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Als die Jünger Jesus baten: „Sage uns, wann wird das geschehen? dachten sie sowohl an die Zerstörung Jerusalems als auch an das Ende der Welt.

In seiner Antwort verweist Jesus „auf den Greuel der Verwüstung von dem gesagt ist durch den Propheten Daniel. Mt. 24,15. Es ist unser Ziel, auf den nächsten Seiten diesen „Greuel“ und die daraus resultierende „Verwüstung“ zu studieren. Indem wir sehen, wie genau sich Christi Weissagung über den Fall Jerusalems erfüllt hat, werden wir gestärkt in dem Vertrauen der Erfüllung seiner Prophezeiungen für unsere Tage. Dies ist wichtig, denn der Greuel der Verwüstung hat eine Anwendung sowohl für unsere Tage wie für den Fall Jerusalems.

„Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung stehen an der heiligen Stätte, von dem gesagt ist durch den Propheten Daniel Dan. 9,27; 11,31) wer das liest, der merke auf! Alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist; und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Haus zu holen; und wer auf dem Felde, der kehre nicht um, seinen Mantel zu holen. Weh aber den Schwangeren und Säugenden zu jener Zeit! Bittet aber, dass eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat.“ Mt. 24,15-20.

DIE VORGESCHICHTE.

Die Erfüllung dieser Vorhersage ist ein sehr trauriger Bericht, aber er stellt eine ergreifende Illustra­tion von der Zuverlässigkeit der Bibel-Prophezeiung dar.

Wir wollen ein wenig zurück gehen, um einen besseren Blick zu gewinnen. Die kleine Nation Juda mit ihrer Hauptstadt Jerusalem wurde im Jahre 63 v. Chr. dem Römischen Reich eingegliedert, als Pompejus die Stadt eroberte. Während nun die meisten eroberten Völker stolz waren, ein Teil des Römischen Reiches zu werden, nährten viel Juden in Judäa und Galiläa einen Geist des Widerstan­des und wurden bekannt für ihre starke Opposition gegen die römi­sche Herrschaft.

Die Römer versuchten gewöhnlich, obwohl nicht immer, Palästina friedlich zu regieren. Mit der Zeit führte jedoch ein blutiger Zwischenfall zu einem noch blutigeren Zwischenfall, bis um die Mitte der 60er Jahre die Zahl der palästinensischen Juden, die ihr Leben bei einem einzigen Zwischenfall verloren, 20 000 er­reichte, Zu einem Höhepunkt kam es, als die Tempelpriester be­schlossen, keine Opfer oder Gebete mehr für den römischen Kaiser darzubringen. In jenen Tagen brachten alle Volksgruppen im Römer­reich Opfer und Gebete für den Kaiser dar. Die meisten brachten sogar die Opfer und Gebete DEM KAISER dar, als ob er Gott wäre.

Die Entscheidung der Juden, nicht mehr für den Kaiser zu beten, wurde als Verrat angesehen. Eine Bestrafung war unausweichlich, Cestius Gallus, der Governeur der römischen Provinz Syrien, zu der auch Judäa gehörte, marschierte südlich von Antiochien mit 2 Legionen (12 000) Soldaten und zahlreichen Hilfstruppen auf. Als Cestius Gallus im Oktober 66 n.Chr. vor Jerusalem ankam, begegnete ihm eine feurige Oppostion. Eine Guerilla-Gruppe griff ihn plötzlich an und tötete 515 römische Soldaten bei einem Eigen­verlust von nur 22. Die Guerillas fürchteten eine Wiedervergeltung und zogen sich hinter die Mauern des Tempelbezirkes zurück.

Gemäßigte Juden ermutigten die Römer, sofort den Tempelbezirk einzunehmen und die Rebellen zu besiegen. Cestius Gallus rückte auch zum Tempel vor. Um die Tempelgebete für den Kaiser wieder einzuführen, war er gekommen. Unerklärlicherweise jedoch, brach er nach weniger als einer Woche und kurz vor dem Sieg, ab, Er verließ die Stadt und eilte nach Antiochien zurück. Seine Ent­scheidung war eine Katastrophe für seine Truppen. Jüdische Wider­standskämpfer besetzten die Bergkämme, die über der Heeresstraße lagen. Mit Pfeilen, Speeren und Steinen töteten sie fast 6000 römische Soldaten.

