann meint er damit folgendes: Wenn wir mit ihm zusammenarbeiten, dann wird er uns darin unterstützen, solche Charaktere zu entwickeln, die seinem eigenen zum Verwechseln ähnlich sind. Was für ein Versprechen!

Dass er uns den „Namen der Stadt meines Gottes“ ver­spricht, heißt, dass wir Bürger des Neuen Jerusalems, der Haupt­stadt des allumfassenden Königreiches Gottes werden können. Siehe Hebr. 11,14-16; Phil. 5,20. Es erinnert uns an die Verheißung in Dan. 7,27: „Aber das Reich und die Macht und die Gewalt über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden.“

BEWAHRUNG IN TRÜBSALSZEITEN

Wie tröstlich zu lesen, dass Christus versprochen hat, die Christen in Philadelphia „vor der Stunde der Versuchung“ zu bewahren, „die über den ganzen Welt­kreis kommen wird, zu versuchen, die auf Erden wohnen.“ Das bezieht sich auf die Trübsal, die in Dan. 12,1 erwähnt wird: „Denn es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seit dem es Menschen gibt, bis zu jener Zeit.“ Der Text sagt weiter aus, dass aus DIESER Trübsal „dein Volk erret­tet wird.“ Auch in Offb. 5,10 verspricht Jesus, die Philadelphia-­Christen „vor der Stunde der Versuchung“ zu „bewahren.“

Die allerletzte Stunde der Prüfung wird am Ende der Welt kom­men, wenn sich Michael aufmachen wird (Dan.12,1) und die Bücher im Vor-Wiederkunftsgericht überprüft worden sind (Dan .7,9-14). Das wird unmittelbar vor der Auferstehung sein (Dan. 12,2), die mit der Wiederkunft Christi einhergeht.

Nun, Smyrna hatte eine zehn-tägige Bedrängnis zu überstehen, eine Notzeit, in der es nötig war, „bis zum Tod treu zu sein. Es sollte eine Verfolgungszeit sein, die gegen die wahren Christen gerichtet war, und bei der einige standhafte Gläubige ums Leben kommen würden. Auch Thyatira war vor einer Notzeit gewarnt worden, doch sollte diese Bedrängnis eine Periode der Strafe sein, in der die bösen Genossen der Isebel zu leiden hätten. Siehe Über­sicht auf Seite 28a (Hyperlink).

Die Briefe an die sieben Gemeinden sprachen also von drei verschiedenen Notzeiten:

  1. die Verfolgung in Smyrna, in der einige Heilige sterben müssten,
  2. die Bestrafung von Thyatira, in der Isebels „Fans“ leiden müssten und
  3. die letzte Stunde der Prüfung, in der die ganze Welt auf die Probe gestellt und das Volk Gottes errettet werden würde.

Wir müssen diese drei voneinander verschiedenen Notzeiten im Kopf behalten, wenn wir im weiteren Verlauf unseres Studiums fragen, ob die sieben Gemein­den sieben Zeitalter der Kirchengeschichte symbolisieren. – Bevor wir das tun, wollen wir jedoch fragen, was nötig ist, um auf die kommende Notzeit vorbereitet zu sein. Das ist uns ein ernstes Anliegen – und wir sind uns dessen bewusst, dass die Verheißungen jedem gelten, der „Ohren hat,“ das heißt, der hören will.

Jesus antwortet : „WEIL DU MEIN WORT VON DER GEDULD BEWAHRT HAST, will ich auch dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird … „Im Griechi­schen – und die Offbarung war ursprünglich in dieser Sprache geschrie­ben worden – kann der zugrundeliegende Begriff für „Wort“ auch „Botschaft“ bedeuten oder „Unterweisung“, oder sogar „Befehl.“ „The New International Version“ gibt die Stelle so wieder: „Since you have kept my COMMAND to endure patiently, I will also keep you.“ Also: „Weil du meinen Befehl, geduldig auszuharren, befolgt hast, will ich dich erhalten.“ Der wichtige Punkt ist der:

  1. Christus unterweist uns, die Probleme des Alltags geduldig anzuge­hen;
  2. ER verheißt uns, dass er uns – wenn wir mit seiner Hilfe unsere täglichen kleinen Versuchungen überwinden – ganz bestimmt festhalten wird, wenn die große Krise kommt.

