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I. Geschichtliche Darstellung der Gemeinde Smyrna.

Der Rahmen

Die Stadt Smyrna lag nördlich von Ephesus an einer schönen Bucht der Xgäis. Als Handelszentrum stand Smyrna in echter Konkurrenz zu Ephesus und übertrat es zuweilen. Interessanterweise konnte sich Smyrna des einzigen dreistöckigen Marktplatzes rühmen, der in der alten Welt bekannt war. Da gab es Geschäfte in zwei Obergeschossen und weitere im Untergeschoss. Smyrna existiert heute noch unter dem Namen IZMIR und ist die drittgrößte Stadt der Türkei und die am besten florierende der sieben Städte, die in Offb. 2 und 3 genannt werden.

Die Gemeinde in Smyrna wurde verfolgt. Sie wurde von falschen Juden verleumdet und war den Quälereien Satans ausgesetzt, so dass sie „zehn Tage Bedrängnis“ durchlebten. Einige Glieder würden verhaftet werden, andere ums Leben kommen, so heißt es.

60 Jahre nach dieser Prophezeiung wurde Smyrna der Schauplatz eines umfangreichen Märtyrertums – die Verfolgung hielt einige Tage – wörtlich genommen – an. Der zwölfte und letzte der Märtyrer war der alte Bischof Polycarp, der der Gemeinde zur Zeit seines Todes mindestens 40 Jahre lang gedient hatte. In seinem hohen Alter wurde Polycarp eines Freitagabends im Hause eines Bauern verhaftet. Sogleich bat er die Bauersfrau, ein Abendessen für die Soldaten, die zu seiner Verhaftung gekommen waren, zu berei­ten. Während die Soldaten aßen, stand Polycarp in einer Ecke der kleinen Hütte und betete 2 Stunden lang für jeden Christen im Römischen Reich, der ihm gerade einfiel.

Am nächsten Tag im Amphitheater war der Gouverneur Status Quadratus von Polycarp tief beeindruckt und versuchte, ihn zu retten. Als diese Bemühungen sich als nutzlos erwiesen hatten, bat der Gouverneur den greisen Polycarp, Christus zu fluchen. Er war sich sicher, dass ein so großartiger Mann sich nur zu schnell von dem Jesus absetzen würde, den Rom als Verbrecher verurteilt hatte. Doch Polycarp gab ihm eine klingende Antwort:

Sechsundachtzig Jahre habe ich ihm gedient, und er hat mir nie etwas Böses getan. Wie könnte ich da meinen König verfluchen, der mich errettet hat?

Die Menge – zu der diesmal auch Mitglieder der jüdischen Syna­goge gehörten -verlangte lautstark, Polycarp solle den Löwen vorgeworfen werden. Doch die Tiere hatten sich gerade mit anderen, nicht-christlichen Opfern vollgefressen. Ein Herold verkündete, für heute sei die Zeit, in der es erlaubt sei, zur Unterhaltung Löwen einzusetzen, ohnehin verstrichen. Also forderte die Menge, Polycarp zu verbrennen. Als der Gouverneur zustimmte, waren die Juden in einer ungewöhnlichen Geste der Feindseligkeit (*) darin führend, Feuerholz zu sammeln, obwohl es Sabbat war.

(*) Verschiedene christliche Schriftsteller des 2. und 3. Jahrhunderts haben behauptet, die Juden hätten Verfolgungen häufig aktiv gefördert. Jedoch ist das Martyrium des Polycarp der einzige glaubhafte und zeitgenössische Bericht eines tat­sächlichen Märtyrertodes, in dem bezeugt wird, dass Juden daran teilgenommen haben. Siehe Herbert Musurillo, Herausgabe und Übersetzung von „The Acts of the Christian Martyrs.“

Das Lob

Jesus weiß alles über die gegenwärtigen und zukünfti­gen Nöte der Christen in Smyrna. Er schätzte die Qualität ihres Gottvertrauens sehr hoch ein: „Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut,“ sagte er und fügte rasch hinzu: „Du bist aber reich!“ Die Christen in Smyrna wurden nicht getadelt, sondern nur gelobt, außerdem wurde ihnen die Belohnung in Aussicht gestellt.