Josephus, der Geschichtsschreiber, diente als jüdischer General für eine Zeitlang in dem nun folgenden Krieg, bevor er sich den Römern ergab. Als er einige Jahre später zurückschaute, bezeichne­te er des Cestius Gallus unerklärlichen Rückzug als den Wende­punkt. Wenn Gallus seinen Angriff nur ein wenig entschiedener durchgeführt hätte, so schlußfolgerte Josephus, so würden die Römer den Frieden wiederhergestellt haben in Jerusalem mit wenig Verlust an Leben und Material. Nach seiner Meinung hätte es dann keinen jüdischen Krieg und keine Zerstörung der Stadt gegeben!

Durch den Verlust ihrer Soldaten ernstlich herausgefordert, kehrten die Römer zurück. Kaiser Nero bot seinen fähigen General Vespasian aus Britanien auf. Dieser legte mit seinem Sohn Titus sorgfältige Pläne. Seide wurden später Römische Kaiser, In ihrem gemeinsamen Feldzug brachten Vater und Sohn vielleicht eine vier­

tel Million palästinensische Juden auf grausige Weise um: Hunger, Verbrennen, Kreuzigen, Zerhacken, durch Pfeile oder harten Skla­vendienst.

TEMPEL UND STADT ZERSTöRT.

Als Titus mit vier Legionen und einer großen Macht an Hilfstruppen im Frühjahr 70 n. Chr, die Belagerung Jerusalems begann, war die Stadt mit Juden, die zur Passahfeier gekommen waren, überfüllt.

Im laufe der Belagerung forderten Krankheit, Schmutz und Mangel an Nahrung einen schrecklichen Zoll. Zu der furchtbaren Panik fügten noch drei bandenähnliche Organisationen durch Terrorisie­rung ihren jüdischen Mitgenossen furchtbare Schrecken und Leiden zu. Dazu stritten sie sich eifersüchtig um die Herrschaft über die schwindenden Vorräte, Eine hungernde Mutter aß ihr Baby,

Titus versuchte den Tempel zu retten. Er war eine Zierde des Reiches. Wiederholt hatte er versucht, die Stadt und ihre Menschen zu retten. Aber die Leiter in der Stadt lehnten alle Angebote ab, indem sie glaubten, dass Gott auch jetzt noch sie als sein Volk ehren werde und den Tempel als sein Haus der Anbetung schütze.

Ende August setzten einige römische Soldaten, über den unbe­greiflichen Fanatismus der Juden erregt, den Tempel in Brand, Noch heute gedenken die Juden dieses Ereignisses am 9. Tag des jüd. Monats Ab, Auch nach dem Tempelbrand weigerten sich die überlebenden, sich zu übergeben. Da ließ Titus in seiner Verbitte­rung seinen Soldaten die Zügel los. Stadt und Tempel verschwanden buchstäblich, Ausgenommen ein kleiner Mauerrest und drei Türme, „war die Stadt so vollständig dem Erdboden gleichgemacht, dass zukünftige Besucher dieses Ortes keinen Grund hatten für die Annah­me, dass er jemals bewohnt gewesen war,“ sagt Josephus.

Von der Menge der Bevölkerung, die sich zu Beginn der Belage­rung in der Stadt befunden hatte, waren fast alle tot; ausgenommen sind 97 000 Männer, Frauen und Kinder, die zu Jerusalem und bei vorherigen Kampfhandlungen in Galiläa und Judäa gefangen genommen worden waren. Viele der Gefangenen waren in die Provinzen gebracht worden und in den Amphitheatern den wilden Tieren vorgeworfen worden. Viele andere wurden gezwungen, den Kanal von Korinth zu graben. Viele wurden auch nach Ägypten gebracht und mussten dort als Sklaven arbeiten, bis sie starben. Andere wurden auf Märkten als Sklaven den Heiden verkauft, die in Judäa lebten. Sie wurden für ein Spottgeld verkauft, weil sich so wenig Käufer für sie fanden.

DIE WEISSAGUNG ERFÜLLT.

Die Zerstörung Jerusalems erfüllte genau die Weissagung Christi, die er 39 Jahre zuvor gemacht hatte: „Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.“ Mt. 24,2. So wurden auch seine Prophezeiun­gen über Hungersnot, Erdbeben, Geschrei von Kriegen und Armeen, die an heiliger Stätte standen, erfüllt.

Die Frau, die ihr Baby aß, die Sklaven, die für ein geringes Geld verkauft wurden, die Gefangenen, die mit Schiffen nach Ägyp­ten gebracht wurden, erfüllten andere Prophezeiungen, die durch Moses 1600 Jahre zuvor gegeben wurden, 5.Mo. 28,15; 52-53; 68.

„Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des Herrn, deines Gottes, und wirst nicht halten und tun alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so … wird (ein freches Volk) dich ängstigen in allen deinen Städten, bis es niedergeworfen hat deine hohen und festen Mauern, auf die du dich verläßt … Du wirst die Frucht deines Leibes … essen. Und der Herr wird dich mit Schiffen wieder nach Ägypten führen … Und ihr werdet dort euren Feinden als Knechte und Mägde verkauft werden, aber es wird kein Käufer da sein.“

GOTT SORGT.