Wir haben unsere Erörterung über Philadelphia damit eingelei­tet, dass wir sie die „Gemeinde mit der offenen Tür“ genannt haben. Christus stellt sich als der Eine vor, der die „SCHLÜSSEL DAVIDS“ hat, „der auftut, und niemand schließt zu, der zu­schließt, und niemand tut auf.“

Dieses Bild stammt aus Jes. 22,22, wo die Worte auf eine bestimmte örtliche Situation bezogen waren, nämlich auf einen Regierungsbeamten namens Eljakim, der nur eine kurze Zeit sein Amt innehatte. Im Gegen­satz dazu ist Jesus der wahre und ewige Schlüssel­halter, der Besitzer transzendenter Autorität. Jesus tilgte in Offb. 3,8 hin zu: „Ich habe vor dir eine Tür aufgetan, und – niemand kann sie zuschließen.“ „dir“ bezieht sich auf die Philadelphia-Christen. Wir werden diese Vorstellung auf den Seiten 118-120 (Hyperlink) näher besprechen.

(*) Das Versprechen, die Philadelphia-Christen vor der Stunde der Versuchung zu bewahren , heißt nicht , dass sie Christus vor Beginn dieser Prüfungszeit aus der Welt nehmen würde. Damit vergleichbar ist sein Gebet in Joh. 17,15: „Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.“

II. Die Gemeinde Philadelphia als Prophetie der Christenheit

6. PHILADELPHIA, 1750 -1844 n.Chr.

Die Philadelphia-Ära kann man sich zwischen Mitte 1700 und Mitte 1800 vorstellen. Jesus sagte nur Gutes über die Philadelphia-Gemein­de: „Du hast meinen Namen nicht verleugnet.“ „Du hast das Wort von meiner Geduld bewahrt.“ Der Name Phila­delphia kennzeichnet brüderliche Liebe.

Philadelphia war eine schöne Gemeinde und schattete eine schöne Ära in der weiteren Erfahrung der Gemeinde voraus. (Wir werden die offene Tür im nächsten Kapitel besprechen.)

Nachdem John Wesleys Herz seltsam erwärmt worden war, wurde sein Dienst als Prediger auf einmal sehr ansprechend. Viele Leute wurden zu seinen Ansprachen hingezogen. Die meisten davon – aber keineswegs alle – stammten aus den weniger begünstigten Kreisen dieser alten, bösen Zeit: rauhe Gesellen, Analphabeten, Trunkenbol­de – über die wir auf Seite 117 gesprochen hatten. Prediger, deren Kirchen groß genug gewesen wären, um diese Menschenmengen aufzuneh­men, verachteten sie, deshalb ging Wesley hinaus aufs Feld. Er predigte an Werktagen draußen bei Sonnenaufgang, bevor die Männer zur Arbeit gingen. Er ermutigte seine Zuhörer und ihre Familien, regelmäßig die Gottesdienst der Englischen Kirche zu besuchen. Außerdem organisierte er sie zu kleinen Gruppen, wie die pietisti­schen Gebetskreise.

George Whitefield, ein enger Freund Wesleys, hielt ebenfalls eine große Zuhörerschaft mit seiner Verkündigung in Atem.Und John’s Bruder, Charles Wesley, schrieb Hunderte von Liedern. „Jesus, Hei­land meiner Seele,“ (Jesus Lover of My Soul) und „Horch! der Engel Botschaft klingt“ (Hark! The Harald Angels Sing), sind die bekanntesten.

Ein Wandel kam über England, der so tiefgreifend war, wie auch sein Name lautet: Die evangelische Erweckung. Sie führte zur Bil­dung der Methodistischen Kirche, die heute weltweit viele Millionen Glieder hat. George Whitefields Verkündigung trug wesentlich zu der Großen Erweckung in Neuengland (1740) bei, wodurch die Kongre­gationalisten- und Presbyterianerkirchen neu belebt wurden und zur Gründung der Baptisten-Kirche führte, die ebenfalls eine große weltweite Gliederzahl hat.

Während die evangelische Erweckung in England weiterging, kam es später im 18. Jahrhundert auch in Amerika zu einer Erweckung. Eine weitere, noch größere Erweckung geschah um 1800. Ja, der frühe Teil des 19. Jahrhunderts war eine wunderbare Zeit für die Evange­lisation in Städten, Ortschaften und in den Waldgebieten der jungen Vereinigten Staaten von Nordamerika. Auch das katholische Frank­reich wurde von einer neuen Frömmigkeit durchpulst, als die Chri­sten dort gegen den volkstümlichen Atheismus der Französischen Revolution Stellung bezogen.

Die Zeit der Erweckungen führte zu herrlichen missionarischen Unternehmungen. Zum Beispiel beschlossen Christen in England, das Beste aus dem aufstrebenden Britschen Reich zu machen, indem sie überall dort vom Heil Christi verkündigen wollten, wo britische Gewehre die Sprache des Imperialismus sprachen.