Die Belohnung

Da die Christen in Smyrna verfolgt und gejagt wurden, stellte sich ihnen Jesus passenderweise als der „Erste und der Letzte“ vor, der „tot war und ist lebendig geworden.“ Er gab ihnen ein zweifaches Auferstehungsverspre­chen: „Sei getreu bis an den Tod , so will ich dir die Krone des Lebens geben,“ und „Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tode,“

Jesus ist ein Spezialist für Auferstehung und Leben. Joh. 11,25. Er selbst ist auferstanden (Joh. 10,17-18) und hat bereits eine ganze Anzahl anderer Menschen auferweckt. Siehe Offb. 1,18. Seine erstaunlichenVerheißungen an Smyrna sind absolut glaubwürdig.

Doch sind diese Verheißungen jenen gegeben, die „überwinden“ und „treu sind bis zum Tod,“ Sie gelten Christen, die über das Böse siegen, die eher sterben würden, als etwas Böses zu tun. Sie gelten Christen, die eher sterben würden, als die Ehe zu brechen oder Gottes Namen zu mißbrauchen oder den Sabbat zu brechen, Christen, die eher sterben, als unehrlich zu sein.

Herr Jesus, der du die Lampen bewahrst und pflegst, lass uns ein reines, klares Licht verbreiten!

II. Die Gemeinde Smyrna als Prophetie der Christenheit

2. SMYRNA, 100-313 n.Chr.

Über die Lehren in der Smyrna-Gemeinde ist in den Sendschreiben nichts ausgesagt. Stattdessen werden wir auf ihre Treue unter Verfolgungsdruck hingewiesen. Wieder wird jeder darin zustimmen, dass die Schilderung auf die Erfahrung der Kirche während des 2. und 3. Jahrhunderts wunderbar passt, das heißt also zwischen 100 und dem Abschluss der Verfolgung unter Diokletian im Jahre 313: (Siehe Band I, Dan. 7,25 Hyperlink). Während dieser Zeit entwickelten sich einige wichtige Abweichungen in der Lehre, doch schätzte Christus die Beständigkeit seiner Nachfolger auch unter Belastung, im „Feuer,“ so hoch ein, dass er keinen Tadel aussprach.

Die Bemerkung im Brief an Smyrna über Leute, „die sagen, sie seien Juden und sind’s nicht,“ Offb. 2,9, mag ein wörtlich zu nehmender Hinweis auf jene Juden sein, die so aufgebracht waren, dass sie bei der Verbrennung des Polycarp mithalfen. Betrachtet man Smyrna symbolisch als Periode der Kirchengeschichte, dann können falsche “ Juden “ möglicherweise als UNECHTE CHRISTEN verstanden werden. Dieses Verständnis passt auf die große Anzahl der gnostischen Christen, deren kunstvolle Ausdeutungen der Bibel den bibelgläubigen Christen lange Zeit schwer zu schaf­fen machten.

Quellenverzeichhnis
  • Gott Sorgt. Band 2. Die Botschaft der Offenbarung für Dich und Deine Familie. Von C. Mervyn Maxwell Ph. D. Originaltitel: GOD CARES, Vol. 2. Copyright für die Übersetzung, Advent-Verlag Kratlingen, CH-3704 Kratlingen, Schweiz. Mit freundlicher genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Website: Advent-Verlag Schweiz.

  • Weitere Beiträge
C. Mervyn Maxwell
C. Mervyn Maxwell was chairman of the department of church history and professor of church history at the Seventh-day Adventist Theological Seminary, Andrews University for twenty-five years. He holds a Doctor of Philosophy degree in church history from the University of Chicago. He is the author of many books, including Magnificent Disappointment; God Cares; God Cares Volume II; Man, What a God!; and Look at It This Way.
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C. Mervyn Maxwell
C. Mervyn Maxwell was chairman of the department of church history and professor of church history at the Seventh-day Adventist Theological Seminary, Andrews University for twenty-five years. He holds a Doctor of Philosophy degree in church history from the University of Chicago. He is the author of many books, including Magnificent Disappointment; God Cares; God Cares Volume II; Man, What a God!; and Look at It This Way.
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