Der Fall Jerusalem durch die Römer erinnert uns an den Fall der Stadt Jahrhunderte zuvor durch Babylon. Tief betrübt hatte Gott Jerusalem dem König Nebukadnezar übergeben, nachdem er zuvor lange Jahre seine Propheten gesandt hatte, das Unglück abzuwenden, wenn das Volk gehorchen würde.

In neutestamentlicher Zeit hatte Gott noch mehr getan, um die Juden in Jerusalem vor der furchtbaren Katastrophe durch die Hand der Römer zu bewahren. Mehr als 30 Jahre war der Sohn Gottes auf ihren Straßen gewandelt, hatte sie den Weg des Friedens gelehrt. Er lehrte sie, zu vergeben, Böses mit Gutem zu vergelten und alle Obrigkeit zu respektieren. Wenn ein römischer Soldat in Ausübung seines Vorrechtes, einen Juden zwang, sein schweres Gepäck eine Meile zu tragen, so riet Jesus den Juden, das Gepäck auch noch eine zweite Meile zu tragen. Mt. 5,41.

Wenn alle Juden in Judäa und Galiläa Christi Lehren angenommen hätten, würden sie sich nicht mit Banditenwesen und Sabotage gegen die Römer eingelassen haben und hätten ihre Vergeltung nicht herausgefordert. Sie würden sich nicht geweigert haben, Steuern zu bezahlen. Sie würden auch nicht aufgehört haben, für den Kaiser zu beten. Gerade dies hatte ja den Krieg veranlasst. Sie würden auch nicht angenommen haben, dass Gott für sie, die sie so lange ungehorsam gewesen waren, Wunder wirken würde, ohne dass sie sich zuvor von Herzen zu IHM bekehrten. Auch hätten sie sich nicht in einander zerfleischende Parteien zerteilt, vielmehr würden sie einander geholfen haben.

Doch nicht alle Juden verwarfen Jesus. Tausende nahmen ihn an. Apg. 2,41. Sie vertrauten nicht nur seinen religiösen Unter­weisungen, sondern auch seinen Prophezeiungen. Sie erinnerten sich seiner Worte : „Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung stehen an der heiligen Stätte,“ das heisst „Wenn ihr aber sehen werdet Jerusalem belagert von einem Heer,“ – „alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Land ist.“ Mt. 24,15-16: Lk. 21,20.

Der unerklärliche Abzug des Cestius Gallus im November 66 n.Chr., als der Sieg schon in Reichweite war, brachte eine unschätzbare Gelegenheit zur Flucht. Josephus berichtet, dass „viele vorzügliche Juden“ zu jener Zeit „die Stadt verließen wie Schwim­mer ein sinkendes Schiff verlassen.“

Es scheint, dass die christlichen Juden in diesem Augenblick die Stadt verließen. Sie gründeten eine Siedlung zu Pella, südöst­lich des Sees Genezareth. Die christlichen Juden taten wie Jesus ihnen geraten hatte, weil sie seiner Prophezeiung vertrauten. Nicht ein einziger christlicher Jude, ob Vater, Mutter oder Kind ist in dem schrecklichen Ende von Jerusalem umgekommen.

Quellenverzeichhnis
  • Gott Sorgt. Band 2. Die Botschaft der Offenbarung für Dich und Deine Familie. Von C. Mervyn Maxwell Ph. D. Originaltitel: GOD CARES, Vol. 2. Copyright für die Übersetzung, Advent-Verlag Kratlingen, CH-3704 Kratlingen, Schweiz. Mit freundlicher genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Website: Advent-Verlag Schweiz.

  • Weitere Beiträge
C. Mervyn Maxwell
C. Mervyn Maxwell was chairman of the department of church history and professor of church history at the Seventh-day Adventist Theological Seminary, Andrews University for twenty-five years. He holds a Doctor of Philosophy degree in church history from the University of Chicago. He is the author of many books, including Magnificent Disappointment; God Cares; God Cares Volume II; Man, What a God!; and Look at It This Way.
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C. Mervyn Maxwell
C. Mervyn Maxwell was chairman of the department of church history and professor of church history at the Seventh-day Adventist Theological Seminary, Andrews University for twenty-five years. He holds a Doctor of Philosophy degree in church history from the University of Chicago. He is the author of many books, including Magnificent Disappointment; God Cares; God Cares Volume II; Man, What a God!; and Look at It This Way.
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