Man sagt, dass es im Jahre 1785 nur 20 protestantische Missions­stationen in der Welt gegeben habe; davon wurde die Hälfte von der kleinen Gruppe der Mährischen Brüder unterhalten. Dann hörte William Carey, ein Schumacher und Laienprediger der Baptisten, den Ruf Gottes. Bevor Carey 1793 England verließ und nach Indien segelte, half er, die Baptistische Missionsgesellschaft zu orga­nisieren, die Geld zur Verfügung stellte und Personen als Missio­nare auswählte und hinaussandte. Drei Jahre später wurde die über­konfessionelle Londoner Missions-Gesellschaft CL.M.S.) organisiert, nach weiteren 2 Jahren eine dritte Missions-Gesellschaft in Hol­land, dann eine in Berlin, und 1810 die „American Board of Commissioners for Foreign Missions“ (A.B.C.F.M.) in Amerika. So ging es weiter, bis es Dutzende von protestantischen Missionsgesellschaften gab. 1804 entstand die „British and Foreign Bible Society,“ die dafür sorgte, preiswerte Bibeln und Bibelteile in den neuen Spra­chen zu liefern, die in den Missionsfeldern benötigt wurden. Darauf folgten zahlreiche andere Bibelgesellschaften in Europa und Amerika.

Doch mit der Obersee-Mission erschöpfte sich die Energie der erweckten Philadelphia-Gemeinde keinesfalls. „Religion ist eine Ware, von der wir umso mehr zurück erhielten, je mehr wir abgaben,“ bemerkte ein amerikanischer Christ Anfang 1800.

Ein neues Interesse an Kindern erwachte. Robert Raikes in Eng­land rief die Sonntagsschulbewegung ins Leben, die sich für Mil­lionen von Kindern in Europa und Amerika positiv auswirkte. GEORG

MÜLLER, ein Deutscher aus Wolfenbüttel, begann 1832 in Bristol mit einem Waisenhaus; die Arbeit wuchs, bis er zuzeiten 2000 Waisen versorgte. Dies war nur eines von vielen anderen Waisenhäusern.

William Wilberforce sorgte dafür, dass 1833 die Sklaverei im Briti­schen Reich gesetzlich abgeschafft wurde. Andere Christen wirkten in Amerika auf dieses Ziel hin. Von Kirchen und Gemeinschaften gegründete Colleges schossen wie Pilze aus dem Boden. Viele, sehr viele christliche Gesellschaften und Vereinigungen, die zum Glück und Wohlergehen der Menschen beitrugen, wurden ins Leben gerufen. Und die meisten der großen Projekte waren überkonfessionell und wurden größtenteils von Laien durchgeführt und unterstützt. Es war eine Zeit der interkirchlichen Zusammenarbeit, die von bemer­kenswerter Begeisterung und Selbstaufopferung gekennzeichnet war. Dieser Dienst war verbunden mit einem hingebungsvollen Glauben an Jesus Christus als dem persönlichen Heiland eines jeden Men­schen. Deshalb ist es nur passend, diese Zeit Philadelphia zu nen­nen.

Wir haben aber noch gar nichts über das ungeheure neuerwachte Interesse an biblischer Prophetie gesagt, das während dieser aufre­genden Zeit in vielen Glaubensgemeinschaften förmlich explodierte. Gott hatte dem Propheten Daniel verheißen, „am Ende der Zeit,“ zum Abschluss der 1260 Jahr-Tage, würde sein Buch geöffnet werden (Dan. 12,4). Wir wollen uns die Diskussion über diese Entwicklung aufsparen, bis wir zu Offb. 11 und 14 gekommen sind.

Quellenverzeichhnis
  • Gott Sorgt. Band 2. Die Botschaft der Offenbarung für Dich und Deine Familie. Von C. Mervyn Maxwell Ph. D. Originaltitel: GOD CARES, Vol. 2. Copyright für die Übersetzung, Advent-Verlag Kratlingen, CH-3704 Kratlingen, Schweiz. Mit freundlicher genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Website: Advent-Verlag Schweiz.

  • Weitere Beiträge
C. Mervyn Maxwell
C. Mervyn Maxwell was chairman of the department of church history and professor of church history at the Seventh-day Adventist Theological Seminary, Andrews University for twenty-five years. He holds a Doctor of Philosophy degree in church history from the University of Chicago. He is the author of many books, including Magnificent Disappointment; God Cares; God Cares Volume II; Man, What a God!; and Look at It This Way.
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C. Mervyn Maxwell
C. Mervyn Maxwell was chairman of the department of church history and professor of church history at the Seventh-day Adventist Theological Seminary, Andrews University for twenty-five years. He holds a Doctor of Philosophy degree in church history from the University of Chicago. He is the author of many books, including Magnificent Disappointment; God Cares; God Cares Volume II; Man, What a God!; and Look at It This Way.
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